Neufeld
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Chronik / Gemeindegeschichte
Neufeld war einst eines der idyllischsten kleinen Fischerdörfer in der Elbmündung. Für die umliegenden Bauernhöfe war der kleine Hafen zudem ein wichtiger Umschlagsplatz. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts änderten sich die Verhältnisse, der Bedarf nach höheren Fangquoten forderte größere und stärkere Kutter, für die der ständig verschlickende Hafen zu klein wurde. Die verbleibenden Kutter rückten an den naheliegendsten Umschlagplatz der Fischereigenossenschaft, nach Friedrichskoog. Arbeitslos gewordene Neufelder Fischer fanden Arbeit bei der neu entstehenden Industrie-Ansiedlung in Brunsbüttel. Heute liegen im Neufelder Hafen lediglich einige kleinere Sportfischer-Boote und Segelyachten. Das romantische Akkordeon-Foto von einem der letzten Neufelder Fischer Willi Jungklaus hat fast dokumentarischen Symbolgehalt.
Fegbeitel-Postkartenarchiv
Das Fegbeitel-Archiv ist eine der umfangreichsten Dithmarscher Postkartensammlungen. Wir haben die Abbildungsrechte zu treuen Händen erhalten und bitten um geflissentliche Beachtung. Wir bedanken uns bei der Familie Fegbeitel und bei Sabine Both und ihrem Bruder für die digitale Aufarbeitung des Archives. Da die Sammlung sehr umfangreich ist, stellen wir die Themen nach und nach ins Dithmarschen-Wiki und bitten um etwas Geduld.
Bei Verwendungswunsch richten Sie bitte unbedingt eine Anfrage an Herrn Robert Fegbeitel, Brunsbüttel Koogstraße 68, Telefon 2370
Die Szenen auf den Postkarten zeigen größtenteils den Verlauf der alten Deichlinie, die heute in dieser Form nur noch mit viel Phantasie wiederzuerkennen ist. Die Hardorpsche Gaststätte, die im Laufe eines fast vergangenen Jahrhunderts mehrfach den Besitzer wechselte, die Bedeutung als Krabbenfischer-Hafen, das ist alles längst Geschichte. In diesen Aufnahmen wird diese noch einmal wach.
Chronik zum Neufelderkoog
Eine übersichtliche Chronik (300 Seiten A4)des jungen Kooges erschien 2000 zum 75 Jahre Jubiläum. Sie behandelt nur den Koog nicht das „alte Neufeld“, dafür aber sehr ausführlich und detailiert, mit Fotos zu jedem Gebäude und Namen - und Datenangaben der jeweiligen Besitzer. Zahlreiche Zeitungsberichte und Dokumente zum Koog runden das Bild ab. Übrigens erklärt der beiliegende Parzellierungsplan aus 1922 auch wo liegt Plattenrönne liegt? Hier siedelten die ärmsten der Armen im Kirchspiel Marne. Die seinerzeitige Flurbezeichnung ist nicht mehr bekannt. Die Chronik zum Neufelderkoog ist beim Bürgermeister erhältlich.
Gemeindegliederung
Fahrstedteraltendeich, Kattrepel, Kattrepelerfeld, Marner Neuenkoogsdeich und Neufeld.
Geschichte
Die heutige Gemeinde Neufeld entstand 1970 durch Zusammenschluss der bis 1934 zur Gemeinde Kirchspielslandgemeinde Marne gehörenden, danach selbständigen Gemeinden Neufeld, Kattrepel und Marner Neuenkoogsdeich.
Schule
- Zweiklassige Volksschule Kattrepel bis 1964
- Dörfergemeinschaftsschule Neufel wurde im Mai 1964 eröffnet. Schulleiter Klaus am Mihr
Emil Hecker
- Mien lütt Niefeld
- Se seggt je, du harrst dor
- de Hoof un de Diek,
- un de Sünn weer so blank,
- un de Wind mookt Musik
- und Du leegst ganz an´t
- büterste End vun de Welt,
- en Fischerdörp, seggt se,
- un se nömmt di Niefeld.
- Die Hüüs weern man lütt,
- over reenlich un schöön,
- un en kunn dor ganz wiet
- övern Butendiek seehn,
- mit sien Schoop un sien Göös,
- all slohwitt, rein as Snee
- un dor günt weer de Elv
- un dor achtern de See.
- Se seggt uk, bi di
- wer Freden un Roh,
- un de masch reck sik
- binnendieks gröön rundumto
- un de Heven so blau,
- as wi narms em so harrn,
- un de hoge, de slanke,
- de Karktoorn vun Marn´.
- Dien Manslüüd weern fuustfast,
- dat Hart deegt vull Moot,
- dien Fruns weern flietig
- un leeflich un goot,
- dien Deerns weern so blied
- un so schelmsch un so slank
- dien Jungs toog un lustig,
- de Ogen heel blank.
- Jo, dat seggt se.... un ik segg: "Bliev so, as du büst,
- de smuckste lütt Steed wiet un siet an de Küst,
- ni an´t büterste End, nee, tomerrn vun de Welt,
- en Stück vun ehr Hart.... Un mien Fründ, lütt Niefeld!"
Besonderheiten
Nach etwa siebenjähriger Bauzeit wurden die Verstärkungs-Arbeiten auf der größten Deichbaustelle des Landes abgeschlossen. Im kern des ehemaligen Fischerdorfes hatten sich die Arbeiten überwiegend kompliziert gestaltet, da sich auf der alten Deichlinie bewohnte Häuser mit Bestandsschutz befanden. Landseitig wurde deshalb der Deich durch eine hohe Glasbarriere erhöht, ein einmaliger Fall an der gesamten Nordseeküste. Gleichzeitig wurden die Elb-Deiche rund um das 670-Seelen-Dorf Neufeld auf mehreren Kilometern verstärkt. Insgesamt wurden für den Küstenschutz in der Elbmündung rund 38,7 Millionen Euro investiert.--Jens Rusch 20:30, 8. Feb. 2008 (CET)
Töchter & Söhne
- Delf Jans charakterstarker, leicht schrulliger Deichgastronom. Neufelder Legende. Modell für den Deichgrafen im Buch "Der illustrierte Schimmelreiter"
- Michael Hundrieser Sphären-Fotograf. Bekannt durch seine Dithmarscher Virtugrafien
- Jens Rusch hier 1950 geboren.Zog am 15.7.1957 nach Brunsbüttel. Dithmarscher Kulturpreisträger. Auf dem Schulfoto in der zweiten Reihe rechts aussen.
- Willi Jungclaus (Foto) einer der letzten Neufelder Fischer
- G. Grubert "Neufelder Bote" Nachbarschafts-Mitteilungen Tel. 04851 4355
Vereine
Neufelder Vereine:
- Spiel- und Sportverein Neufeld 1. Vorsitzender: Michael Lucks
- Swinsgill Neufeld
- Schützenverein Neufeld 1. Vorsitzender: Karl-Heinz Weih
- Förderverein Grundschule Neufeld 1. Vorsitzender: Hans-Uwe Jacobsen
- Sportbootsclub Neufeld
- Blasorchester Neufeld-Marne Homepage des Blasorchesters
Ortsansässige Betriebe
Daten, Produktherstellung, Mitarbeiterzahlen
- Werbung ist unzulässig.
Virtugrafien
In Neufeld lebt der Fotograf Michael Hundrieser, der sich mit spektakulären Dithmarscher Virtugrafien einen Namen machte.
Blasorchester Neufeld-Marne
Das Blasorchester Neufeld- Marne ist der musikalische Botschafter der Marschenmetropole und sorgt auf zahlreichen Veranstaltungen mit seinem großen Repertoire für musikalische Kurzweil.
Das Blasorchester Neufeld-Marne gibt es seit 1997. Es entstand aus dem Zusammenschluss der Schützenkapelle Neufeld und dem Blasorchester Marne und Umland. Zur Zeit gehören dem Orchester 35 Aktive an, wobei das Altersspektrum der Mitglieder 14 - 76 Jahre umfasst. Das Repertoire reicht von der klassischen Marsch- und Volksmusik bis hin zu Evergreens in Big-Band-Sound und Pop-Medleys. Durchweg sind alle Register mehrfach besetzt.
Besonders gepflegt wird bei uns der kameradschaftliche Zusammenhalt. Jung und Alt sind begeistert bei der Sache und neben den Übungsabenden und Auftritten gehört auch gemeinsame Freizeiten und Feste zum Bestandteil des Orchesterlebens. So startete das Orchester im Jahre 2000 eine Reise nach Griechenland, die nicht nur der Erholung diente, sondern auch mit mehreren Konzerten zur Völkerverständigung beitrug. Als ein Highlight des Musikalischen Jahres hat sich auch das Marner Oktoberfest erwiesen, das vom Blasorchester Neufeld- Marne im Jahre 2007 zum 3.Mal veranstaltet wird.
*Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Stephanie Grimminger, Die Vereinsgeschicke leitet Ingo Paschen. Zu den Probenabenden treffen sich die Musiker am Freitagabend ab 20 Uhr im "Holsteinischen Haus" in Marne. Darüber hinaus werden für die einzelnen Register zusätzliche Proben angeboten. Hier greift man auf die Lehrer der Dithmarscher Musikschule zurück.













