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Notgeld

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Siebdruck 1969 von Jens Rusch: Notgeld
Siebdruck 1969 von Jens Rusch: Notgeld
Siebdruck 1969 von Jens Rusch: Notgeld "Kriegsgefangenen-Empfang"
Notgeld. Zeichnung von Nikolaus Bachmann
Lunden


Lunden, Frontansicht

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung des Notgeldes

In Krisenzeiten geben Länder, Städte, Gemeinden, Firmen oder Privatpersonen oft eigene Zahlungsmittel aus. Diese sind als Ersatzgeld zu betrachten. Es wird dennoch oft bevorzugt, da es etwa an Kleingeld mangelt oder während einer Hyperinflation nicht schnell genug Geldscheine gedruckt werden können. Das Vertrauen in wertbeständiges Notgeld ist in Kriegs- und Krisenzeiten oftmals größer als in offizielles Geld.

Notgeld wird nicht nur in den jeweiligen Landeswährungen ausgegeben. Es gibt auch Anspruch auf Waren, sowie aktuelle und historische Währungen, etwa: Roggen, Weizen, Zucker, Kohlen, Holz; Goldmark und US-Dollar.

Neben den üblichen Geldformen Münze, (Notmünze) und Banknote|Geldschein kamen und kommen auch verschiedene Ersatzmaterialien wie Porzellan, Pappe, Leder, Presskohle, Seide oder Leinen zum Einsatz. Auch Briefmarken (etwa als Briefmarkenkapselgeld), Spielkarten, Schecks und ähnliche Vorlagen werden zu Notgeld umfunktioniert.

Viele Gegenstände kommen zufällig in Gebrauch. Sie tragen keine Wertangabe, sondern stellen in sich selber den Wert dar. Ihr Tauschwert ergibt sich aus Angebot und Nachfrage.

Notgeld wird nur als Zahlungsmittel gebraucht, nicht zu Kreditzwecken.

Deutsches Notgeld zur Zeit des Ersten Weltkrieges

Swore Tied / Schwere Zeiten

Eine besonders große Menge von Notgeld wurde im Deutschen Reich in den Jahren während und nach dem Ersten Weltkrieg und während der Hyperinflation 1923 ausgegeben. Das Horten von Silbermünzen (durch die Inflation war ihr Materialwert höher als der Nominalwert) und der Metallbedarf der Kriegsindustrie führten zu Kleingeldmangel. Städte, Gemeinden, Kreise und Privatfirmen sprangen in die Lücke und deckten den Bedarf mit eigenen Ausgaben, für den Geldumlauf bestimmten „Verkehrsausgaben“. Die große Anzahl von variantenreich gestalteten Geldscheinen mit viel Lokalkolorit erweckte bald auch das Interesse von Sammlern, was dazu führte, dass viele Notgeldscheine gar nicht mehr für den Umlauf, sondern eigens für die Sammler gedruckt und ausgegeben wurden. Solche Scheine werden „Serienscheine“ genannt. Das Notgeld wurde teilweise mit aus heutiger Sicht äußerst fragwürdigen regionalen Besonderheiten bedruckt. Die Kleinstadt Sternberg im heutigen Mecklenburg-Vorpommern etwa druckte nach dem Ersten Weltkrieg Geldscheine, auf denen eine Hostienschändung durch Juden zu sehen war, die sich dort im Jahre 1492 ereignet haben soll. Das deutsche Notgeld des Ersten Weltkrieges lässt sich in zwei Perioden unterteilen: erste Periode der kleinen Nominalen bis etwa 20 Mark um 1916 bis 1919 und zweite Periode ab etwa 1921 mit hohen Nominalen, bis in den Billion-Mark-Bereich. Außerdem gab es im Sommer 1923 Dollar- und Goldmarkbezeichnungen als „wertbeständiges Notgeld“, oder auch Schatzanweisungen. Zeitweilig zirkulierten noch Kupons von Kriegsanleihen um 1918. Quelle: Wikipedia

Dusenddüwelswarf

Notgeld nach dem Zweiten Weltkrieg

Zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Währungsreform galten in Deutschland Zigaretten als inoffizielles Zahlungsmittel. Die Einheiten waren ein Päckchen oder eine Stange.

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