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Neulandhalle

Aus Dithmarschen-Wiki

Neulandhalle Foto: Klaus Jürgen Horn
Schilder.jpg
Fresken von Otto Thämer


Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

Klug lobt Gedenkstättenarbeit / Gespräch im Ministerium zur Neulandhalle

KIEL. Kulturminister Dr. Ekkehard Klug hat heute (30. Juni 2011) das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern in Schleswig-Holstein hervorgehoben, die sich um den Erhalt von Gedenkstätten kümmern, die an die Verbrechen der NS-Zeit erinnern und mahnen. "Die Pflege unseres kulturellen Erbes muss auch Irrwege erfassen", sagte Klug. Diese Bürgerinnen und Bürger sähen sich als mitverantwortlich für die Erinnerung an ein schweres gemeinsames Erbe: "Das ist auf lange Sicht wirkungsvoller als staatlich verordnetes Gedenken."

Der Minister hob in diesem Zusammenhang im Kieler Landtag die Arbeit der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten hervor. Sie verbinde alle Elemente der Wissens- und Bürgergesellschaft. Derzeit bemühe sich die Stiftung um eine Bundesförderung für besondere didaktische Ansätze der Gedenkstätten, zum Beispiel mit Blick auf die weitere Nutzung der Neulandhalle im Dieksanderkoog. "Ich teile die Auffassung, dass sich das Gebäude für die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus eignet", sagte Klug. Er sei daher gerne dem Wunsch des Kreises Dithmarschen gefolgt, diese Überlegungen beratend zu begleiten.

Der Kulturminister lädt nach der Sommerpause Vertreter der Landtagsfraktionen und der Kirche, Wissenschaft und Gedenkstätten ins Ministerium für Bildung und Kultur ein, um "gemeinsam auszuloten, welche weiteren Schritte möglich sind, die Neulandhalle zu einem Ort der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu machen".


Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung und Kultur | Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431 988-5815 | E-Mail: thomas.schunck@mbk.landsh.de | Medien-Informationen der Landes­regierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.mbk.schleswig-holstein.de

Ursprüngliche Bestimmung

1935 war der Grundstein für das Haus nach dem Deichschluss des Dieksanderkooges gelegt worden. Ein gutes Jahr später erfolgte die Einweihung des Gemeinschaftshauses für die angesiedelten Landwirte und für nationalsozialistische Schulungen.

Das Haus war ausgesprochen als „Anti-Kirche“ gedacht und erinnert an einen Haubarg. Neben der Halle war ein freistehender Glockenturm gezimmert. Die evangelische Kirche war in Sichtweite. Auf kahlem Vorlandhügel erhob sich das Gebäude. Bäume gab es noch nicht. Noch heute ist der Kollossalstil der damals herrschenden Architektur sichtbar.

Durch einen niedrigen, dunklen Eingangsbereich betrat man die Halle, deren in Stufen sich erhöhende Decke einen erhebenden Eindruck vermitteln sollte. An den Wänden waren in plattdeutscher Sprache Sinnsprüche zu lesen wie:

  • „De nie wull dieken, mut wieken“

(„Wer nicht deichen will, der muss weichen“).

An der Stirnseite der Halle zog ein großer offener Kamin den Blick auf sich, über dem noch heute Schwert und Ähren als Symbole auf ein vergangenes Reich hinweisen. Rechts und links daneben befanden sich Fresken, die kraftstrotzende Menschen monumental im Stil der damaligen Zeit in für diese Gegend typischen Tätigkeiten darstellen, z. B. den Hausbau und Deichbau sowie Säemann und Schnitterin für Saat und Ernte (Maler Otto Thämer, Hamburg).

Mitte der siebziger Jahre wurde durch ein Deichbau-Gemälde von Willi Graba eine Durchreiche für die Küche durch den Pferdekörper getrieben.

Heutige Verwendung

1971 erwarben die beiden Dithmarscher Propsteien (heute: Kirchenkreise) Süderdithmarschen und Norderdithmarschen die Neulandhalle als Stätte für ihre Jugendarbeit. Die Pröpste Walter Pareigis, Meldorf, und Uwe Steffen, Heide, unterstützten den damaligen Süderdithmarscher Jugendpastor Klaus Jürgen Horn, Nordhastedt, bei diesem Vorhaben.

Am Buß- und Bettag 1973 wurde die Neulandhalle dieser neuen Bestimmung entsprechend eingeweiht und ist bis heute eine „Neulandhalle“ geblieben. Das Haupthaus bietet seitdem in Ein- bis Vier-Bettzimmern auf drei Etagen 36 Gästen Platz; außerdem enthält es die Küche, die alle Häuser versorgt. Für die Mitarbeiter wurde 1974 ein Mitarbeiterhaus errichtet.

Ab 1978 gab es dann das Freizeithaus mit 28 Plätzen, erbaut mit Hilfe eines Programmes zur Konjunkturförderung. Auf dem großen Gelände wurden zusätzlich während des Sommers Zelte aufgebaut, was - wegen des unbeständigen Wetters - zugunsten von fünf festen Zeltdachhäuser und einem Gruppenhaus aufgegeben wurde.

Insgesamt können in der Hauptsaison etwa 100 Gäste und durch die Dreiteilung der Anlage sogar drei verschiedene Gruppen parallel beherbergt und bewirtet werden. Der alte Stall wurde zur Freizeitscheune ausgebaut, später auch beheizbar und erweitert. Die Wege wurden befestigt und eine vollbiologische Kläranlage eingerichtet. Der Plan, als erste Einrichtung im Koog eine Windmühle zu bauen, zerschlug sich aus umweltpolitischen und finanziellen Gründen.

Links

  • [1] Geschichte SH
  • [2] Homepage der Neulandhalle

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