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Petersen, Johannes

Aus Dithmarschen-Wiki

Johannes Petersen

Meldorpio-Dittmarsus. Anno 1663 den 22 Decembr. ist er von Claus Peters, Ammts-Beckern und Brauern in Meldorf, und Margaretha, geborenen Hennings, zur Welt gekommen. In schola patria legte er die fundamenta in pietäte & litteratura, zog darauf 1682 auf die Academie zu Jena, und nachdem er von da retourniret, hatte er 1689 das besondere Glück, da er schon vorhero zu Rensburg nach Absterben des Hrn. Probsten von Stöcken das Gnaden-Jahr verwaltet, daß er von Seiner Excell. dem Königl. Dänischen Envoye, Hr. von Stöcken, als ein Cabinet-Prediger mit nach Münster genommen wurde. Gott wieß ihm auch bald ein geruhig Stück Brod an, und half ihn von einer Gemeinde zur anderen, so daß er von einer schlechten Pfarre endlich zu einer grossen befördert wurde. Denn anno 1692 den 20. Sept. kam er als Diaconus nach Hemmingstedt. Anno 1694 den 28 Apr. wurde er Diaconus zu Alversdorp. Darauf kam er 1697 den 5. Octob. als Diaconus nach Marne, und wurde endlich 1702 den 3. October per unanimia vota als Pastor von der Gemeinde gewählt. Anno 1693 den 28. Nov. trat er mit Beata, Hr. Henr. Biesters, gewesenen Pastoris zu Meldorf, hinterlassenen Tochter, in den Ehestand, mit welcher er 5 Kinder gezeuget, als: Margaretha Johanna, Hinrich Gottlieb, Beata Catharina, Paul Nicolaus, und Coecilia Beata. Die letzte Jfr. Tochter wurde 1728 den 22. Jul. an Hrn. Jo. Aegid. Stemann, Königl. Land-Voigt und Proviant-Commissair auf der Vestung Helgeland, verheiratet. Als ihre seel. Frau Mutter 1729 den 11 Febr. mit Tode abgegangen, kam sie herüber, um deren Körper mit zur Ruhe zu bringen. Sie wurde aber von Geburths-Schmerzen übereilet, gebahr zwar am 16. Mart. ein todtgebohrnes Töchterlein, muste aber den 19 dito die Augen darüber zuthun, da sie sammt ihrem Kinde nebst ihrer seel. Fr Mutter am 22 dito zugleich in ein Grab gesencket wurde. Die übrigen Töchter sind alle bei Gott, und dem Vater aus der Sterbligkeit vorgegangen. Anno 1718 im Januario bald nach der grossen Überschwemmung wurde unser Hr. Pastor nach Gottes Willen an der lincken Seiten vom Schlag gerühret, so daß er seitdem niemals wieder in die Kirche kommen, predigen oder sein Amt verwalten können. Auf sein Ansuchen wurde ihm dann cum consensu Ecclesiae 1724 den 2. Jul. sein Hr. Sohn, Hinrich Gottlieb, ad dies vitae adjungret. Endlich da ihm seine treue Ehegattin, die recht seine süsse Lebens-Gesellin und Pflegerin gewesen, abgestorben, sehnte er sich auch nach einem seeligen Ende, welches ihn sein Gott 1729 den 26 Nov. des Nachmittags etwa um 3 Uhr gab. Seine Augen habe ich ihm im Tode zugedruckt, und da er 1730 am 3 Januar. des Abends begraben wurde, die Parentation im Hause gehalten. Der wohlseel. Hr. Senior und Pastor hatte zu seinem Symbolo erwehlet die Worte Davids aus dem 71 Psalm v. 7. Ich bin vor vielen wie ein Wunder, aber du bist meine Zuversicht.


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