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Reinsbüttel

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 10:49, 15. Jun. 2016 (CEST)

Reinsbüttel ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Fläche: 6,83 qkm
  • Einwohner: 425 (Stand: 30.06.2015)
  • PLZ: 25764
  • Vorwahl: 04833
  • Kfz-Kennzeichen: HEID, MED
  • Bürgermeister: Dirk Rathje (WGR)

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Westen Dithmarschens, zwischen Büsum und Wesselburen und ist nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt. Die Umgebung von Reinsbüttel ist geprägt von Getreide-, Raps- und Kohlfeldern.


Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:

  • Reinsbüttel
  • Reinsbüttlerweide
  • Wehrdamm
  • Weidehof


Angrenzende Gemeinden


Geschichte

Der Ort entstand auf einer im 12. Jahrhundert errichteten Langwurt, die seinerzeit die Verbindung zum damaligen kleinen Hafen von Reinsbüttel herstellte.

1585 wurde ein Wehrdamm errichtet, der die Insel Büsum mit dem Festland verband. Durch diese Eindeichung verlor Reinsbüttel den Zugang zur Nordsee, war jetzt aber vor Sturmfluten sicherer. Aus dem Bauern- und Fischerdorf entwickelte sich ein reines Bauerndorf.

1845 gab es in Reinsbüttel 420 Einwohner mit reichlichem Gewerbe (4 Krüger, 4 Krämer, 1 Schmied, 2 Schlachter, 2 Zimmermleute, 1 Bäcker, 2 Maurer, 1 Tischler und weitere Handwerker. Weiterhin gab es noch eine Mühle im Ort und 112 Schüler besuchten die Schule.

1866 wurde von dem Müller Witt die Mühle "Henriette" erbaut, die noch bis 1952 in Betrieb war. Später wurde sie abgerissen und der Mühlenberg, auf dem sie stand, abgetragen.

Als 1883 die Bahnstrecke Wesselburen - Büsum in Betrieb genommen wurde, erhielt Reinsbüttel eine Haltestelle. Es gab, außer der eingleisigen Bahnlinie, noch zwei Verladegleise, einen Bahnanschluß zur damaligen Häckselschneiderei und eine Bahnwaage für die landwirtschaftlichen Güter. 11 Hin- und Rückzüge passierten täglich Reinsbüttel.

Reinsbüttel wurde in den 1890er Jahren der Vorreiter der Kleinindustrialisierung in Dithmarschen, weil hier frühzeitig erkannt wurde, wie profitabel der Kohlanbau war.

1898 entstand in Reinsbüttel die erste Sauerkrautfabrik der Region.

1913 wurde am Bahnhof ein großes Empfangsgebäude gebaut, aus dem die einstige Bedeutung der Bahnstation ersichtlich ist.

1918 übernahm Ernst August Bremer die Häckselschneiderei seines Vaters und verlegte die Firma von Wesselburen nach Reinsbüttel. Dort wurde der Betrieb beständig erweitert und ausgebaut, da sich das Geschäft über die Grenzen Schleswig-Holsteins erstreckte, so kam 1931 noch der Handel mit Kohlefeuerung dazu. Während des Krieges wurde noch eine Rauhfuttersammelstelle unterhalten, für den die Wehrmacht eine große Überdachung anlegte. Aufgrund der Mechanisierung in der Landwirtschaft ersetzten immer mehr Traktoren die Pferde, so dass es keinen Bedarf mehr für Häckselfutter gab. Die Firma wurde 1970 geschlossen.

Am 01. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Wesselburen aufgelöst und alle Dorfschaften, -gemeinden und Bauerschaften wurden in selbständige Gemeinden umgewandelt, so entstand die heutige Gemeinde Reinsbüttel.

Ostern 1942 wurde eine Schule neu gebaut, die am 31. Juli 1972 aufgehoben wurde.

1950 wurde mit Hilfe von Spendengeldern in einer Selbsthilfeaktion ein Bauernhaus zum "Pommernhaus"umgebaut, in dem vier Flüchtlingsfamilien eine Wohnung erhielten.

Mai 1963 wurde die Claus-Harms-Kapelle erbaut.


Wirtschaft und Infrastruktur

In Reinsbüttel wird Handwerk, Handel, Dienstleistung und Gewerbe betrieben, so gibt es dort eine Dachdeckerei, einen Baustoff-Handel, ein Handarbeits-Studio, einen Gasthof, eine Selbstschrauberwerkstatt und sechs Vollbauernhöfe.

Im Süden der Gemeinde wurde der Windpark "Weideland" mit sechs Windmühlen in Betrieb genommen, heute befinden sich bereits 13 Windmühlen auf dem Gebiet der Gemeinde.

Von steigender Bedeutung ist auch der Tourismus, um dessen Förderung sich der Fremdenverkehrsverein kümmert. Viele Familien im Ort vermieten inzwischen Ferienunterkünfte.

Im Ort befindet sich heute noch eine Bedarfshaltestelle für den Anschluss an die Bahnlinie Büsum - Heide - Neumünster.


Politik

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WGR alle neun Sitze in der Gemeindevertretung.


Vereine

Reinsbüttel kann als "aktives Dorf" bezeichnet werden, weil die Dorfgemeinschaft ein sehr reges Vereinsleben führt:


Weblinks


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