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Neufeld

Aus Dithmarschen-Wiki

Neufeldpan.jpg
Delf Jans Als Deichgraf im Schimmelreiter

Neufeld ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 2 m ü. NHN
  • Fläche: 10,41 km²
  • Einwohner: 602 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsstand in Neufeld am 31.12.
* 2000: 671
* 2001: 659
* 2002: 676
* 2003: 672
* 2004: 659
* 2005: 656
* 2006: 669
* 2007: 658
* 2008: 642
* 2009: 649
* 2010: 620
* 2011: 628
* 2012: 588
* 2013: 609
* 2014: 605
* 2015: 602
  • Postleitzahl: 25724
  • Vorwahlen: 04851, 04856
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Peter-Reimer Janßen (KWV)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Neufeld


Wetter

Das Wetter in Neufeld


Geografie

Lage

Neufeld liegt ganz im Süden von Dithmarschen direkt an der Elbe.

Straßen

  • Neufeld verfügt mit seinen Einwohnern über 21 Straßen.
  • Niendieker Strot ist mit 1.656 Metern die längste Straße.
  • Mit 125 Metern ist Nordseestraße die kürzeste Straße in Neufeld.

Ortsteile

  • Fahrstedteraltendeich,
  • Kattrepel,
  • Kattrepelerfeld,
  • Marner Neuenkoogsdeich,
  • Neufeld
  • Ohlen.

Nachbargemeinden


Politik

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft ADW drei Sitze, die Wählergemeinschaft FWV drei und die Wählergemeinschaft KWV drei Sitze.


Vereine und Organisationen

Blasorchester Neufeld-Marne
  • Blasorchester Neufeld-Marne
Das Blasorchester Neufeld- Marne ist der musikalische Botschafter der Marschenmetropole und sorgt auf zahlreichen Veranstaltungen mit seinem großen Repertoire für musikalische Kurzweil.
Das Blasorchester Neufeld-Marne gibt es seit 1997. Es entstand aus dem Zusammenschluss der Schützenkapelle Neufeld und dem Blasorchester Marne und Umland. Zur Zeit gehören dem Orchester 35 Aktive an, wobei das Altersspektrum der Mitglieder 14 - 76 Jahre umfasst. Das Repertoire reicht von der klassischen Marsch- und Volksmusik bis hin zu Evergreens in Big-Band-Sound und Pop-Medleys. Durchweg sind alle Register mehrfach besetzt.
Besonders gepflegt wird bei uns der kameradschaftliche Zusammenhalt. Jung und Alt sind begeistert bei der Sache und neben den Übungsabenden und Auftritten gehört auch gemeinsame Freizeiten und Feste zum Bestandteil des Orchesterlebens. So startete das Orchester im Jahre 2000 eine Reise nach Griechenland, die nicht nur der Erholung diente, sondern auch mit mehreren Konzerten zur Völkerverständigung beitrug. Als ein Highlight des Musikalischen Jahres hat sich auch das Marner Oktoberfest erwiesen, das vom Blasorchester Neufeld- Marne im Jahre 2007 zum 3.Mal veranstaltet wird.
  • Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Stephanie Grimminger, Die Vereinsgeschicke leitet Ingo Paschen. Zu den Probenabenden treffen sich die Musiker am Freitagabend ab 20 Uhr im "Holsteinischen Haus" in Marne. Darüber hinaus werden für die einzelnen Register zusätzliche Proben angeboten. Hier greift man auf die Lehrer der Dithmarscher Musikschule zurück.

Geschichte

Das Gemeindegebiet lag früher vollständig in der Nordsee. Eine erste Sicherung des östlichen Gemeindegebietes (heutige Ortsteile Kattrepel und Ohlen) wurde mit einer Eindeichung als Teil des Goldenen Rings vorgenommen. Weitere Eindeichungen auf Gemeindegebiet waren der Kattrepeler Westerdeich, der Fahrstedter Altendeich und die Eindeichung des Marner Neuen Kooges (1608), wo später der neue Ortskern um den Fischerhafen entstand.

1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass es 515 Einwohner in Kattrepel gab und 90 Kinder in die Schule gingen. Als Gewerbe gab es im Ort einige Krüger und Höker, 1 Bierbrauerei und 1 Brennerei, 1 Schmied und mehrere Handwerker. In Kattrepeler Neuendeich wurden 210 Einwohner festgestellt.

Die heutige Gemeinde entstand am 1. Januar 1970 durch den Zusammenschluss der bis zum 31. März 1934 zur Kirchspielslandgemeinde Marne gehörenden, danach selbständigen Gemeinden Kattrepel und Marner Neuenkoogsdeich. Bis der Name der Gemeinde Kattrepel am 1. April 1958 festgelegt wurde, war die gebräuchliche Gemeindebezeichnung zeitweise auch Kattrepel-Kattrepelerdeich.

Neufeld 1931 Archiv Michael Brakhage
Neufeld Archiv Michael Brakhage
Neufeld Archiv Michael Brakhage

Die alte Windmühle Immanuell gehört zu den eindrucksvollsten in Dithmarschen. Sie entstand 1845 in Marne und wurde 1983 nach Marner Neuenkoogsdeich versetzt, um sie vor dem Abbruch zu retten.

Schule

Zweiklassige Volksschule Kattrepel bis 1964
Dörfergemeinschaftsschule Neufel wurde im Mai 1964 eröffnet. Schulleiter Klaus am Mihr


Besonderheiten

Nach etwa siebenjähriger Bauzeit wurden die Verstärkungs-Arbeiten auf der größten Deichbaustelle des Landes abgeschlossen. Im kern des ehemaligen Fischerdorfes hatten sich die Arbeiten überwiegend kompliziert gestaltet, da sich auf der alten Deichlinie bewohnte Häuser mit Bestandsschutz befanden. Landseitig wurde deshalb der Deich durch eine hohe Glasbarriere erhöht, ein einmaliger Fall an der gesamten Nordseeküste. Gleichzeitig wurden die Elb-Deiche rund um das 670-Seelen-Dorf Neufeld auf mehreren Kilometern verstärkt. Insgesamt wurden für den Küstenschutz in der Elbmündung rund 38,7 Millionen Euro investiert.--Jens Rusch 20:30, 8. Feb. 2008 (CET)

Fegbeitel-Postkartenarchiv

Das Fegbeitel-Archiv ist eine der umfangreichsten Dithmarscher Postkartensammlungen. Wir haben die Abbildungsrechte zu treuen Händen erhalten und bitten um geflissentliche Beachtung. Wir bedanken uns bei der Familie Fegbeitel und bei Sabine Both und ihrem Bruder für die digitale Aufarbeitung des Archives. Da die Sammlung sehr umfangreich ist, stellen wir die Themen nach und nach ins Dithmarschen-Wiki und bitten um etwas Geduld.

Bei Verwendungswunsch richten Sie bitte unbedingt eine Anfrage an Herrn Robert Fegbeitel, Brunsbüttel Koogstraße 68, Telefon 2370

Die Szenen auf den Postkarten zeigen größtenteils den Verlauf der alten Deichlinie, die heute in dieser Form nur noch mit viel Phantasie wiederzuerkennen ist. Die Hardorpsche Gaststätte, die im Laufe eines fast vergangenen Jahrhunderts mehrfach den Besitzer wechselte, die Bedeutung als Krabbenfischer-Hafen, das ist alles längst Geschichte. In diesen Aufnahmen wird diese noch einmal wach.

Chronik / Gemeindegeschichte

Willi Jungclaus Foto: Jörn Lindhorst

Neufeld war einst eines der idyllischsten kleinen Fischerdörfer in der Elbmündung. Für die umliegenden Bauernhöfe war der kleine Hafen zudem ein wichtiger Umschlagsplatz. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts änderten sich die Verhältnisse, der Bedarf nach höheren Fangquoten forderte größere und stärkere Kutter, für die der ständig verschlickende Hafen zu klein wurde. Die verbleibenden Kutter rückten an den naheliegendsten Umschlagplatz der Fischereigenossenschaft, nach Friedrichskoog. Arbeitslos gewordene Neufelder Fischer fanden Arbeit bei der neu entstehenden Industrie-Ansiedlung in Brunsbüttel. Heute liegen im Neufelder Hafen lediglich einige kleinere Sportfischer-Boote und Segelyachten. Das romantische Akkordeon-Foto von einem der letzten Neufelder Fischer Willi Jungklaus hat fast dokumentarischen Symbolgehalt.


Persönlichkeiten

  • Delf Jans charakterstarker, leicht schrulliger Deichgastronom. Neufelder Legende. Modell für den Deichgrafen im Buch "Der illustrierte Schimmelreiter"

Neuf tilo hafen.jpgHochwasser im Neufelder Hafen

Volksschule Kattrepel Zweite Klasse 1956
  • Jens Rusch hier 1950 geboren.Zog am 15.7.1957 nach Brunsbüttel. Dithmarscher Kulturpreisträger. Auf dem Schulfoto in der zweiten Reihe rechts aussen.
  • Willi Jungclaus (Foto) einer der letzten Neufelder Fischer
  • G. Grubert "Neufelder Bote" Nachbarschafts-Mitteilungen Tel. 04851 4355
  • Emil Hecker
Mien lütt Niefeld
Se seggt je, du harrst dor
de Hoof un de Diek,
un de Sünn weer so blank,
un de Wind mookt Musik
und Du leegst ganz an´t
büterste End vun de Welt,
en Fischerdörp, seggt se,
un se nömmt di Niefeld.
Die Hüüs weern man lütt,
over reenlich un schöön,
un en kunn dor ganz wiet
övern Butendiek seehn,
mit sien Schoop un sien Göös,
all slohwitt, rein as Snee
un dor günt weer de Elv
un dor achtern de See.
Se seggt uk, bi di
wer Freden un Roh,
un de masch reck sik
binnendieks gröön rundumto
un de Heven so blau,
as wi narms em so harrn,
un de hoge, de slanke,
de Karktoorn vun Marn´.
Dien Manslüüd weern fuustfast,
dat Hart deegt vull Moot,
dien Fruns weern flietig
un leeflich un goot,
dien Deerns weern so blied
un so schelmsch un so slank
dien Jungs toog un lustig,
de Ogen heel blank.
Jo, dat seggt se.... un ik segg: "Bliev so, as du büst,
de smuckste lütt Steed wiet un siet an de Küst,
ni an´t büterste End, nee, tomerrn vun de Welt,
en Stück vun ehr Hart.... Un mien Fründ, lütt Niefeld!"

Emil Hecker


Wirtschaft und Infrastruktur

Nachfolgendes Gewerbe gibt es in Neufeld:


In Brunsbüttel und Marne finden die Neufelder gute Einkausfsmöglichkeiten, sowie verschiedene Ärzte. Auch die Kinder fahren zum Besuch weiterführender Schulen nach Marne.

Für Gottesdienste steht in Neufeld eine kleine Kapelle zur Verfügung.


Sehenswürdigkeiten

Mühle "Imanuel"

Der Kellerholländer "Imanuel" am Püttenweg 2 wurde 1850 gebaut. Die Mühle stand bis 1983 in Marne. Sie hat eine Windrose und Jalousieflügeln, eine komplette Einrichtung mit einem Gang. Der einheimische Bildhauer Bildhauer Klaus Wiethoff rettete sie vor dem Verfall, holte sie nach Marner Neuenkoogsdeich und baute sie wieder auf, inklusive dem alten Innenleben. Im Keller der Mühle betreiben die heutigen Besitzer eine kleine Galerie.

Yachthafen

Das direkt an der Elbe gelegene Neufeld war bis zum Bau der Eisenbahn nach Dithmarschen mit der Hochbrücke Hochdonn und dem Ausbau der Straßen ein wichtiger Hafen für die Region. Durch die bessere Erschließung des Landweges und später durch zunehmenden Schlick im Hafen und im Flussbett nahe dem Hafen ging diese jedoch zurück. Im Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf hängt ein eindrucksvolles Gemälde des Hafens aus seiner Glanzzeit.

Seit 1970 ist der Neufelder Hafen als öffentlicher Hafen geschlossen und dient nur noch wenigen Sportbooten als Hafen. Er wird heute von einem Verein betrieben. Der Ort ist über die Bundesstraße 5 oder über den Bahnhof in Sankt Michaelisdonn erreichbar.


Weblinks


Karten



Chronik zum Neufelderkoog

Eine übersichtliche Chronik (300 Seiten A4)des jungen Kooges erschien 2000 zum 75 Jahre Jubiläum. Sie behandelt nur den Koog nicht das „alte Neufeld“, dafür aber sehr ausführlich und detailiert, mit Fotos zu jedem Gebäude und Namen - und Datenangaben der jeweiligen Besitzer. Zahlreiche Zeitungsberichte und Dokumente zum Koog runden das Bild ab. Übrigens erklärt der beiliegende Parzellierungsplan aus 1922 auch wo liegt Plattenrönne liegt? Hier siedelten die ärmsten der Armen im Kirchspiel Marne. Die seinerzeitige Flurbezeichnung ist nicht mehr bekannt. Die Chronik zum Neufelderkoog ist beim Bürgermeister erhältlich.


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