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Rachel, Samuel

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--Ditschie (Diskussion) 09:40, 20. Apr. 2017 (CEST)

Samuel Rachel (auch: Rachelius) war ein deutscher Rechtswissenschaftler, Bibliothekar und Diplomat.

Samuel Rachel

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Angaben

  • Geburtsdatum: 06.04.1628 in Lunden;
  • Todesdatum: 13.12.1691 in Friedrichstadt;
  • sein Vater war Mauritius Rachel, der 1614 Kantor an der Gelehrtenschule in Husum und 1616 Diakon in Lunden wurde;
  • seine Mutter, Margaretha Tetens, die aus Husum stammte, wurde in Lunden mit seinem Vater vermählt;
  • sein Bruder Rachel, Joachim war ein deutscher Satiriker, genannt der deutsche Juvenal;
  • in erster Ehe war Samuel Rachel seit dem 02.10.1660 mit Catharina Ursula (* 13. Januar 1627 in Sierße; † 25. August 1667 in Kiel; begr. 30. August in Pfarrkirche Kiel), der Tochter des Amtmann‘s in Poppenburg und Lauenau Johannes Rothschröder und dessen Ehefrau Anna Catharina, die Tochter des Kämmerers in Wolfenbüttel und Amtmann in Lichtenberge Henrich Brödersen und der Juliana Hasenfuß, verheiratet. Aus dieser Ehe stammen drei Söhne und eine Tochter;
  • in zweiter Ehe war er seit 1672 mit Anna Stegelmann, de Tochter des Kieler Ratsherrn Jacob Stegelmann verheiratet; sie hatten 3 Söhne, Anna verstarb am 25.07.1683.

Werdegang

  • 1637 - 1639: nach dem Tod des Vaters, Besuch der Husumer Gelehrtenschule, an der sein Vater vorher einmal Rektor war;
  • 1639 - 1648: Besuch des Gymnasium in Bordesholm (der Besuch wurde durch den Schwedenkrieg unterbrochen, in dieser Zeit hielt er sich in Hamburg auf und lernte am dortigen Johanneum weiter);
  • 1648 - 1651: Studium der Philosophie und der Theologie, später Fortsetzung des Studiums der Rechtswissenschaften;
  • 1651: Fortsetzung des Studiums an der Universität in Leipzig und der Universität in Jena;
  • nach diesen Studiengängen hielt er sich ein Jahr bei seiner Mutter auf und wurde dann vierter Lehrer an dem Gymnasium in Bordesholm;
  • darauf wurde er Hofmeister zweier junger adeliger Herren von Streithorst, mit diesen ging er auf die Universität in Helmstedt und blieb dort zwei Jahre. In dieser Zeit hörte er Vorlesungen des Professors Conring über Staatsrecht und er wurde mit seinem Landsmann Professor G. Calixt näher bekannt;
  • 1658 - 1665: Ernennung zum Professor der Moralphilosophie an der Universität Braunschweig;
  • 1665: nach der Errichtung der Kieler Universität wurde Samuel Rachel durch den herzoglichen Minister von Kielmannsegge an die Universität berufen, hierzu siedelte er nach Schleswig über und war von dort aus bei der Errichtung der Universität beteiligt. Er wurde Professor des Natur- und Völkerrechts an der juristischen Fakultät und zudem Bibliothekar der Kieler Universitätsbibliothek;
  • 22.01.1666 Promovierung zum Doktor der Rechte;
  • 1668 zweite juristische Professur
  • 1677 Wahrnehmung von diplomatischen Aufgaben seines Dienstherrn Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf;
  • 1680: gab er seine Professur an der Kieler Universität auf und wurde Staatsmann und hierbei vielfach in verschiedenen diplomatischen Aufgaben verwendet;
  • 1680 wurde er zum Staller (Amtmann) von Eiderstedt ernannt;
  • 1684 wurde ein königlich ernannter Staller von Eiderstedt ernannt und Samuel Rachel übernahm Gesandtschaftsreisen nach Dresden, Regensburg und Nürnberg;
  • 1689 wurde er wieder in seinem Amt als Staller von Eiderstedt eingesetzt und verblieb in diesem Amt bis zu seinem Tod.

Wirken

Als Professor ist er vielfach schriftstellerisch tätig gewesen. Außer einer Reihe akademischer Disputationen erschienen von ihm diverse Lehrbücher. Auf Grund der Streitigkeiten seines Dienstherrn Christian Albrecht von Schleswig Holstein-Gottorf mit dem König Christian V. von Dänemark und Norwegen, verfasste er mehrere Staatsschriften. Als Anhänger der juristischen Auffassung von Hugo Grotius war er ein Gegner des Samuel von Pufendorf und gilt als einer der ersten Mitgestalter der Lehre des Natur und Völkerrechts.


Schriften

  • De offciis: libri tres. 1668
  • Aristiotelis Ethieorum ad Nicomachum libri decem cum Dionysii Lambini versione latina, accesserunt huic editioni loca parallela ex Magnis moralibus, Eudemiis, Politicis, Rhetoricisque libris Praemissa est in universam Aristotelis philosophiam moralem introductio. Helmstedt 1660
  • Tractatus de duellis. 1670
  • Introductio in jus Germanum. Amsterdam 1680 und 1685.
  • Institutionum jurisprudentiae libri IV. Kiel 1681.
  • De jure naturae et gentium. Kiel 1676, Washington 1916.
  • De principio aclionum moralium liber in septem disputationes publieas. Helmstedt 1664.
  • M. T. Cicero: De ofliciis libri tres et in illos Samuclis Rachclii J.U.D. (…) Commentarius. Frankfurt am Main und Kiel 1668, Amsterdam 1686. Ausführlich, in der Theologie und denen Rechten wohl-begründetes Bedencken über zwo Haupt-Fragen: 1. Ob die gewaltsame Occupirung d. Hertz. Schlew︣ig … d. 30. May a. 1684 jure belli oder sonsten könne justificirt u. behauptet werden? 2. Was von der Eydesleistung … 1685
  • Ciceronis de officiis cum comm. philosophico- juridico. Helmstedt 1661, 1668, 1686. Wahrhafter Bericht desjenigen, was zwischen ihrer königl. Majestät zu Dennemark und des mitregierenden Herzogs zu Gottorf hochfürstlicher Durchlauchtigkeit a. 1675 zu Rendsburg und nachgehens vorgekommen. 1677.
  • Apologia causae et scriptorum Gottorfiensium. 1679.

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