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Sund, Olaf

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--Ditschie (Diskussion) 15:51, 21. Okt. 2016 (CEST)

Olaf Sund war ein deutscher Politiker (SPD). Er war Mitglied des Niedersächsischen Landtages, Mitglied des Deutschen Bundestages, Senator und Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Staatssekretär im Land Brandenburg.

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Angaben

  • Geburtsdatum: 31.08.1931 in Heide
  • Todesdatum: 08.01.2010 in Beedenbostel bei Celle

Werdegang

  • Aufgrund des Zweiten Weltkrieges erfolgte lediglich ein unterbrochener Schulbesuch bis 1948; diesen beendete er zunächst nach vorübergehender Tätigkeit im Tiefbau und in der Landwirtschaft 1948 ohne Abschluss.
  • Von 1949 - 1951 absolvierte er eine Verwaltungslehre bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Heide.
  • Von 1951 bis 1952 war er nach seinem Lehrabschluss bei der AOK Rendsburg beschäftigt.
  • Von 1952 - 1954 besuchte er die Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven-Rüstersiel (Propädeutikum). Hier schloss er 1954 seine Reifeprüfung ab.
  • Von 1954 - 1957 studierte er Sozialwissenschaften und der Volkswirtschaftslehre in Wilhelmshaven, Tübingen und Hamburg.
  • 1957 legte er sein Examen als Diplomvolkswirt an der Universität Hamburg ab.
  • Von 1957 - 1961 hatte er eine Tätigkeit in der Chemiefaserindustrie inne.
  • 1962 begann er seine hauptberufliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung, Heimvolkshochschule Jägerei Hustedt. 1969 wurde er deren Leiter.

Mitgliedschaften

  • Olaf Sund war Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Politik

  • Olaf Sund trat im 1961 als Mitglied der SPD bei.
  • Er war Mitglied des Niedersächsischen Landtages in der siebten Wahlperiode vom 21. Juni 1970 - 20. November 1972.
  • Erstmals bei der Bundestagswahl 1972 wurde er im Wahlkreis Celle für die SPD direkt in den Bundestag gewählt. Bei der Bundestagswahl 1976 zog er über die Landesliste der SPD Niedersachsen ins Parlament ein.
  • Am 02.05.1977 wurde er von Berlins Regierendem Bürgermeister Dietrich Stobbe zum Senator für Arbeit und Soziales berufen. Daraufhin legte er sein Bundestagsmandat am 17. Mai 1977 nieder.
  • Nach der Berlinwahl 1979 wurde Sund erneut zum Arbeits- und Sozialsenator berufen, zugleich wurde er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Sund verblieb auch nach dem Rücktritt Stobbes und dem Amtsantritt Hans-Jochen Vogels in seinem Ressort. Jedoch stellte sich der neue Senat Vogel per Neuwahlen dem Wählervotum, das eine Fortsetzung der bisherigen sozial-liberalen Koalition vereitelte. Die SPD ging in die Opposition, so dass Sund nach vier Jahren 1981 aus dem Senat ausschied. Sund übernahm die Funktion des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden.
  • Am 01.09.1982 legte er sein Abgeordnetenmandat nieder und wurde Präsident des Landesarbeitsamtes Nordrhein-Westfalen; hier war er bis 1991 tätig.
  • Von 1991 - 1996 amtierte Sund als Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, geführt von Regine Hildebrandt, in der von Ministerpräsident Manfred Stolpe geführten Regierung des Landes Brandenburg.

Ehrungen

  • Die Marie-Juchacz-Plakette der Arbeiterwohlfahrt (= höchste Auszeichnung des Verbandes) wurde ihm 1983 verliehen.

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