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Schleiereule

Aus Dithmarschen Wiki

Inhaltsverzeichnis

Schleiereule in Dithmarschen

Foto: Luc Viatour. Quelle: Wikipedia
Foto: Luc Viatour. Quelle: Wikipedia


Aussehen

Die Schleiereule ist etwa taubengroß jedoch mit deutlich längeren Flügeln und erreicht eine Spannweite von knapp einem Meter und  ein Gewicht von 300 - 400 gr. Charakteristisch ist der deutlich ausgeprägte, herzförmige Gesichtsschleier, der auch zu ihrem deutschen Namen geführt hat. Die Oberseite der Schleiereule ist goldbraun, die Unterseite rostbraun bis weiß.


Die Schleiereule ist ein Kulturfolger, der sich eng an menschliche Siedlungen angeschlossen hat.Zumeist hält sich die Schleiereule in landwirtschaftlichen Gebäuden am Dorfrandbereich oder in Einzellage, aber auch in Kirchtürmen, Trafohäusern oder Fabrikgebäuden auf. Sie dort jedoch zu entdecken ist äußerst schwierig, da sie sich vor allem in dunklen Gebäudeteilen versteckt. Offenes Kulturland mit ganzjähriger kurzer Vegetation – insbesondere Dauergrünland - ist das bevorzugte Jagdgebiet. Die Nahrung besteht bis zu 96% aus Kleinsäugern, hauptsächlich Feldmäusen. Aber auch echte Mäuse, Spitzmäuse und Ratten können einen hohen Anteil bilden. In einem sehr geringen Umfang werden auch Vögel, Amphibien und Insekten erbeutet. Nur bei Zusammenbruch der Feldmauspopulation während der Aufzuchtzeit der Nestlinge können Schleiereulen nachhaltig in Singvogelbestände eingreifen.

Gefährdung

Foto: Sebastian Grell, Landesverband Eulen-Schutz
Foto: Sebastian Grell, Landesverband Eulen-Schutz

Die Schleiereule ist eng an den Massenwechsel der Feldmaus gebunden und kann großen Bestandschwankungen unterliegen. Durch die Modernisierung der Landwirtschaft und die veränderte Lagerung der Futtermittel fällt der Nahrungserwerb in den Wirtschaftsgebäuden weitgehend aus. Damit einhergehende bauliche Veränderungen haben in den vergangenen Jahrzehnten auch die ruhigen katzen- und mardersicheren Tageseinstände und Brutplätze vernichtet. Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft und der Vergrößerung der Wirtschaftsflächen wurden Gräben, Knicks und Feldraine eingeebnet und fallen damit als Rückzugsräume für Kleinsäuger und Nahrungsreviere für Beutegreifer aus. In jüngster Zeit werden durch den vermehrten Anbau von Mais sowohl als Futterpflanze als auch zur Energiegewinnung immer mehr Grünlandflächen umgebrochen und damit potentielle Lebensräume für die Schleiereule und andere bedrohte Tierarten vernichtet.

Schutzmaßnahmen


Situation in Dithmarschen

Eine weitere Verringerung des Dauergrünlandes würde eine gesunde Schleiereulenpopulation in Dithmarschen stark gefährden. Im sehr guten Mäusejahr 2004 brüteten 186 Schleiereulenpaare in Dithmarschen in den dort angebotenen Nistkästen. Ob diese sehr gute Zahl angesichts der immer geringer werdenden Grünlandbeweidung jemals wieder erreicht werden kann, erscheint z. Zt. mehr als fraglich. Die Hauptursache für das schlechte Brutergebnis im Jahr 2009 mit 65 Bruten und 208 Jungvögeln ist jedoch eine andere. Landesweit war ein auffälliger Mäusemangel zu verzeichnen, der auch unsere Dithmarscher Schleiereulen zu schaffen machte. Erst im Herbst 2009 wurde ein Anstieg der Mauspopulation registriert, woraufhin einige Schleiereulen noch eine sogen. Spätbrut im August/September begannen. Diese Jungen fliegen dann erst im Nov./Dez. aus. Da jetzt ausreichend Mäuse zur Verfügung stehen, haben auch diese Jungvögel im allgemeinen eine gute Überlebenschance. Die Brutergebnisse der letzten Jahre sind dem nachfolgenden Diagramm zu entnehmen:

Bild:SE-2009.jpg

Kontakt

Für die Dithmarscher Eulen fühlen sich folgende Gebietsbetreuer des Landesverbandes Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein verantwortlich:

Für allgemeine Fragen zum Eulenschutz wird auf die Homepage des Landesverbandes Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein: [http://eulen.de] hingewiesen.

Weiterhin wird auf den Artikel über den Steinkauz bei dithmarschen-wiki.de hingewiesen.

Von „http://www.dithmarschen-wiki.de/Schleiereule

Diese Seite wurde bisher 758-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 31. März 2010 um 22:13 Uhr geändert.


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