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Bachmann, Nikolaus

(Weitergeleitet von Nikolaus Bachmann)

Auch Nicolaus oder Niclas Bachmann geschrieben.


Mit freundlicher Genehmigung der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek
Foto wurde von Volker Arnold bearbeitet für die Ausstellung „Bachmann in Amerika“. Die Aufnahme entstand vermutlich auf dem Heider Bahnhof.


Inhaltsverzeichnis

Museumsberg Flensburg

Mit freundlicher Genehmigung: Museumsberg Flensburg. "Blick auf Wesselburen"

Bitte beachten Sie, dass die Bildrechte generell bis 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers bei diesem bzw. seinen Nachfahren und Rechtsnachfolgern liegen. Diese sind nicht zwingend identisch mit den Besitzern seiner Werke. Im Fall Bachmann besitzt das Museum "Museumsberg Flensburg" lediglich die Rechte an der fotografischen Reproduktion, nicht am Werk selbst! Bei der Nutzung dieser Abbildungen ist dringend eine Anfrage an das Museum zu richten!

Notgeld. Zeichnung von Nikolaus Bachmann
Fotostudien. Infotafel von Dr. Volker Arnold

Biographie

(17.11.1865 - 10.02.1962). Kunstmaler und Bildhauer.

Informationen fehlen

  • In diesem Abschnitt fehlen wichtige Informationen zu den Stationen im Leben von Nikolaus Bachmann
    Du kannst Dithmarschen-Wiki helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.

Fotos

Bachmann.jpg

Nikolaus Bachmann arbeitete wie viele Maler seiner Zeit nach selbstgemachten Fotos. Da er, seiner Neigung entsprechend, versuchte Zeitgeist zu dokumentieren, ist auch sein Fotoarchiv eine Schatztruhe. Oft stand ihm sein eigener Vater, wie hier im Bild rechts, dabei Modell. Qualitativ entsprechen seine Fotos durchaus dem Backens-Archiv, haben aber einen deutlich künstlerischeren Impetus, der besonders beim "Arrangieren" der Situationen spürbar wird. --Jens Rusch 08:08, 29. Apr. 2008 (CEST)

Gemälde

Die abgebildete Arbeit "Jörn Uhls Heimat" Öl/Lwd 47 x 63 cm befindet sich im Besitz der Galerie Klinger/Föhr

Links und Kontakte

  • DigiCult Einige Abbildungen von Gemälden im Museumsbesitz
  • Galerie Klinger
  • 25938 Nieblum/Föhr
  • Fon: +49 (0) 4681 /15 11
  • Fax: +49 (0) 4681 /15 11

Galerie Klinger/Föhr

Nekrolog 1

„Onkel Niclas!“

Gedächtnisrede des Heider Ehrenbürgers und Bürgervorstehers Adolf Stein am Sarge Nicolaus Bachmanns

Ins Hochdeutsche übertragen von Bernhard von Oberg

Mein lieber Onkel Niclas Bachmann, Ehrenbürger der Stadt Heide, Träger der Lornsen-Kette, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenmitglied aller Vereine, die die plattdeutsche Art und Weise hegen und pflegen!

Alle alten Freunde sind hier zusammen gekommen, mit allen Fahnen, die dir immer voraus getragen wurden, wenn es ans Feiern ging. Nun sind sie alle gekommen, um Dich noch einmal zu ehren und Abschied von Dir zu nehmen.

Lieber Onkel Niclas, unser Herrgott hat es gut mit Dir gemeint. Er hat still Deine Hand ergriffen und Dich aus Schlaf und Traum weg geholt von allen Deinen Freunden, von dieser Welt.

Er hat Dich von Jugend an gern gehabt, hat Dir geholfen und Kraft gegeben, als junger Maler aus Dir selbst heraus etwas zu machen – und ein Künstler zu werden!

Über Deine Freundschaft mit Klaus Groth hinaus hast Du Dich angestrengt zu lernen und Dir nichts schenken zu lassen. Du bist bis an den Hof des Kaisers gekommen, aber stets der einfache Heider Junge geblieben, und nie hast Du Deine Heimat vergessen.

Aber unser Herrgott lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen. So hat auch bei Dir der Blitz eingeschlagen und hat alles vernichtet, was Dir von Bedeutung war. Aber er hat Dir dann den Weg gewiesen zur Heimat, wo Du geborgen warst. Hier hast Du wieder Wurzeln geschlagen. Hier warst Du zu Haus! Hier hast Du Dich als Künstler in Deiner Heimat wieder gefunden und hast nicht allein dafür gearbeitet. Du hast auch alle Deine Kraft eingesetzt, wo es galt, die plattdeutsche Art und Weise zu pflegen.

Überall warst Du zu finden und hast viele Helfer und Freunde gefunden, die Dir zur Seite standen. Ganz gleich, ob es ums Boßeln ging, ob die Eggenfeste zu feiern waren. Du warst überall dabei.

Und nun stehen sie alle bei Dir. Die Fahne senkt sich nun über Deinem Sarg. Dich zu ehren und um Dich ein letztes Mal zu grüßen.

Nun findest Du Deinen Platz bei Deinen Eltern, die Dich und die Du so lieb hattest. Du bist nun wieder bei Deinem Vater, der Dich mit über Land genommen hat, als Du noch ein kleiner Junge warst, und der all die schönen Schleswig-Holstein-Lieder mit Dir gesungen hat, und bei Deiner Mutter, die sich so um Dich gesorgt hat.

Wir aber werden Dich dort suchen, um Dir für all das zu danken, was Du für unsere Heimat getan hast. Dieser Platz bei Vater und Mutter wird immer wieder von uns aufgesucht werden, um leise mit Dir zu schnacken, Dir zu danken und Dir zu versprechen, in Deiner Art weiter zu arbeiten. So bleibst Du uns lebendig und wirst nicht vergessen.

Schlafe in Gottes Segen, Onkel Niclas!

In seinem Heimatort Heide und in dem Haus, in dem er 97 Jahre vorher geboren wurde, schied Nicolaus Bachmann, der Maler, Bildhauer und Illustrator, Ehrenbürger der Stadt Heide seit dem 13. November 1925, im Februar 1962 still aus dem Leben. Niemand hat davon gewusst, bis ein naher Freund ihn besuchen wollte und ihn dort liegend fand.


Nekrolog 2

Ein treues Herz hatte aufgehört zu schlagen.

Drei Tage vor der Hamburger Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 strahlte der NDR einen Nachruf auf Nicolaus Bachmann aus, verfasst von Professor Dr. Alfred Kamphausen.


In seinem Heimatort Heide und in dem Haus, in dem er vor 97 Jahren geboren wurde, ist Nicolaus Bachmann, der Maler und Bildhauer, still aus dem Leben geschieden. Niemand hat davon gewusst, bis ein naher Freund ihn besuchen wollte und ihn dort liegend fand. Ein treues Herz hatte aufgehört zu schlagen.

Treu war er, unser Nicolaus Bachmann, treu allem, was in seinem Lebensraum stand, treu seiner Malerei, die er bis in die letzten Jahre besonders als Porträtist übte, treu seiner Geburtsstadt Heide, die ihn zum Ehrenbürger erhoben hatte, treu seinem Land Dithmarschen, an dessen Sorgen und Festen er immer noch teilnahm, treu dem Schleswig-Holsteinertum, von dessen Kundgebungen er keine versäumte.

Zu seinem 90. Geburtstag hatte ihm der Schleswig-Holsteinische Heimatbund mit der Verleihung der Lornsenkette geehrt, die er neben dem Bundesverdienstkreuz gern trug.

In allem war Nicolaus Bachmann unermüdlich. Er ist in seinem Leben zwar keiner der ganz Prominenten geworden, aber nicht der Ruhm, sondern der Inhalt war es, wovon er zehrte, und Inhalt, sehr buntfarbigen Inhalt hatte sein Leben in Fülle.

Maler, Stubenmaler, sollte er nach elterlicher Meinung werden (Anmerkung: ein Neffe des Dichters Klaus Groth war sein Lehrherr), aber er sah sich bald in einer privaten Hamburger Kunstschule um und gewann Zuversicht.

Über die Hamburger Gewerbeschule kam er zur Dresdener Akademie und dann zum Atelier Julien nach Paris. In Paris schon stellte er aus und fand positive, ermunternde Beurteilung mit einem Bild „Frühmesse in Dinant“ . Von Paris ging es nach Berlin, wo er dann den größten Teil seines Lebens verbrachte. Aber er blieb in Berlin der Schleswig-Holsteiner, seine Bilder beweisen es.

Er malte den Dichter Klaus Groth, nachdem er ihn frohgemut in Kiel als Landsmann begrüßt hatte. Er malte für die kaiserliche Familie, weil die Augustenburgerin Auguste-Viktoria auf ihn hingewiesen war. Ein Porträt Kaiser Wilhelm II. hatte Bachmann noch immer in Heide verwahrt. Er wurde der Maler der heimischen 18. Infanteriedivision und begleitete sie im 1. Weltkrieg in das Feld (Anmerkung: „Am 31. Juli 1914 erging der Befehl: „Drohende Kriegsgefahr.“ Alle vorbereiteten Maßnahmen in und bei den Garnisonsstädten Rendsburg und Kiel, wie Besetzen der Brücken über den Kaiser-Wilhelm-Kanal und der Eiderbrücken traten in Kraft.“)

Mit freundlicher Genehmigung der Landesbibliothek Schleswig-Holstein

Nicolaus Bachmann verstand sein hohes Handwerk, er malte und lithographierte. Offen, ohne viel verborgene Hintergründe, leuchtend, nicht als Pleinair-Maler, der wie Monet die Sonne entdeckte, sondern weil es das Sonnige in ihm selbst war. Er malte im Alter am liebsten wieder von seiner Heimat Dithmarschen, von der er einst ausgezogen war, die Menschen, die er durch sein stets freundliches Wesen gewann, die Historie, die er so liebte und von der er glaubte, dass sie nicht vergessen werden dürfte, sondern weiterhin Beispiel geben müsste.

Vom Dithmarscher und Schleswig-Holsteinertum sprach er vor Jugendgruppen, Turnern und heimischen Boßel- und Ringreitervereinen, er warb und mahnte, mahnte besonders die eigene Sprache, die Sprache Klaus Groths zu erhalten.

Nagelfigur von Wilhelm Hansen. Meldorf 1916. In Figuren dieser Art wurden, vorzugsweise im 1. Weltkrieg, Nägel geschlagen, die mit einer Spende verbunden waren. Größe und Position des Nagels hingen von der Höhe der Spende ab. Für diese Figur, die in der Meldorfer Kirche aufgestellt wurde, diente offensichtlich das Hamburger Bismarck-Denkmal als Vorbild, obwohl der Entwurf des Heider Künstlers Nikolaus Bachmann Isebrand, den Helden der Schlacht von Hemmingstedt 1500 darstellen soll. Inventarnummer: DLM 22581. Dithmarscher Landesmuseum

Aber er tat es nicht, weil er etwa vom Weiteren nichts gewusst hätte. Er kannte die Welt. Noch mit 90 Jahren fuhr er zum Prado in Madrid, um Velasques Bilder wiederzusehen, weil er sie verehrte, machte den Bogen über Sizilien und durch ganz Italien, um danach munter und nie protzend nach Hause zu kommen, mit 91 Jahren flog er nach New York und Washington, mit 92 nach San Francisco.

Er war bei allem dabei, stets wach, mit leuchtenden Augen, mit echter Freude und viel Freunden. Immer war er sich seines Platzes bewusst, verdrängen konnte ihn niemand, ohne zu erfahren, wie streitbar der Alte noch war.

Nicolaus Bachmann war Junggeselle und versah bis zum 9. Februar dieses Jahres seinen Hausstand, sein ganzes Elternhaus selbst, bis zu diesem Datum reichen seine Notizen.

Aber er war nicht nur Junggeselle, sondern bis zu seinem Tode im 97. Lebensjahr jung, sang im bewegten Freundeskreis bei dem von ihm geliebten Rheinwein, den er behände herbeiholte, frohe Lieder, strahlte Frohheit aus. Die ihn kannten, und das sind sehr viele, werden von diesem, was nun Erinnerung ist, zehren, und Nicolaus Bachmann würde damit zufrieden sein.


Nekrolog 3

Nicolaus Bachmann, der Maler, der zweimal starb

Bernhard von Oberg

Wer die kleine Nachrede von Magdalena Weihmann zu Nicolaus Bachmanns 100. Geburtstag am 17. November 1965 Revue passieren lässt, erfährt Intimes über den Heider Maler, der die große Zeit seines Künstlerlebens für bessere Kreise in Berlin gearbeitet hatte.

Da ist ein Junge, hineingeboren in das Zeitalter der Postkutschen, dessen Eltern, einfache Leute, ihn auf der Nachbarschaft das Handwerk eines Stubenmalers erlernen lassen wollten. Sie hatten jedoch, folgt man den Ausführungen von Magdalene Weihmann, nicht mit jener Begabung gerechnet, die ihm die Götter mit auf den Lebensweg gegeben hatten. Den Dithmarscher zog es hinaus in die Welt.

Seinen 50. Geburtstag verbrachte im November 1915 er als Kriegsmaler in der Champagne im Schützengraben, „ein Umstand“, wie er an eine Heider Brieffreundin schreibt, „den ich mir früher nicht habe träumen lassen“. Bachmann überlebt den Hexenkessel sowie den anschließenden Bürgerkrieg in Berlin. Die Verbindung zur Heimat hält er. 50 Jahre später notiert Magdalene Weihmann:

„Im Februar 1962 starb Nicolaus Bachmann. Still und allein ging er aus der Welt. Am 17. November sind 100 Jahre vergangen, dass er seinen Weg begann. Auf der Westerweide, in dem ältesten Ortsteil von Heide, stand und steht noch – wenn auch mit neuer Fassade – das Elternhaus. Von hier aus mit Stationen in der Malerwerkstatt von Meister Fehrs auf dem nahe liegenden Northpool, ging sein Weg in die Welt hinaus und nach vielen Jahren wieder dorthin zurück.“

Bachmann, der (1913) fest von seiner Kunst überzeugt ist und im Mai 1914 aus Paris, wo er 20 Jahre zuvor gelebt hat, begeistert nach Heide schreibt mit dem Zusatz „wir unterhalten uns nach meiner Rückkehr“, hat die Nabelschnur nach Dithmarschen nicht abreißen lassen. Mal war es ein Schauspiel Hebbels, das ihn 1913 erinnerte, mal die Klaus-Groth-Feier 1914, die ihn nach Heide führte. Doch es dauerte Jahrzehnte, bis er zum Sterben in seine Heimat kam.

Weihmann: „Was dazwischen liegt war das Leben eines unruhigen, aber dennoch stark im Herkömmlichen gebundenen Menschen, dem die Götter eine große Begabung geschenkt hatten, dem sie aber den genialen Funken vorenthielten. So erreichte der begabte junge Bachmann mit Fleiß und Ausdauer seinen Platz unter den bedeutenden Malern Schleswig-Holsteins.“

Er zog sich nicht in einen Schmollwinkel zurück, nahm regen Anteil am Gemeinwesen, reiste im hohen Alter noch mit dem Flugzeug nach Amerika. Doch Bachmanns eigentliche Schaffenszeit als Künstler schien abgelaufen. Sein Leben war Legende. Der Landkreis zahlte ihm eine Rente.

Weihmann: „Erinnerungen an die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens sagen wenig über ihn als Menschen aus. In seiner Vaterstadt war er zu einer legendären Gestalt geworden, die mit zunehmendem Alter und als Ehrenbürger von Heide im Straßenbild und bei jeder Veranstaltung einfach ‚dazu gehörte’.“

An dieser Stelle scheint sich mit Bachmanns Lebenswerk etwas vollzogen zu haben, was selbst seinem Freund Groth gegen Ende seines Lebens widerfahren war: Die Menschen für die Groth seine Verse geschmiedet hatte, lebten nicht mehr. Die Nachfahren zuckten nur mitleidig die Achseln, wenn die Rede auf den Quickborn kam. Von „Andacht“ und „innigem Verständnis“, wie Groth es erwartete, war keine Rede mehr. Groth argwöhnte, man wolle sein Lebenswerk lediglich „ausschlachten“. Er wurde „schroff“ und „unzugänglich“.

Auch Bachmann überlebte nach Beobachtung von Magdalene Weihmann seinen eigenen Ruhm, war – wie Groth – leicht verletzlich und fühlte sich übergangen:

„Im Grunde aber war der betriebsame ’Alte’ ein einsamer Mensch, der, leicht verletzlich, sich von der Zeit und seinen Zeitgenossen als Künstler übergangen fühlte. Ihm geschah, was nicht unbedingt als ein Glück bezeichnet werden kann: Er überlebte in den zwei Generationen, die nach ihm gekommen waren, seinen eigenen Ruhm.“

Ebenso groß wie – frei nach Peter Handkes Erzählung „die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1970) die Angst des Künstlers vor dem Abseits. Am Ende starb Nicolaus Bachmann, der Maler, zweimal:

Weihmann: „Es gibt nichts im Leben, was menschlicher wäre als dies, aber auch nichts, was für einen alt gewordenen Künstler schmerzlicher ist, als vor seinem Tode aus dem eigentlichen Spiel seines Lebens ausscheiden zu müssen.“


Nekrolog 4

Magdalena Weihmann


Nekrolog 4

Nicolaus Bachmann

17. November 1865 - 12. Februar 1962

Wa faken bemöt uns de Dod in’t Leben, wa mennigmal staht wie un weent, so wedder en dahin gahn is in de anner Welt. – Niclas Bachmann weer an de 97 Johren old, as he sik op sin letzte Reis’ mak. En widen Weg weer he gahn vun de lütt Kat’ op de Westerweid’ in de Norderegg vun Heid, öwern Notpool bi Malermeister Jacob Fehrs, na Hamborg rop, wo em de grote Welt bemöten dä un de Gewerbeschooldirektor Stuhlmann (Anmerkung: Prof. Dr. Ernst Johann Adolph Stuhlmann 3.8.1838 – 19.11.1921). De Lehrer is dato k ween, de fakenins sehn hett, dat in Niclas Bachmann mehr as en Anstriker insteek. Stuhlmann broch de junge Heider Maler op’n Weg.

He keem op Schoolen na Dresden un Berlin, in de Stadt, women he denn ok lange Jahren bihangen bleben is. Vun Berlin gung sin Reis’ noch mol vörn Jahrstid na Paris, wo he sik op Akademien un bi anner Malerslüd umkeek. Berlin weer awer sowat as sin Warksted war, dor hett he se all in’t Bild brocht, de Damen un de Herren, de Börgerslüd un de Fürsten.

Klaus Groth harr em den Weg in disse Welt lik makt, denn as Bachmann 1892 in Berlin den Bildensnieder un Bildenhauer Tietjens ut Alversdörp in Dithmarschen bemöten dä, bröcht he nu ok de beiden Heider in Kiel tosamen, de öllerhaftige Dichter und de junge Maler.

Groth, de wat eensam warn weer, keem mit Niclas Bachmann ut de Heid’ noch eemal dato le Lengen an na: „de blauen Höchden oppe Geest – na de Marsch, wenn in Harwst un Winter de Storm sus’ un in Summer de Rappsaat blöh un de Lurken sungen“. Dat weer meist as keem’n de Lüttenheider un de Westerweider in dat Hus an Swanenweg in Kiel tohopen. Sodennig hett Bachmann in den Winter 1892-93 dor dat erste Bild vun Klaus Groth malt – bet hento 1960 hung dat in’t Heider Rathus -, to sin Tid weer dat mit Klaus Groth sin Vörsprak in de Kieler Kunsthalle utstellt. Dat Bild hett unse Heider Malersmann alle Dören open makt, vun dar an gung sin Weg likto in de Höchde. Opdräg kem’n und Arbeid vör mennig Jahr. Nu wessel sick dat aff bi em, mit reisen in de Welt bet hento na Afrika un Amerika, mit Arbeid in Berlin und besöken in de Heid. Dorbi kreeg Niclas Bachmann sin Ogen open un de wide Sicht, de Marschenkinner mennigmal to egen is.

Ümmer wedder hett de junge Heider versöcht, Klaus Groth opt’t Bild fasttoholen. Noch en Jahr vör sin Enn’, Groth weer all hoch in de Söbentig, dor is dat grote Gemälde vun em, wat nu in’t Heider Museum op Lüttenheid hangen deiht, fardig malt. Dat Bild iss muck, awer de Gestalt vun den Dichter lett all so’n beeten möd un fsits vun’t Leben. To de Ti dis awer ok dat bekante Halvbild vun em in Stehen rillt un op Papier drückt. Da hebbt wi Klaus Groth as he sachtens utsehn hett, frisch und likers weekmödig un geruhig.

Niclas Bachmann weer all op de letzte Stremel vun sin Weg, in’t 94. Jahr vun sin Leben, dar hett he noch enmal mit fine un sekere Hand Klaus Groth sin Kopp in Ton Form un Gestalt geben. In Bronze gaten ist dat inlaten op den Gedenksteen in de „Niede Anlag“ vun de Heid.

In Berlin harr de Meister veele Jahren Hus un Arbeidsted, harr grote un vörnehme Lüd in’t Bild sett, harr Reisen makt dör de wide Welt, ower de Heimat leet em nich los. Desülwige Mann, de fort gung ut Vaderstadt un Vaderhus, dar buten brenn’ sin Seel vör Lengen na de Heimat. Un wenn em dat wedder mal na’t Norn dreef, na de lütt Kat’ in de Eck op de Westerweid’, denn so höll sin Pinsel oler Bliant mit rasche Hand und wenig Streken all dat fast, wat em tidslebens Tohus um Heimat weer. – Disse Biller weern awer nich vör de Welt makt, un wenn een hüt mal mank de lütten un finen Teknungen blädern deiht, so lett dat es en Ahnen vun Heimweh un Lengen. Allens is so sachen un lisen, so lewlig as unse ole Sprak.

Wat Niklas Bachmann ümmer in de Heid malt hett, sin Öller nun de Frünn’, de Sünnabendmarkt un de Stig na’n Dellweg rop, dat Hawerfeldt in Tiebensee un de Barken op de Heiloh in’n Wind, de Marsch un de hoge Heben daröwer, de blaue Dunst öwer Geest un Moor – dat lett allens as in’n Spegel. Dor is wat fastholn as ut unse egen Seel, wo wi sülben ni Ton noch Hand vör hefft dat kundtomaken.

Nu hett he Pinsel un Handwerkstüg ut de Hand leggt, sin Weg is to Enn’. Dat Leben is em – un he is dat Leben nix schüllig bleeben. Nich telln kann een dat, wat sin Ogen sehn uns in Hann’ fastholen hefft mit Bliant oler Farv un wat in Ton Gestalt kreeg. Wat Klaus Groth in’n Wör faten kunn, broch Niclas Bachmann in’t Bild, un wenn een seggt, he hett sin Heimat, de sin Born weer, in Gold sett, so is dat ni öwerdreben.

Jörn Uhls Heimat Öl/Lwd 47 x 63 cm

Hüt bögt wi uns in Ehrfurcht vör den Mann, de swar to drägen harr an sin Leben un an sin Kunst, de dat Lengen na Vaderhus un Modersprak ni loslaten hett. He is opsteggen as en Stern an Heben, uni s sunken as de Sünn sinkt, mählig – achter de Wulken.

Opletzt war dat still un eensam um Niclas Bachmann, um den Ehrenbörger von unse Stadt Heide. Awer dat gifft Minschen, de in de Vergangenheit leben künnt, un he hör dorto; sin Hart weer nich lerrig dörch disse Welt gahn.

„As man em funn, morgens – inslapen op sin Bett un nich wedder opwakt, dor harr sin Gesicht wat, as man’t nich wedder süht, vun Freden oder Blidheit, as harr Lachen un Liden sik darop tosamen utglikt.“ Magdalena Weihmann


Siehe auch:


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