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Sturmflut

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Titel der Informationsschrift (musste leider wegen Copyright gelöscht werden.) Herausgeber: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Mercatorstraße 3, 24106 Kiel in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein – Amt für Katastrophenschutz Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel

Inhaltsverzeichnis

Sturmflut

Sturmflut 1962. Die Loren. Foto: Jens Uwe Blender

Eine Sturmflut ist ein durch Sturm mit auflandigen Winden erhöhter Tidenstrom. Von einer Sturmflut wird gesprochen, wenn der Tidenhöchststand das mittlere Tidenhochwasser um 1,50 Meter oder mehr übersteigt. Ab 2,50 Meter wird von einer schweren Sturmflut und ab 3,50 Meter wird von einer sehr schweren Sturmflut gesprochen. Sturmfluten treten verstärkt im Frühjahr und im Herbst auf. Die Deutsche Bucht ist nach Ansicht des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie eines der am stärksten von Sturmfluten bedrohte Gebiet weltweit. Bedingt durch die Geographie der Nordseeküste und den Trichtereffekt der Elbmündung tritt dieses Phänomen häufiger auf als anderswo.

Statistiken

Sturmfluten und ihre Wirkungen sind ab dem Jahr 1000 überliefert. Zuverlässige Angaben gibt es dabei — bis in die neuere Zeit hinein — allenfalls für das Ausmaß der jeweiligen Landverluste. Darüber welche Sturmflut im Hinblick auf die Zahl der Toten die bisher verheerendste war, kann man nur mutmaßen. Die früheren Angaben zur Zahl der Toten sind zum Einen sehr widersprüchlich und zum Anderen steht zu vermuten, dass einige Zahlen im Hinblick auf die mittelalterliche Siedlungsdichte an der Nordsee deutlich zu hoch angesetzt sein dürften.

Sturmflut 1962

Fotos von Jens Uwe Blender aus dem Christianskoog

Opfer

Die Opfer der Sturmfluten von 1953 (vor allem in den Niederlanden) und 1962 (vor allem in Deutschland und Dänemark) waren Anlass für umfangreiche Küstenschutzmaßnahmen, z.B. die Deltawerke. Diese massive Investitionen in den Küstenschutz, insbesondere durch Deichbau und Sperrwerke, haben dafür gesorgt, dass die jüngsten Sturmfluten weitaus weniger Schäden verursachten als frühere, niedrigere Sturmfluten.

Klimawandel

Im Zuge der globalen Erwärmung durch den verstärkten Treibhauseffekt wird allerdings mit einer Erhöhung der Sturmflutgefahren durch drei Effekte gerechnet: Erhöhte Sturmwahrscheinlichkeit, Erhöhung der Sturmintensitäten und genereller Anstieg des Meeresspiegels.

Sturmfluten wurden auch Gegenstand literarischer Werke wie beispielsweise in der Novelle Der Schimmelreiter von Theodor Storm, der darin außerdem recht interessant die Entwicklung im Deichbau an der Nordsee im 19. Jahrhundert beschreibt. Die Sturmflut wird dabei in der deutschen Literatur sowie in Liedertexten oft auch als Blanker Hans bezeichnet. Quelle: Wikipedia

Historische Sturmfluten

  • Julianenflutvom 17.2.1164
  • Marcellusflutvom 16.1.1219 An der Westküste Schleswig-Holsteins ertranken rund 10.000 Menschen.
  • Luciaflut vom 14.12.1287 (cirka 50.000 Opfer)
  • 2. Marcellusflutam 16.1.1362. Sie ging als Große Mandränke in die Geschichte ein.
Der Chronist Anton Heimreich (1626 bis 1685) berichtet, dass die stürmische "Westsee" vier Ellen (etwa 2,4 Meter) über die höchsten Deiche gegangen sei, die Flut 21 Deichbrüche verursacht habe und der Ort Rungholt zusammen mit sieben anderen Kirchspielen untergegangen sei. Es sind ca.7.600 Menschen umgekommen.

Aus Geest-Hügeln wurden Sylt und die Nachbarinseln, wie wir sie heute kennen.

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