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Sandsteinportal Wöhrden

Aus Dithmarschen-Wiki

Sandsteinportal von 1634 in der Vorderfront der Gastwirtschaft "Oldenwöhrden", Große Str. 17, in Wöhrden


Geschichte

Mitten im dreißigjährigen Krieg geben Claus und Wibbeke Willers ein großes Sandsteinportal in Auftrag. Sie lassen dieses prachtvolle, im Knorpelstil geschaffene Monument in die Hauswand Große Str. 17 einfügen. Hinter den Häusern Nr. 15 und 17 befinden sich die weitaus größten Grundstücke an der Großen Straße. Im Haus Nr. 15 befand sich die Vogtei des Kirchspiels Wöhrden. Es ist gleichsam ein öffentliches Verwaltungsgebäude. Das Haus Nr. 17 dagegen wird bis heute privat genutzt.

Die Meentgenossenschaft „Große Bauerschuld Wöhrden“ führt in ihrer Mitgliederliste das Grundstück Große Straße 17 unter der Nummer 32 auf. Der erste Eintrag lautet: „Der Herr Kirchspielvogt Claus Dreeßen“. Er bekleidet dieses Amt von 1734-1749. Ab wann und wie lange Claus Dreeßen hier wohnt, ist nicht feststellbar, da Jahresangaben fehlen. Ob es zu der Zeit schon eine Gastwirtschaft beherbergt oder erst ab 1858, muss ebenfalls offen bleiben. Ein Sandsteinportal mit einer schweren Holztür als Eingang in eine Gastwirtschaft wäre auch 1634 gut vorstellbar.

1913 brennt der Krug ab. Eigentümer Heinrich Seeck verkauft die Brandruine samt Grundstück an Hugo Jahn Senior. Im Neubau wird das Sandsteinportal wieder übernommen. Das Anwesen befindet sich bis heute im Familienbesitz.

Elsbe Paulsen gestaltet 2009 die Innenräume neu, Dachüberstand und Fenster erhalten ihr altes Gesicht. Die Holztür im Portal wird ausgebaut und mit großem Aufwand restauriert. Nachdem das Türschloss voll funktionsfähig und die Tür mit einen neuen Anstrich versehen ist, wird sie wieder im Sandsteinportal eingebaut. Der Eingang zur Gaststätte wird an seine alte Stelle ins Sandsteinportal von 1634 verlegt.

Portikus



Portikus.jpg

Beschriftung in der Auskragung: ANNO 1634*CLAUS WILLERS*WIBBEKE WILLERS

Inschrift darunter: GOT HELP UNSER WARBE*EN ERLICH LEBEN UND EN SELICH STERBE

Oben links, Familienwappen Claus Willers: aufsteigender Löwe;

Oben rechts geteiltes Familienwappen Wibbeke Willers: links halber Adler, rechts drei Rosen


Ein Löwe symbolisiert: Königlichkeit, Anmut, Tapferkeit und Kraft, ein Adler: Unsterblichkeit Mut, Weiblichkeit und Kraft, eine Rose: Liebe und Verschwiegenheit.

Willers

Den Namen Willers habe ich im Wöhrdener Bereich weder vor 1634, noch danach ausfindig machen können. Bei diesem wunderschönen Sandsteinportal dürfte es sich demnach um ein Geschenk oder eine Stiftung des vermögenden Ehepaares Willers handeln.

Fotos/Text: Horst Ploog


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