Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Sankt-Johannis-Kirche (Meldorf)

(Weitergeleitet von Meldorfer Dom)

Der Dom vor dem Umbau von 1879-1882
Kleine, handgezogene (Handgriff fehlt) Feuerspritze mit nur einem Pumpenkolben und entsprechend schwacher Leistung. Unter anderem wurden Spritzen dieses Typs beim Brand des Meldorfer Kirchturms 1866 (vergebens) eingesetzt. Der Wasserbehälter mußte mittels einer Eimerkette gefüllt gehalten werden. Inventarnummer: DLM 22559 Dithmarscher Landesmuseum
Der Dom heute. Foto: Volker Schmidt
Der Turm. Foto: Volker Schmidt
Die Sankt-Johannis-Kirche in Meldorf wird auch Meldorfer Dom genannt.
Einer der fünf erhaltenen von ursprünglich 12 Apostelfiguren des Marienkrönungsaltars der Meldorfer Kirche. Wohl von einem norddeutschen, vielleicht westfälischen Meister geschnitzt. Die weisse Fassung des 19. Jahrhunderts wurde bis auf geringe Spuren entfernt. Inventarnummer: DLM 998-2 Dithmarscher Landesmuseum

Inhaltsverzeichnis

Vorläufer



Schon im frühen 9. Jahrhundert gab es an der Stelle des so genannten Meldorfer Doms eine karolingische Feldsteinkirche Bis ins 11. Jahrhundert blieb diese Kirche die einzige in Dithmarschen und war somit Zentrum der Christianisierung.

Von diesem ursprünglichen Gebäude konnten bisher keine Spuren gefunden werden, aber es gibt urkundliche Erwähnungen.

Entstehung des heutigen Gebäudes

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand das neue Kirchengebäude, ein gotischer Backsteinbau. Viele der gotischen Elemente sind im Innern der Kirche noch zu sehen. Um 1300 entstanden die reichhaltigen Deckengemälde im Gewölbe des Nord- und des Südquerhauses, die noch heute zu sehen sind.

Ab dem 17. Jahrhundert verfiel die Kirche zusehends. 1866 brannte der Turm ab und wurde kurz darauf neu errichtet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude renoviert und seine äußere Form im Stil der Neugotik gestaltet. So ist die Kirche bis heute geblieben.

Epitaphe

In der St. Johannis-Kirche gibt es zahlreiche Epitaphe, die an den Tod einzelner Gemeindeglieder erinnern. Die meisten dieser Gedenktafeln stammen aus der Renaissance. Das Epitaph der Familie Clawes zeigt eine Szene aus dem neuen Testament, Jesus und die Samariterin am Brunnen. Die Stadtsilhouette wurde als alte Ansicht der Stadt Meldorf interpretiert. Ob es sich wirklich um Meldorf handelt, ist nicht nachzuweisen. Das Gemälde mutet fremd an im Vergleich zu anderen Dithmarscher Epitaphen derselben Epoche. Die Kleidung der Samariterin ist ausgesprochen städtisch.

Einen völlig anderen Charakter hat das traditionell gehaltene Epitaph der Familie Mule aus dem Jahr 1618. Mit dem Bildnis der Frau Mule ist eine der seltenen frühen Abbildungen der Dithmarscher Frauentracht erhalten.

Literatur

  • Heiko K.L. Schulze (Hrsg.), Der Meldorfer Dom, Heide 1992
  • Nis R. Nissen, Staat und Kirche in Dithmarschen, Heide 1994
  • Anna Hoffmann, Die Volkstrachten in Dithmarschen, Heide o.J. /zu den Epitaphien
  • Kirchengemeinde Meldorf (Hrsg.), Der Dom zu Meldorf, Meldorf 1997
  • Klaus-Jürgen Horn (Hrsg.), Die lateinischen Inschriften des Meldorfer Doms, zusammengestellt und übersetzt von Gerhard Wenig, Meldorf 2004

Heinrich von Zütphen

Siehe auch: Heinrich von Zütphen

Externe Links


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …