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Trischen

Aus Dithmarschen-Wiki

Säbelschnäbler. Foto NPV
Trischendamm Foto: W. Lenhardt
Trischen aus der Vogelperspektive
Austernfischer , ein häufiger Gast auf Trischen.
Der Säbelschnäbler, Stelzen und Spezialschnabel, ideal für´s Watt.
Der Luisenhof Foto: NABU
Säbelschnäbler. Foto: Jochen Sass
Einsiedlerkrebs. Foto: Manuela Rohde




Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte der Insel

Mit der Entstehung von Salzwiesen Ende des 19. Jhd. erwachte weitergehendes Interesse an der wirtschaftlichen Nutzung dieser Insel. Nach ersten Landgewinnungsarbeiten durch Grüppenbau ab 1868 entstand 1897 ein sturmflutsicherer Ringdeich, der eine Viehtränke und ein zweigeschossiges, steinernes Schäferhaus umschloß. In den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jhd. war die Nutzung von Trischen als Schafweide immer wieder Rückschlägen durch die nicht aufzuhaltende Nordsee unterworfen.

Anfang der zwanziger Jahre begann dann eine neue Ära. Den unaufhaltsamen Wanderungstrieb der Insel mißachtend wurde das Projekt eines Trischenkooges in Angriff genommen. Unter größten finanziellen wie technischen Aufwendungen wurde 1925 ein 2,7km langer Deich fertig gestellt, der sich etwa halbkreisförmig östlich der Dünenkette lag. Der entstandene 78 Hektar große Trischen- oder Marienkoog wurde intensiv landwirtschaftlich genutzt: Neben Weide- und Wiesennutzung wurden auch Roggen, Weizen, Hackfrüchte und Klee angebaut, sowie eine Obstbaumplantage gepflanzt. Am dünenseitigen Rand des Kooges war ein luxuriöses Wohnhaus mit Freitreppe, großen Veranden und 34 Räumen entstanden, der sog. Luisenhof. Gleichzeitig baute ein Berliner Regierungsdirektor als Feriendomizil auf den Dünen das hölzerne Landhaus Hedwig. Trotz intensiver und teurer Sicherungsmaßnahmen konnte man Mitte der dreißiger Jahre die Augen nicht davor verschließen, dass die Wanderung der Insel nicht aufzuhalten war. Nach nur kurzer Blütezeit in der landwirtschaftlichen Nutzung 1934 und 1935 wurden sämtliche Küstenschutzmaßnahmen 1936 eingestellt. Nur wenige Jahre später im Frühjahr 1943 brach das Meer durch die Dünen und zerstörte den Koog endgültig. Die Gebäude waren in den Jahren zuvor bereits an "Selbstabholer" verkauft und abgerissen worden. Bis 1947 ließ ein Schäfer noch eine Herde auf der Insel weiden. Seither ist die Insel rein der Natur überlassen. Heute künden nur noch alte, zum Teil wieder freigespülte Zeugnisse ehemaliger Bewirtschaftung von dem gescheiterten Versuch, die Insel dem Menschen zu unterwerfen. Quelle: NABU

Der Trischendamm

Der Damm führt von der Deichkrone erst einmal geradeaus um dann eine leichte Kurve nach rechts zu beschreiben. In der Höhe weist er zwei Stufen auf und wird bei normalem Hochwasser nicht überspült. Die Außenseite des Dammes besteht aus großen Basaltblöcken. Der Damm weist auf etwa 2/3 seiner Länge eine Asphalt-Decke auf, die auch weitgehend intakt ist, im letzten Drittel wurde diese schon lange Zeit nicht mehr erneuert, auch lose oder abgesunkene Steine sind hier zu finden, was die sehr beliebte touristische Nutzung einschränkt. Entlang des Dammes befinden sich eine Reihe von Info-Tafeln über das Wattenmeer. Lag der Damm noch 1975 fast auf ganzer Strecke im Watt, so sind heute auf der (von Land gesehen) linken Seite mehrere Hundert Meter Vorland gewachsen und auch auf der rechten Seite sind die ersten diesbezüglichen Anzeichen unübersehbar.

Vom gesamten Damm aus herrschen - witterungsabhängig - gute bis sehr gute Sichtmöglichkeiten über die Elbmündung nach Cuxhaven und in der anderen Richtung bis Büsum. Einige Kilometer hinter dem Ende des Dammes befindet sich die Ölförderplattform Mittelplate. Quelle: Wikipedia


Die Vogelinsel

  • Trischen wurde 1909 zur "Seevogelfreistätte" erklärt.
  • 1927 übernahm der NABU-Vorgänger "Deutscher Bund für Vogelschutz" die Betreuung der Insel.
  • 1932. Jetzt werden jährlich Vogelwarte nach Trischen geschickt.
Vogelwartinheim.jpg
Die Hütte bei Hochwasser
Lachmöwe bei auflaufendem Wasser auf Insektenfang zwischen überflutetem Schlickgras und Strandflieder

Tagebuch der Vogelwartin. Auszug: 20. Juli 2008 Das stürmische Wetter der letzten Tage zusammen mit Springtide drückte viel Wasser an unsere Küsten, so dass ich nun auch einmal zeigen kann, warum das Vogelwärter-Zuhause eigentlich auf Pfählen steht. Knapp einen Meter höher als normal ist die Flut heute Nachmittag aufgelaufen und verschaffte meiner in der Salzwiese stehenden Hütte etwa knietief nasse Füße.

Von einer Sturmflut spricht man für gewöhnlich erst ab einem Wasserstand ab 1,50 m über MTHW (Mittleres Tidehochwasser), von daher war das heutige Hochwasser zwar ein spannendes Erlebnis für die Vogelwartin, aber in keinster Weise beunruhigenswert. Dadurch dass die Pfahlkonstruktion die Hütte auf etwa 5 m Höhe trägt, ist sie so gebaut, dass sie auch schwere Winter-Sturmfluten überstehen kann. Nicht immer stand dem Vogelwart ein derart komfortables Heim zur Verfügung. Die aktuelle Hütte wurde erst vor 7 Jahren mit großer Unterstützung der Dithmarscher Bevölkerung und Handwerkerschaft errichtet, weil die alte Hütte aufgrund der Inselwanderung mittlerweile im Strandbereich stand. Diese 1976 erbaute Wolter-Hütte war die erste sturmflutsichere Vogelwärter-Unterkunft auf Trischen. Vorher war der Vogelwart bei drohender Sturmflut auf die heute im Friedrichskooger Hafen stehende Rettungsbake angewiesen.

Da die Brutsaison für die meisten Arten mittlerweile abgeschlossen ist, stellte dieses bislang höchste Sommer-Hochwasser für die Brutvögel kein großes Problem mehr dar. Trotzdem herrschte zum Teil große Unruhe - schließlich wurden auch viele traditionelle Rastplätze überflutet. Andere hingegen nutzten die Not anderer: So griffen die Lachmöwen um die Hütte jede Menge in 'Seenot' geratener Insekten ab.






Monika Dorsch, Vogelwartin auf Trischen.

Vogelwartin 2008

Monika Dorsch, Jahrgang 1978, war in der Saison 2008 Vogelwartin der Insel Trischen. Vom 15. März bis zum Herbst 2008 war sie im Auftrag des NABU für die Betreuung der "Perle" im dithmarscher Wattenmeer vor Ort zuständig. Ihre Hauptaufgaben lagen hierbei vor allem in naturkundlichen Kartierungen, der Dokumentation morphologischer Veränderungen der Insel, der Überwachung der Einhaltung der Schutzgebietskriterien und Öffentlichkeitsarbeit.

Zu Ihren täglichen Aufgaben gehörten u.a.:

  • Regelmäßige Rastvogelzählungen
  • Kartierung der Brutvögel Trischens
  • Dokumentation der Inselwanderung durch GPS-Messungen
  • Erfassen von schwerwiegenden Störungen und Verschmutzungen im Bereich der Insel
  • Vegetationskartierung
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, z.B. durch das regelmäßige Aktualisieren der Trischen- Homepage, Pressemitteilungen, Interviews etc.

Viele dieser Kartierungen werden schon seit vielen Jahren parallel an vielen Orten des Wattenmeers durchgeführt, so dass mit den gewonnenen Daten z.B. Langzeittrends aufgezeigt werden können. Die Daten dienen dazu, das einmalige Ökosystem Wattenmeer in seiner natürlichen Dynamik besser zu verstehen und damit schützen zu können. Obwohl Monika Dorsch ursprünglich aus dem fernen Süden Deutschlands kommt - Altötting liegt etwa 15 km von der österreichischen Grenze entfernt in Südostbayern - ist sie seit vielen Jahren mit dem Wattenmeer und seiner Flora und Fauna vertraut. Während eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) 1997/98 beim WWF in Husum lernte sie diesen Lebensraum intensiv kennen und lieben. Während iherer Ausbildung zur Orgelbauerin in Wilhelmshaven und dem sich daran anschließenden Biologiestudium in Kiel hat sie das Wattenmeer mit seiner Weite und seiner einzigartigen Natur immer wieder in seinen Bann gezogen. Bei zahlreichen ornithologischen Exkursionen und Praktika im Naturschutz konnte sie ihre vogelkundlichen Kenntnisse vertiefen und Erfahrungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit sammeln.

Vogelwartin 2009

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine NABU-Vogelwartin auf Trischen. Ab dem 15. März ist sie für die Betreuung dieser besonders geschützten Insel für den NABU und den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer vor Ort. Sie heißt Janina Spalke und ist 28 Jahre alt. Sie wird die Erfassung der Brut- und Rastvögel, der Vegetation und der Morphologie der Insel in dieser Saison weiterführen. Außerdem ist sie für die Überwachung der Einhaltung der Schutzgebietskriterien und für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Diese Betreuungsaufgaben haben auf Trischen schon eine lange Tradition. In diesem Jahr feiert Trischen gleich zwei Mal Jubiläum: die Insel ist seit 100 Jahren als damals sogenannte "Seevogelfreistätte" unter Schutz gestellt und seit 75 Jahren Naturschutzgebiet. 1985 wurde der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gegründet, seitdem gehört Trischen in die Schutzzone 1, die strengste Schutzkategorie.


In einem Nationalpark steht neben dem Schutz auch immer das Monitoring, also das Erfassen der geschützten Tier- und Pflanzenarten und der vorkommenden Lebensräume mithilfe verschiedener Parameter, im Vordergrund. Die hierbei gewonnenen Daten werden wattenmeerweit zusammengefasst und ausgewertet. Sie können damit Grundlage für Ökosystemforschung sein, aber auch für Entscheidungen in der Politik, wenn es um Ausweisung neuer Schutzgebiete oder Genehmigungen für Eingriffe im Nationalpark geht. Insofern ist die Arbeit vor Ort sehr wichtig, um dieses einmalige Ökosystem Wattenmeer nicht nur besser zu verstehen, sondern auch besser schützen zu können.

Seit ihrem Abitur hat sie viele Gelegenheiten gehabt, auf Inseln und an der Küste das Wattenmeer kennenzulernen. An der niedersächsischen Küste am Jadebusen hat sie ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert und dabei den ersten intensiveren Kontakt zu Schlickwatt und Vögeln aufbauen können - diesen Schlickgeruch hat sie wohl nicht mehr aus der Nase bekommen - ebensowenig wie die Vogelrufe aus den Ohren. In ihrem anschließenden Biologiestudium in Oldenburg machte sie verschiedene Praktika und Projekte auf Sylt, Langeoog, Schiermonnikoog (NL) und Öland (SE) und schrieb ihre Diplomarbeit auf Mellum, der niedersächsischen "Vogelinsel". Hier lernte sie das Leben auf einer solchen Vogelinsel kennen, wenn es auch dort nicht ganz so einsam war wie auf Trischen, denn immerhin lebte man dort zu viert.

Trischen

Trischen ist eine etwa 180 Hektar große Insel vor der Meldorfer Bucht, etwa 14 Kilometer vor der Dithmarscher Nordseeküste. Die Insel gehört zur Gemeinde Friedrichskoog und ist nur von März bis Oktober von einem Vogelwärter oder einer Vogelwärterin des NABU bewohnt. Für andere Menschen besteht ein Besuchsverbot.

Trischen wird von Vögeln sowohl als Brut- wie auch als Rastplatz besucht, von einzelnen Arten wie Brandgänsen, Knutts oder Alpenstrandläufern finden sich zeitweise bis zu 100.000 Exemplare auf der Insel und in den angrenzenden Wattenmeergebieten. Seit 1985 liegt sie in einer Kernzone des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Quelle: Wikipedia

Im Gegensatz zu den Inseln und Halligen vor der nordfriesischen Küste hat Trischen keinen festen Kern. Das halbmondförmige Eiland entstand vor rund 400 Jahren durch die Zusammenlegung von Sandbänken. Wind und Wasserströmungen halten die Sandmassen bis heute in ständiger Bewegung. So wandert Trischen heute im Schnitt jährlich um 30 bis 35 Meter in Richtung Osten. Dabei hat die Insel in den vergangenen 100 Jahren rund drei Viertel ihrer ursprünglichen Größe verloren. Heute misst Trischen nur noch rund 180 Hektar und liegt etwa zehn Kilometer östlich ihres Entstehungsortes. Quelle: sh:z

Friedhof der Namenlosen

Viele Jahre wurden angeschwemmte Wasserleichen aus der Elbmündung auf Trischen bestattet. Einige der dort beerdigten Leichen wurden vom Fischer Emil Karstens aus dem Kaiser-Wilhelm-Koog im Fanggeschirr seines Kutters Annemarie aus der Elbmündung gefischt. Karstens war der Fischer, der wie niemand anders die Strömungsverhältnisse vor der Dithmarscher Küste kannte. Er erhielt für seine Bergungen das Bundesverdienstkreuz. Nachdem der Friedhof der Namenlosen auf der Insel Trischen aufgegeben wurde, hat man alle "namenlosen" Wasserleichen zunächst auf Neuwerk bestattet und später dann auf dem Festland.

Fauna und Flora

Quelle:Otto Wilhelm Thomé 1885

Das komplette Buch als PDF



Auf Trischen brüten etwa 15.000 bis 20.000 Paare, bis zu 330.000 Zugvögel nutzen die Insel zum Rasten. Insgesamt zählte der Vogelwart 2006 Vögel aus 158 verschiedenen Arten.<ref>Trischen.de: Gesamtartenliste 2006</ref>

Die größten Gruppen an Rastvögeln sind Brandgänse, Knutts und Alpenstrandläufer mit je 100.000 Exemplaren. Bei den Brandenten handelt es sich um etwa 30 Prozent des gesamten nordwesteuropäischen Bestandes. Ebenfalls zwischen 10 und 20 Prozent des norwesteuropäischen Bestandes an Sanderlingen und Kiebitzregenpfeifern finden sich auf Trischen. Es handelt sich hiermit um die bedeutendste Ansammlung von Küstenvögeln in Schleswig-Holstein. Insbesondere mausern sich hier große Bestände der europäischen Brandente.

Dominierende Brutvögel sind verschiedene Möwenarten, die inzwischen etwa 80 Prozent des Brutbestandes ausmachen, während früher Fluss-Seeschwalben und Brandseeschwalben dominierten. Bis in die 1980er hinein bekämpfte die Vogelwarte die Möwen mit Gift und sanfteren Methoden, da diese die Nester der Seeschwalben ausräubern. Die Anteile einzelner Arten wechseln zwischen den Jahren stark. Größte Gruppen waren 2006 Silbermöwen mit knapp 5.000 Paaren vor Heringsmöwen mit knapp 2.000 und Lachmöwen mit 500 Paaren. Der Bestand der Silbermöwen hat dabei seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs permanent zugenommen und erst seit Mitte/Ende der 1990er ein stabiles Niveau erreicht. Heringsmöwen sind seit 1979 auf der Insel heimisch und holen gegenüber den Silbermöwen beständig an Zahlen auf. Gegenüber den anderen großen Möwenkolonien an der deutschen Nordseeküste (Amrum, Baltrum oder Spiekeroog) ist Trischen noch eine Ort, an dem Heringsmöwen in nennenswerter Anzahl vorkommen, aber nicht die größte Population darstellen.<ref>Stefan Garthe et al:"Brutbestandsentwicklung der Möwen (Laridae) an der deutschen Nordseeküste in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts" in: Vogelwelt 121, 2000 S. 5</ref>

Fluss-Seeschwalben stellten am Anfang regelmäßiger menschlicher Beobachtung mit etwa 9.500 Tieren die größte Brutvogelgruppe auf der Insel und etwa die Hälfte des gesamten deutschen Küstenbestandes. Die Bestände schwankten in den 1960ern bis 1990ern stark, seit 1992 sind sie auf unter 500 Paare gesunken. Ursprünglich Anfang des 20. Jahrhunderts von Küstenseeschwalben dominiert, siedelte sich 1955 eine Kolonie Brandseeschwalben an. Der Brutbestand betrug bis 2000 je nach Jahr zwischen 3.000 und 4.000 Paare, womit Trischen im Wechsel mit der etwas nördlich gelegenen unbewohnten Hallig Norderoog den Titel der größten Brandseeschwalbenkolonie Deutschlands trug, in den letzten Jahren siedeln sich jedoch überhaupt keine Tiere mehr auf der Insel an.

Neben Möwen und Schwalben sichtete der Vogelwart 1999 erstmals ein Paar Wanderfalken, die hier, sehr ungewöhnlich für Mitteleuropa, bodenbrüten. Seit 1995 brütet auch eine Kolonie Kormorane auf der Insel. Kleinere Kolonien bestehen auch an Löfflern, Nonnengänsen und Austernfischern.

Neben Insekten, die bei günstigen Winden vom Festland kommen, finden sich einheimische Insekten, die auch auf der Insel schlüpfen. Dazu zählen diverse Rüsselkäfer- und Zikadenarten. Insgesamt gibt es etwa 400 Insektenarten, die ungefähr 115 Spinnen- und Käferarten als Nahrung dienen. In der direkten Umgebung der Insel halten sich regelmäßig Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale auf. Vertreter der einzigen nicht-flugfähigen Tierart auf der Insel, Kaninchen, die durch Menschen auf die Insel gebracht wurden und bis 1960 die Insel fast kahlgefressen hatte, wurden durch die Sturmflut 1962 komplett ausgerottet.

Name

180px-Sea Purslane.jpg Die Portulak-Keilmelde gab der Insel wahrscheinlich ihren Namen.

Auf alten Seekarten taucht die Insel als Den Busch, Busch, Rischensand, dat Rießig, Triejen, Dat Rißy, Trießen, Riessen oder Riesen auf. Manchmal sind auch mehrere Inseln nah beieinander verzeichnet, bei denen erst später klar wurde, dass es sich nur um eine handelt. Der Name Trischen setzte sich allgemein erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch. Peter Todt, Inselchronist und von 1980 bis 1999 Vogelwärter, vermutet, dass der Name Trischen aus dem niederländischen stammt. Ursprünglich: dat Rießig (deutsch: etwa der Buschbewuchs, das Reet) wurde im Laufe der Zeit zu t’ rieschen, was schließlich zu Trischen zusammengezogen wurde. Wahrscheinlich nimmt der Busch bezug auf die Portulak-Keilmelde, die damals die Insel bewuchs. Quelle: Wikipedia

Trischenversorger

2008 übernimmt Axel Rohwedder das Amt seines Vaters Polli, der im September 2007 in den Ruhestand trat.

Seltene Gäste

Weissbartgrasmücke Foto: Monika Dorsch / NABU

Weissbartgrasmücke Sylvia cantillans

Bericht Monika Dorsch im Mai 2008
"Heute Vormittag glaubte ich meinen Augen kaum zu trauen: da hüpfte eine Weißbartgrasmücke um die Vogelwärter-Hütte und ließ sich auch noch artig fotografieren! Eigentlich ist diese Art in Südeuropa und Nordafrika heimisch, so dass man sie in Norddeutschland nur äußerst selten zu Gesicht bekommt. Für Trischen ist diese Beobachtung sogar der Erstnachweis.

Warum es dieses Exemplar so weit in den Norden verschlagen hat, ist nur spekulativ zu beantworten. Vielleicht wurde es durch den Ostwind der vergangenen Tage von seinem ursprünglichen Zugweg verdriftet oder es ist einfach beim Heimzug ins Brutgebiet ein ganz schönes Stück über sein Ziel hinausgeflogen.

Charakteristisches Erkennungsmerkmal der Weißbartgrasmücke ist, wie der Name schon sagt, der weiße Bartstreif. Die Männchen erkennt man auch an ihrem roten Augen- und Lidring, dem bleigrauen Kopfgefieder und der ziegelroten Brust. Die Weibchen sind dagegen mit ihrem hellen Augenring und der nur schwach bräunlich gefärbten Brust unauffälliger."

Weitere Berichte der Vogelwartin Monika Dorsch:

Die Hütte

Die neue Hütte Auf einen Aufruf des Nationalparkamtes, des NABU und der Dithmarscher Landeszeitung/ Brunsbütteler Zeitung reagierte prompt die Dithmarscher Handwerkerschaft: Die Dithmarscher Handwerkerinnungen Süd und Nord haben die neue Hütte in Eigenleistung erstellt und auf Trischen errichtet. Der Landrat des Kreis Dithmarschen Jörn Klimant begleitete und förderte das Projekt in allen Bereichen. Das Baumaterial wurde von lokalen Firmen und durch Spenden bereitgestellt, so dass die neue Trischenhütte eine Spende Dithmarschens an den NABU und den Nationalpark ist. Der Bau der neuen Hütte auf Trischen bot die Möglichkeit, sich direkt für den Schutz der entlegenen Insel einzusetzen. Auch die weitere Instandhaltung erfordert finanzielle Unterstützung. Das Holz muss regelmässig gestrichen und gepflegt werden, Schrauben müssen erneuert werden, und auch die Inneneinrichtung will alljährlich erneuert werden. Helfen Sie uns mit, dass der NABU auch weiterhin die Insel Trischen durch einen Vogelwart betreuen kann. Für weiteres Hütteninventar und zusätzliche Gerätschaften, die den modernen Ansprüchen der Naturschutzarbeit genügt, sind wir auch nach dem Bau der Hütte auf Ihre Unterstützung angewiesen. Spendenkonto: bitte unbedingt als Verwendungszweck das Stichwort Trischen angeben!

  • Sparkasse Südholstein,
  • BLZ 230 510 30,
  • Kto 285 080

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