Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Nachtfalter-Monitoring

Aus Dithmarschen-Wiki

Nachtfalter-Monitoring1.jpg
Nachtfalter-Monitoring2.jpg
Nachtfalter-Monitoring3.jpg
Nachtfalter-Monitoring4.jpg
Nachtfalter-Monitoring.jpg

Nachtfalter-Monitoring in Riesewold

Alle Fotos: Reimer Stecher

Schmetterlingsexperte Detlef Kolligs mit Volker Arnold bei der nächtlichen Schmetterlingkartierung im Riesewohld.

...viele Hinweise für Naturnähe und Standorttradition: die Käferfauna m Riesewohld wurde 2007 eine erste Bestandsaufnahme der Käferfauna auf vier Probeflächen durchgeführt. Von den 679 erfassten Käferarten werden 156 in den Roten Listen Schleswig-Holsteins bzw. Deutschlands geführt. Zwei Arten wurden erstmals für Schleswig-Holstein erfasst. Ein hoher Anteil gefährdeter Arten sind Bodenbewohner. Trotz des weitgehenden Fehlens alter Bäume ist die Artenzahl bei den auf Holz angewiesenen Käfern überraschend hoch, ein wichtiger Hinweis auf Naturnähe und Standorttradition. Mit dem Laufkäfer Carabus glabratus und dem Rüsselkäfer Acalles commutatus wurden hier zwei Charakterarten historisch alter Waldstandorte gefunden.

  • Fallen Käfer von diesem Lindenzweig?
  • Suche unter Totholzborke
  • Atrecus affinis, räuberischer Käfer in feuchtem Holz und Mulm
  • Der Rüsselkäfer Acalles commutatus, träger Bewohner von Reisig und Astholz, kann nicht fliegen und ist zugleich ein schlechter Läufer. Sein Vorkommen ist auf historisch alte Wälder beschränkt.
  • Der Schwammkugelkäfer Agathidium nigrinum, ein seltener Bewohner von Bodenpilzen in Laubwäldern.
  • Der zweite Nachweis des Kurzflüglers Amarochara bonnairei, der in feuchten Waldböden lebt, in Schleswig-Holstein seit 1919
  • Der seltene Jochkäfer Prionocyphon serricornis entwickelt sich in Kleinstgewässern der Baumschicht wie wassergefüllten Höhlen und Astgabeln, wie sie in strukturreichen Beständen mit vielen Altbäumen zu finden sind.
  • Den Größenvergleich aller hier gezeigter Käfer sprengt der Laufkäfer Carabus glabratus, der wegen seiner Ausbreitungsschwäche nur in historisch alten Wäldern wie dem Riesewohld lebt, dort aber mancherorts häufig ist. Foto Hannu Tanner www.vastavalo.fi/displayimage.php?pos=-64398
  • Der bundesweit stark gefährdete Schimmelkäfer Henoticus serratus lebt im Mulm.
  • Der an Pilzen lebende Kolonistenkäfer Colon latum trat auf einer der Probeflächen mit Linden und Ulmen in ungewöhnlich großer Individuenzahl auf.
  • Der Moderkäfer Corticaria alleni – ein Erstnachweis für Schleswig-Holstein Mniophila muscorum, ein Moose vertilgender Blattkäfer
  • Der Kammkäfer Melasis buprestoides, der sich in weißfaulem Laubholz entwickelt, galt in Schleswig-Holstein als verschollen.
  • Der seltene Schwammkäfer Cis jacquemartii lebt von Zunderpilzen.
  • Quedius truncicola, ein in Baumhöhlen lebender Kurzflügelkäfer, von dem aus Schleswig-Holstein nur noch fünf weitere aktuelle Meldungen vorliegen.
  • Nemadus colonoides, ein Bewohner von Höhlennestern in Bäumen
  • Der Kurzflügler Proteinus ovalis, hier der Erstnachweis für Schleswig-Holstein, lebt von pflanzlichen und tierischen Faulstoffen.
  • Der Breitrüssler Choragus sheppardi entwickelt sich unter Pustelpilzen an Ästen.
  • Der Schwimmkäfer Agabus melanarius ist ein seltener Bewohner von Quellgewässern. Von ihm sind in Schleswig-Holstein nur wenige Vorkommen bekannt.
  • Bestimmung und alle unbezeichneten Fotos: Dipl.-Biol. Stephan Gürlich, Buchholz
  • Leimringe, Lockstoff-Fallen, in die Bäume gehängte und am Boden aufgestellte Fensterfallen im Einsatz
  • Nächtlicher Einsatz einer Lichtfalle: diesmal kaum Käfer, aber Hornissen!

Foto: Stecher

Siehe auch: Käferfauna

Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …