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Rehn, Marie-Elisabeth

Aus Dithmarschen-Wiki

Die ehemalige Journalistin stöbert gern in Archiven und vergnügt sich mit dem Entziffern vergilbter, schlecht lesbarer Urkunden. Quelle: BoD

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Marie-Elisabeth Rehn (* 1951 in Heide (Holstein)) ist promovierte Volkskundlerin und war früher Journalistin. Sie hat in Heider Gottsleider den NS-Alltag in ihrer Geburtsstadt Heide und die Leidensgeschichte ihres Vaters Erwin Rehn beschrieben, der mit 16 Jahren wegen „staatsfeindlicher Umtriebe“ von der Gestapo verhaftet wurde und zwei Jahre lang im Jugendkonzentrationslager Moringen inhaftiert war. In Die Stillschweigs versuchte sie zusammen mit ihrem Vater Erwin Rehn das Leben der jüdischen Familie Stillschweig aus Heide nachzuzeichnen. Sie hat auch dabei geholfen, Erinnerungsberichte einstiger niederländischer Zwangsarbeiter zu veröffentlichen. Quelle: Wikipedia


Rede an der Gedenkstätte Moringen

„Ich bin die Tochter von ´Lagerzögling´ 933“

Von Marie-Elisabeth Rehn, Konstanz

Ich heiße Marie-Elisabeth Rehn und bin die Tochter von „Lagerzögling“ 933, Erwin Rehn aus Heide. Auch ich wurde in Heide im westlichen Schleswig-Holstein geboren, wuchs in einem kleinen Dorf in der Nähe der Kreisstadt auf und besuchte dort später das Gymnasium.

In Heide erinnerte man sich auch lange nach dem Krieg noch an die Verhaftung meines Vaters im Jahr 1943 und die nachfolgende zweijährige KZ-Haft. Noch in den fünfziger Jahren erlebte ich, dass ich in der Schule als Kind des „Zuchthäuslers“ oder „Landesverräters“ bezeichnet wurde – Begriffe, deren Sinn ich kaum verstand.

Weiterlesen:

„Ich bin die Tochter von ´Lagerzögling´ 933“

Die Stillschweigs

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Die Stillschweigs: Von Ostrowo über Berlin und Peine nach Heide in Holstein bis zum Ende in Riga, Theresienstadt und Auschwitz. Eine jüdische Familiensaga 1862-1944

Heider Gottleider

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Kleinstadtleben unter dem Hakenkreuz: Eine Biographie 1. Auflage 2005 295 S. Taschenbuch ca. 14,8x210 cm 394 g mit Abbildungen Pro BUSINESS Verlag ISBN: 978-3-939000-31-0 ISBN(alt): 3-939000-31-0

Prof. Uwe Danker vom Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte über das Buch: "Das Buch ist mehr als eine Lebens- und Leidensgeschichte: Eingeflochten in die Biographie des Kindes und Jugendlichen bietet die Autorin tiefe Einblicke in das Kleinstadtleben während der NS-Zeit. Zahlreiche Exkurse machen das Werk zu dem, was es ist, ein hochinteressantes Lesebuch über die NS-Zeit am Beispiel der Kleinstadt Heide. Marie-Elisabeth Rehn gelingt das Meisterstück, beides zu leisten: eine einfühlsame, ja liebevolle Biographie des Vaters und eine distanzierte, hinterfragende Arbeit über die Geschichte des Vaters und der Heimatstadt. Eine Publikation, die strengen wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und bei uns in Schleswig-Holstein seit ihrer Erstveröffentlichung 1992 eine der wenigen, auf seriöser und sehr breiter Quellenbasis abgesicherten Pionierstudien zur lokalen Geschichte des Nationalsozialismus darstellt. Das Buch gehört vor allem in die Hände Jugendlicher, die den unangepaßten Erwin Rehn gern als Identifikationsangebot annehmen können."

Veröffentlichungen


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Juden in Süderdithmarschen

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Flecken Meldorf für jüdische Hausierer, die sowohl in Süder- als auch in Norderdithmarschen ihre Verkaufstouren machten, ganz besonders attraktiv: In der reichen Marschregion zwischen Elbe und Eider gab es kein Hausierverbot und ein liberaler Landvogt befürwortete die Aktivitäten der rührigen auswärtigen Händler. Wegen des anhaltenden erbitterten Widerstands der einheimischen Kaufleute wurden 1816 jedoch alle kleinen jüdischen Hausierer aus Meldorf vertrieben. Nur dem wohlhabenden Kaufmann Michael Marcus Cohen aus Elmshorn verlieh man das Bürgerrecht im Flecken. Das leise Bedauern, das sich einstellt, wenn man die Biographien jener Juden studiert, die sich während der Emanzipationsperiode mit großer Anstrengung um eine Eingliederung in die Gesamtgesellschaft bemühten und immer wieder zurückgewiesen wurden, ist eines der Leitmotive für die vorliegende Arbeit. Sehr spannend ist es, das Schicksal der Familie Cohen zu verfolgen. Hier nur eine kleine Kostprobe: Die Enkelin des Michael Marcus Cohen, Minna Kleeberg wanderte nach Amerika aus und wurde bekannt als Verfasserin des Gedichts "Ein Lied vom Salz". Weitere Informationen über Minna Kleeberg (1841-1878) in der Jewish virtual library"


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Juden in Norderdithmarschen

Erhard Roy Wiehn in seinem Vorwort: "In Norderdithmarschen, im Bauernland nördlich der Elbe an der Nordsee, gibt es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nur wenige Spuren jüdischen Lebens. In knapp 60 Jahren haben sich nur acht Juden um das Niederlassungsrecht beworben und dies nur teilweise erfolgreich. Im dänischen Mutterland waren Juden schon seit 1814 gleichberechtigte Bürger; gesetzlich verbriefte Freizügigkeit gab es für die Juden in Holstein erst ab 1863 und bis dahin hatten sie ein ziemlich schweres Leben, wobei zur Mühsal des Alltags nicht selten noch Demütigungen erduldet werden mußten. Marie-Elisabeth Rehn unternimmt anhand einer ebenso kenntnisreichen wie sorgfältigen Aktenanalyse den Versuch einer Rekonstruktion der Lebensbedingungen für Juden in dieser nördlichsten Region des heutigen Deutschland, sie stellt demographische Überlegungen an, diskutiert den Widerstreit der Interessen in Kopenhagen und Heide im Sinne von "Aufklärung versus Bodenständigkeit", analysiert den damaligen Zeitgeist im Spiegel der Niederlassungsgesuche zwischen "Brodneid" und Antisemitismus und erörtert offene Fragen zum jüdischen Alltag in der Diaspora. Im Zentrum der Arbeit stehen die acht Lebensporträts der Juden, die als Bewerber um das Niederlassungsrecht aktenkundig geworden sind."

Links

Private Homepage von Marie-Elisabeth Rehn


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