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Norderwöhrden

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 13:09, 4. Sep. 2016 (CEST)

Norderwöhrden ist eine Gemeinde in Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 3 m ü. NHN
  • Fläche: 18,47 km²
  • Einwohner: 291 (Stand: 30.06.2015)
  • Postleitzahl: 25746
  • Vorwahlen: 0481, 04833, 04839
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Kay Uwe Evers (FWN)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Norderwöhrden


Geografie

Lage

Norderwöhrden liegt im Westen Dithmarschens, nur wenige Kilometer westlich von Heide. Der Ort ist umgeben von Kohl-, Raps- und Getreidefehldern soweit das Auge sieht.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen

  • Dellweg,
  • Edemannswurth,
  • Edemannswisch,
  • Nannemannshusen,
  • Oeverwisch,
  • Poppenhusen,
  • Wennemannswisch und
  • Wellinghusen.

Nachbargemeinden

  • Oesterwurth,
  • Neuenkirchen,
  • Wesseln,
  • die Stadt Heide,
  • Lohe-Rickelshof,
  • Wöhrden und
  • Wesselburener Deichhausen

Politik

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft FWN seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft NWLN hat zwei Sitze.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • 1559 entstand Norderwöhrden, nachdem die Dithmarscher 1559 in der Letzten Fehde ihre Unabhängigkeit verloren hatten und die Bauernrepublik Dithmarschen in einen Nord- und einen Südteil getrennt wurde. Das alte Kirchspiel Wöhrden lag auf der Grenze, so dass der Wöhrdener Stadtkern mit Süderwöhrden in Süderdithmarschen lag, das Wöhrdener Hinterland als Norderwöhrden zu Norderdithmarschen kam.
Mühle in Wennemannswisch
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass es im heutigen Ortsteil "Dellweg" 36 Einwohner gab, die Kinder gingen in Tiebensee zur Schule. Dellweg gehörte seinerzeit noch zur Bauerschaft Tiebensee
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass es im heutigen Ortsteil "Edemannswisch" 74 Einwohner gab, die Schule wurde von 30 Kindern besucht. Im Ort gab es einen Krüger, 1 Schmied sowie eine holländische Windmühle.
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass es im heutigen Ortsteil "Edemannswurth" 31 Einwohner gab, die Kinder gingen in Edemannswisch zur Schule. Im Ort gab es einen Krüger.
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass es im heutigen Ortsteil "Nannemannhusen" 24 Einwohner gab, die Kinder gingen in Wellinghusen zur Schule.
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass es im heutigen Ortsteil "Oeverwisch" 53 Einwohner gab, die Kinder gingen in Wennemannswisch und in Lohe zur Schule. Die Krügerei im Ort hieß Ellernhaus.
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass es im heutigen Ortsteil "Poppenhusen" 91 Einwohner gab, die Kinder gingen in Edemannswisch zur Schule.
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass es im heutigen Ortsteil "Wellinghusen" 90 Einwohner gab, die Schule wurde von 10 Kindern besucht.
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass es im heutigen Ortsteil "Wennemannswisch" 153 Einwohner gab, die Schule mit einer kleinen Schulbibliothek wurde von 40 Kindern besucht. Das damalige Schulgebäude war vorher eine kleine Kapelle, die nach der Reformation in eine Schule umgewandelt wurde. Der Ort lebte damals überwiegend von der Viehzucht und es gab weiterhin eine Schmiede.
  • Am 01.04.1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Norderwöhrden aufgelöst. Ihr Gebiet wurde in die Gemeinde Norderwöhrden überführt.
  • 1960 wurde der Ortsteil Edemannswisch an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen.

Persönlichkeiten

  • Schoof, Carl-Friedrich (* 26.08.1914 in Wellinghusen; † 02.12.2002 in Büsum) war ein deutscher Politiker (CDU).
  • Hansen, Reimer (* 29.01.1853 in Wellinghusen; † 02.10.1926 in Bad Oldesloe) war ein deutscher Lehrer und Heimatforscher.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nachfolgendes Gewerbe hat sich in Norderwöhrden angesiedelt:

Einkäufe, die nicht im Hofladen getätigt werden können, sind aufgrund der Nähe zur Kreisstadt Heide überhaupt kein Problem. Dort können auch die entsprechenden Schulen besucht werden und dort ist die ärztliche Versorgung sicher gestellt; einen Kindergarten gibt es in Wöhrden.


Sehenswürdigkeiten

Wellinghusen

Im Ortsteil Wellinghusen wurden bei Ausgrabungen 1994 festgestellt, das Ende des 7. Jahrhunderts eine Siedlung mehrerer Wohnstallhäuser auf einem bis zu 1,80 hohen Uferwall nahe eines Prieles, über den eine Brücke führte, entstanden war. Dadurch gehört Wellinghusen zu den am besten erhaltenen und archäologisch dokumentierten frühmittelalterlichen Dorfwurten in Schleswig-Holstein. Vor dem Siedlungsbeginn wuchs dort vermutlich Schilfrohr auf der Wurt, nach der Besiedlung wurden dann, saisonal bedingt, im Sommer die Äcker mit Hafer, Gerste und Leinanbau betrieben; die umliehgende Salzmarsch wurde als Viehweide für Rinder, Schafe und Pferde genutzt.

Im frühen 9. Jahrhundertwurden die einzelnen Hofplätze auf bis zu 3 m hohen Wurten erhöht. Dabei wurde dann der Priel mit Mist verfüllt, so dass eine größere Dorfwurt entstehen konnte.

Im 10. Jahrhundert wurde nochmals durch einen Wurtenausbau auf 4 m erhöht.

Insgesamt wuchs die Wurt im Laufe der Zeit auf 7,20 m an und hatte einen Durchmesser von 250 Meter. Wellinghusen entstand im 12. Jahrhundert nördlich der ursprünglichen Siedlung.


Weblinks


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