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Marne

Aus Dithmarschen-Wiki

Detail des Müllenhoff Brunnens in Marne
Feldstrasse


Ansichtskarte


Müllenhoff Brunnen in Marne. Foto: Jens Rusch

Marne ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 2 m ü. NHN
  • Fläche: 4,83 km²
  • Einwohner: 5690 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsstand in Marne, Stadt am 31.12.
* 2000: 6.151
* 2001: 6.154
* 2002: 6.095
* 2003: 6.016
* 2004: 6.014
* 2005: 6.013
* 2006: 5.917
* 2007: 5.939
* 2008: 5.945
* 2009: 5.874
* 2010: 5.825
* 2011: 5.631
* 2012: 5.652
* 2013: 5.590
* 2014: 5.635
* 2015: 5.690
  • Postleitzahl: 25709
  • Vorwahl: 04851
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Klaus Braak (CDU)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Marne


Wetter


Geografie

Lage

Marne ist eine Kleinstadt im Süden von Dithmarschen und der Mittelpunkt der Südermarsch.

Nachbargemeinden

Straßen

Marne verfügt mit seinen Einwohnern über 112 Straßen. Die Feldstraße ist mit 1.135 Metern die längste Straße. Mit 46 Metern ist Kiefernweg die kürzeste Straße in Marne.


Politik

Von den 19 Sitzen in der Stadtvertretung haben seit der Kommunalwahl 2013 die CDU acht Sitze, die SPD hat fünf Sitze, die Wählergemeinschaft KWV vier Sitze und die FDP sowie DIE LINKE jeweils einen Sitz.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • Zum ersten Mal wurde Marne 1140 urkundlich erwähnt.
  • Die Maria Magdalena Kirche baute man wahrscheinlich nach der Schlacht von Bornhöved im Jahr 1227, aus der Dithmarschen als fast unabhängiger Bauernstaat hervorging.
  • Das Kirchspiel Marne wird 1281 urkundlich zum ersten Mal erwähnt. 
  • 1322 wurde ein Dominikaner-Kloster in Marne gegründet und in den Jahren 1404 und 1414 nochmals erwähnt. Zu einem späteren Zeitpunkt ist es vermutlich nach Meldorf verlegt worden, wo im Jahre 1500 ein Kloster erwähnt wird.
  • 1717 verloren 99 Einwohner während einer Sturmflut ihr Leben.
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszhlung festgestellt, dass es in Marne 1.386 Einwohner gab (im Kirchspiel waren es 7.131 Einwohner). Es gab seinerzeit eine Bürgerschule mit eine Knabenklasse (70 Kinder) und einer Mädchenklasse (50 Kinder) sowie eine Elementarschule (90 Kinder). Im Ort wurde nachfolgendes Gewerbe aufgenommen:
* Kaufleute,
* Gewerbetreibende,
* Handwerker fast aller Art.
* eine Apotheke und
* eine Kornwindmühle.
Eingepfarrt waren die nachfolgenden Gemeinden und Bauernschaften:
* Auenbüttel,
* Behnke,
* Bettenbüttel,
* Bitt,
* Brustwehr,
* Darenwurth,
* Diekhusen,
* Diekhusener Wester-Altendeich,
* Wester-Neuendeich,
* Diekshörn,
* Fahrstedt,
* Fahrstedter Alten- und Neuendeich,
* Halbweg,
* Harsemenghusen,
* Helse,
* Helserdeich,
* Hemsbüttel,
* Kannemoor,
* Kannemoorsfelde,
* Kattrepel,
* Kattrepeler-Neuendeich,
* Kattrepeler-Westerdeich,
* Kattrepelerwisch,
* Klitzhusen,
* König Frederiks VII. Koog,
* Kroge,
* Kronprinzenkoog (zum Theil),
* Krummwehl,
* Marne,
* Marnerdeich,
* Menghusen,
* Mitteldorf,
* Moordeich,
* Neuenkoogsdeich,
* Neufeld,
* Norderhof,
* Norderlandsteig,
* Norderwisch,
* Ostermenghusen,
* Platenrönne,
* Ramhusen,
* Rösthusen,
* Schmedeswurth,
* Schmedeswurther-Neuendeich,
* Schmedeswurther-Westerdeich,
* Siddeldeich,
* Sophienkoog,
* Süderhof,
* Süderlandsteig,
* Süderwisch,
* Trennewurth,
* Trennewurtherfeld,
* Trennewurther-Landstraße,
* Trennewurther-Alten- und Neuendeich,
* Triangel,
* Vollsememghusen,
* Westerdeich,
* Westermenghusen,
* Westhusen,
* Woppensteig.
  • Seit 1891 ist Marne eine eigenständige Stadt im Zentrum eines durch viele Eindeichungen groß gewordenen fruchtbaren Marschengebietes. Von der wirtschaftlichen Blütezeit vor dem ersten Weltkrieg zeugen die Kirche und das Rathaus im Mittelpunkt der Stadt.
  • 1904 wurde die alte Marner "Maria-Magdalena-Kirche" abgerissen, am gleichen Standort wurde die jetzige Kirche unter Leitung des Kieler Architekten und Kirchenbaumeisters Wilhelm Voigt erbaut und 1906 fertiggestellt.

Persönlichkeiten

Reimer Nagel, erfolgreicher Erfinder von Reitsport-Utensilien
"Verlobung meiner Eltern Martin August Emil Hansen mit Gretchen Kohlsaat"
Rückseite des Familienfotos "Verlobung", beschriftet von Elma Hansen-Grohs
  • Ball-Hennings, Emmy (* 1885 in Flensburg; † 1948 Sorengo bei Lugano), Schriftstellerin und Kabarettistin; Theaterengagements in Marne zwischen 1906 und 1908[7]
  • Beber, Oskar (* 26.09.1875 in Münster; † 15.09.1964 in Braunschweig) war ein deutscher Oberstudiendirektor.
  • Behrens, Siegfried Johann Georg (* 17.07.1768 in Marne; † 02.10.1828 in Husum) war ein Husumer Landvogt.
  • Ivo Braak (1906 - 1991) , Germanist, Pädagoge, Autor, Hörfunksprecher für Generationen im NDR und Radio Bremen. Bekenner zur Niederdeutschen Sprache, Schriftsteller im Original-Marnerplatt.
  • Bünz, Carl Gottlieb (1843–1918), deutscher Diplomat
  • Prof. Dr. Bünz, Enno (geb. 19.09.1961) Historiker
  • Bull, Reimer (1933 - 2012), Germanist, niederdeutscher Schriftsteller und Hörfunksprecher
  • Brunkhorst, Hauke (* 1945), deutscher Soziologe
  • Günter Endruweit (* 1939 in Tilsit), deutscher Soziologe, verbrachte dort Teile seiner Schulzeit und machte 1959 Abitur am Marner Gymnasium
  • Funk, Nikolaus (* 13.05.1767 in Diekhusener Westerdeich bei Marne; † 17.01.1857 in Altona) war ein lutherischer Theologe und Pastor in Schleswig-Holstein;
  • Susanne Gärtner, deutsche Schauspielerin
  • Gnekov, Paul Heinrich (* 1928), deutscher Steinbildhauer und Schriftsteller
  • August Emil Hansen
  • Claus Harms, Pastoraltheologe
  • Höhnk, Gesche Helene ((* 3.2.1859 in Sophienkoog bei Marne, † 27.3.1944 in Kronprinzenkoog) war eine dithmarscher Heimatpflegerin.
  • Junge, Mathias (* 1974 in Marne) ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler.
  • Loges, Gustav (1854–1919), Agrikulturchemiker
  • Karl Viktor Müllenhoff, deutscher Philologe, Professor für deutsche Literatur und Altertumskunde
  • Matzen, Heinrich
  • Reimer Nagel Erfolgreicher Erfinder nützlicher Reitsport-Utensilien.
  • Dr phil von Holly Ponientzietz Gymnasial-Rektor, Logengründer
  • Scheidemann, Philipp (* 1865 in Kassel; † 1939 in Kopenhagen), bedeutender sozialdemokratischer Politiker, Reichstagsabgeordneter der SPD in der Weimarer Republik und Publizist, verkündete am 9. November 1918 von einem Balkon des Reichstagsgebäudes aus den Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreichs und proklamierte die Deutsche Republik; als junger Schriftsetzer in Marne tätig.
  • Johann Theodor Schultz (1817–1893), deutscher Kunstmaler und Pädagoge
  • Wortmann, Ewald (1911–1985), Gutachter im „Euthanasie“-Programm

Wirtschaft und Infrastruktur

Anwälte / Notar

Bau

Bekleidung

Dienstleistungen

Einzelhandel

Ferien

Finanzen

  • Albertzki, Dieter, Steuerberater
  • Bausparkasse Schwäbisch Hall - Christian Peters
  • Alex Busch Steuerberatungsgesellschaft mbH
  • Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank
  • Hypovereinsbank
  • Plank, Matthias, Finanzberatung
  • H.-H. Schmidt-Huesmann Steuerberater
  • SHBB Steuerberatungsgesellschaft mbH
  • Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. - Nicole Mohr
  • Sparkasse Westholstein

Fitness

Fotografie

Friseur und Schönheitssalon

Garten und Blumen

  • Kapell. Hans, Blumenladen
  • Matzen, Gartenmarkt
  • Scholz, Blumenhaus

Gastronomie / Hotel

Gesundheit

Immobilien

Industrie

Inneneinrichtung

  • Möbelwerkstatt Lorenz

Informationstechnik

Kunst

Landwirtschaft

Lebensmittel

Portrait der ortsansässigen Firma Kalle Bäcker, anläßlich eines Firmenjubiläums

Medien

  • ConPart, Verlag
  • Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH
  • VSG-Verlagsservice GmbH

Mobilität

Regenerative Energie

  • Sponbiel

Schmuck / Parfümerie

  • Parfümerie & Mode Braak
  • Kleen, Schmuck und Uhren

Supermärkte

Tiere

Versicherungen

Werbung


Sehenswürdigkeiten

Müllenhoff Brunnen in Marne. Foto: Jens Rusch
Magdalenenkirche Zweidimensionale Version einer Virtugrafie von Michael Hundrieser

Müllenhoffbrunnen

Der Müllenhoff Brunnen in Marne befindet sich im Bereich des alten Stadtkerns und steht an der Ecke Süderstrasse / Bahnhofstrasse.

Auf dem Müllenhoffbrunnen sitzt ganz oben auf einer Baumkrone eine Elster, die Blätter des Brunnenbaumes stehen zur Seite ab und sind ein wenig herzförmig. Unterhalb der Elster sitzen 5 weiße Jungtiere und unterhalb der Baumkrone sind Figuren in dithmarsischer Tracht erkennbar, die sich an den Händen haltend im Kreise gehen.

Unterhalb der Tanzfiguren sind die Wappen der damaligen Zeit abgebildet, unterhalb dessen ist das Antlitz des Brunnen-Namengebers Müllenhoff zu sehen.

Und wieder ein wenig weiter unten gibt es Wasserrohre, die das Wasser in einen schlichtes, rundes Brunnenbecken fließen lassen

Der Brunnen wurde von Gertrud Wiebke Schröder im Jahre 1934 entworfen und sie wollte damit an den Dichter und Erzähler Karl Viktor Müllenhoff erinnern, der in Marne geboren wurde. Der Müllenhoffbrunnen symbolisiert den Wunderbaum von Süderheistedt.

Claus Harms Denkmal

Elster mit Hasenmaske

Die Elster entstammt einer Sage des Wunderbaumes in Süderheistedt, die von dem Marner Schriftsteller Möllenhoff in Geschichten dargestellt wurde. Die Künstlerin des Werkes, Pia Stadtbäumer wollte mit der Hasenmaske die Verbindung zum Marner Karneval (Marneval) herstellen.

Der Kunstpfeiffer Geert Chatrou hat der Elster seine Stimme geliehen, die man auch heute noch hören kann, weil die Elster gelegentlich noch zwitschert.

Stöfenpark

Im Stövenpark findet jährlich das Musikfestival "StövenparkRock" statt.

Maria-Magdalenen-Kirche

Die kreuzförmige Backstein-Saalkirche, 1904 bis 1906 anstelle eines oft veränderten Vorgängerbaus errichtet, vereinigt neugotische und neuromanische Elemente, innen verbunden mit Jugendstil. Im Osten ein Chorumgang um eine geräumige Apsis, im Westen der Turm (61,5 Meter) mit einer Glocke von 1934 und zwei weiteren von 1953. Bronzetaufe aus dem 13. Jahrhundert mit lateinischer Spiegelschrift, Kanzel und Teile des Orgelprospekts im Renaissance-Stil (1603). Orgel mit neuem Marcussen-Werk aus 1906, Altar mit Kruzifix und Engelstatuen aus der gleichen Zeit. Mehr Informationen zur Kirche und Orgel bei Kantor Peter Heeren. Quelle: Kirche in Dithmarschen

Skatclubmuseum

Für den 1873 gegründeten Marner Skatclub wurde 1905 ein eigenes Vereinsgebäude errichtet, in dem die Mitglieder ihre Raritätensammlung unterbrachten. 1928 entstand daraus, nach Übernahme durch die Stadt das heutige Skatclubmuseum.

1990 wurde das Museum baulich erweitert, um Ausstellungen zu ermöglichen oder insbesondere Veranstaltungen, wie z. B. eine Trauung vornehmen zu können.

Durch das Institut für Volkskunde der Kieler Universität erfolge 1977 - 1979 eine Neuaufstellung der kunsthistorischen und heimatkundlichen Sammlung aus dem Bereich des Kirchspiels, der Stadt sowie der Köge.

Darüber hinaus befinden sich im Haus interessante Funde der Vorgeschichte aus den Perioden der Muschelhaufenkultur, der jüngeren Steinzeit, der Bronzezeit und Eisenzeit. Die kulturgeschichtliche Abteilung enthält bäuerliche und bürgerliche Möbel, Hausgerät wie Steingut, Fayencen, Porzellan, Silber, Schmuck, Textilien, volkstümliche Graphiken sowie Ausstattungsstücke der alten Marner Kirche.

Kultur- und Bürgerhaus

Das Kultur- und Bürgerhaus wurde im März 2009 eröffnet, um einerseits das städtische Leben in Marne, andererseits das kulturelle Angebot in der gesamten Region zu bereichern. Unter dieser Maßgabe im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms und mit Hilfe von europäischen Fördermitteln realisiert, bietet der Bau auf zwei Ebenen mit mehr als 130 qm Platz für wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler - und präsentiert darüber hinaus Monat für Monat ein abwechslungsreiches Programm: Lesungen, Kabarett und Comedy, Kleinkunst und Konzerte.

Dem Neubau angegliedert ist das Haus des bedeutenden Dithmarscher Fotografen Thomas Backens (1859-1925), das von Sohn Ernst und Enkel Peter noch bis ins neue Jahrtausend weitergeführt wurde. In dem Altbau sind regelmäßig wechselnde, themenbezogene Ausstellungen mit historischen Fotos aus dem Backens-Nachlass zu sehen.


Veranstaltungen

Karneval

Marne ist die Karnevalshochburg im Norden. Mit über 50 Wagen und sehr vielen Fußgruppen gehört dieser Umzug zu den Größten des Nordens. Marne ist die Karnevalshochburg des Nordens und Rosenmontag wird groß gefeiert. Mit "Mar´n hol fast" geht der fröhliche Umzug durch die Innenstadt. Jedes Jahr werden bis zu 20.000 Besucher erwartet. Traditionell wird um 14:00 Uhr das Rathaus gestürmt und um 14:30 Uhr setzen sich die herrlich geschmückten Wagen in Bewegung.



Polizeiliche Lagemeldung


Literatur

1923 Professor Dr. Reimer Hansen Studienrat Marne,

gedruckt bei Altmüller, Format 125/235 und 190 Seiten, eine Karte
Es ist das Entstehungsjahr das dieses Buch optisch so unattraktiv macht, die Papierknappheit und die schlampige Verarbeitung durch die Marner Druck- und Buchbindearbeit. Dagegen ist der Inhalt eine familienkundliche Fundgrube auch wenn (wohltuend) die Geschichte ohne Abbildungen auskommen muss, was der Verfasser bedauernd kommentiert. „Auf eine reiche Illustrierung musste man leider wegen der jetzigen Teuerung verzichten, das ist bedauerlich aber eine unabwendbare Folge des unseligen Versailler Friedens.“
Der Verfasser hat wirklich reiche Kenntnis um die Quellen die er auch mutig qualifiziert und dabei an seinen Vorgänger Noten verteilt. „Das Buch sollte kein Sammelwerk von Einzelheiten sein sondern nur zum Lesen dienen“. So wandern wir im für uns ungewöhnlich strukturierten Buch kreuz und quer durch die Jahrhunderte.
Durch diese polemisch “beschriebene“ Geschichte des großen Kirchspiels und erfahren dabei (für mich) manch neues. Im ausführlichen Anhang werden einige Quellen vollständig wiedergegen, z Bsp das Verzeichnis der Landbesitzer des Kirchspiels, nach dem Landregister von 1563 -1590, 1620,1668 und 1798.
Register, Zeittafeln, Abhandlungen über Flur- und Wegenamen werden zum Glück für uns, mehr Raum eingeräumt als die Wiederholung der Geschichte Dithmarschens oder der Landgewinnung, wenngleich die Besonderheit der Lage Marnes und der Begünstigungen bei Sturmfluten hier deutlich beschrieben wird.
Ein Auftragswerk der Stadt, aber auch eine Liebeserklärung eines preußischen Professors in Pension, der der guten alten Zeit ein tolles Zeugnis ausstellt, wobei hin und wieder die kommende Zeit ihre Schatten erkennen lässt:.
Lesebeispiel: „Auf der Sanddünne zu St. Michaelisdonn (gehörte zum Kirchspiel Marne) hat man auch versucht, Zigeuner ansässig zu machen ; es ist teilweise gelungen. Als Musiker haben verschiedene der braunen Gesellen im Kirchspiel und durch Wanderungen ihr Brot verdient. Auch wenn sie sich mit Einheimischen verheirateten, ist das fremde Blut an der dunkle Färbung von Augen und Haaren noch deutlich zu erkennen." Das sind die Familien Altenburg, Kiesewetter, Hermann, Rudolph u.a. , die hier angesprochen wurden.
Bei der Abschrift des Totenregister St. Michaelisdonn (1700-1880) fallen die großen Familien auf, etwa 400 Namen in der Generationenfolge die wirklich als fahrende Musikanten, bei mancher Bauernhochzeit aufgespielt haben mögen und ebenso viele dithmarscher Bauernjungs und -deerns mit ihrer Musik verzaubert haben. Verschwägerungen mit Hansen, Heitmann, Martens, auch Plambecks u.a. Uneheliche oder voreheliche Kinder waren bei blond-rot oder dunkelhaarigen, auch damals nichts ungewöhnliches.


1954 Marne im Wandel der Zeiten

Dr. Beber, Oskar, Oberstudiendirektor i.R.
1954 bei Altmüller Formet 150/210 auf 148 Seiten, entsprechend der Papierzuteilung in den Nachkriegsjahren einfach produziert, mit einigen s/w Abbildungen, darunter die älteste kartographische Darstellung Dithmarschens um 1542/43, aus der Karte Ostland des Cornils Anthonisz.
Einziges bekanntes Exemplar in der Herzog August Bibliothek zu Wolfenbüttel. Beber erfüllte 1954 einen Auftrag der Stadtvertretung und macht das anständig im Stil jener Tage, entsprechend seiner Profession kommentierend. Beachtlich er versucht sich neun Jahre nach Kriegsende in der Aufarbeitung jener Zeit die in Marne frühe Befürworter fand.
Beber wird persönlich gelitten haben unter den Zuständen im Marner Schulbetrieb. In Hitlers Gegenwart wurde 1934 der nach ihm benannte Koog für die Besiedelung freigegeben.
Schulrektor Schneider als Mitglied der Marner Freimaurerloge wurde in Frührente geschickt und durch ein NSDAP Mitglied mit goldenen Parteiabzeichen aus Nortorf kommend , ersetzt. Beber spricht von „einem kriminellen Element“ aber erst aus einer späteren Chronik der Stadt erfahren wir den Namen und Hintergründe.
Das Buch ist in jedem Fall eine Bereicherung, nicht unbedingt für die Familienforschung, aber dafür gibt es die Geschichte der Stadt und des Kirchspiels Marne von Prof. Reimer Hansen 1923 sowie die Chroniken nach 1991 die kompetenter berichten.


1991 Chronik der Stadt Marne

Herausgegeben zum 100jährigen Stadtjubiläum Boyens 1991 ISBN 3-8042-0566-6
Ein Verfasserteam hat diese fein gegliederte Chronik auf 220 Seiten zusammengetragen und mit vielen s/w Fotos und Skizzen gefüllt. Familienforscher finden zahlreiche Hinweise aber wenig konkrete Daten. Dem Anlass ihres Erscheinens, rühmt sich die Stadt in diesem Buch der Errungenschaften des ausklingenden Wirtschaftswunders und der 70 er Jahre, orientiert sich aber seitenweise an dem was wir aus früheren Chroniken über Marne schon erfahren haben. Auf Register und Quellenhinweise wird überhaupt verzichtet.


1995 Chronik des Amtes Kirchspielslandgemeinde Marne-Land

mit seinen elf amtsangehörigen Gemeinden Ewald Meie 1995

auf 806 S., 79 Farb- und über 800 s/w-Abb., geb. ISBN 10: 3-88042-713-5

Aus dem Verlagstext: Beginnend mit allgemein einführenden Beiträgen

über das Amt als Teil einer dynamischen Küstenlandschaft, Ebbe und Flut, Sippen, Geschlechter, Wappen und Siegel sowie die Lebensgewohnheiten der Bewohner wird die geschichtliche Entwicklung vom Kirchspiel zum Amt 1281-1994 dargestellt. Es folgen Porträts der amtsangehörigen Gemeinden sowie Beiträge über die Schulen, Kultur, Straßen- und Wegewesen, Kirchen, Küstenschutz, Wirtschaft, Landwirtschaft, Fremdenverkehr, das Jagdwesen sowie über das Vereinswesen und prominente Persönlichkeiten.

Die Kirchspielslandgemeinde beauftragten ihren pensionierten, langjährigen, leitenden Verwaltungsbeamten Ewald Meier, mit der Erstellung der Chronik und so ist es denn mehr ein beamteter Bericht geworden. Aus der Sicht eines Insiders vom Amtswegen der viel über Land und Leute weiß aber wenig zu erzählen hat und vornehmlich die Geschehnisse aus Aktensicht zu Wort kommen lässt. Auf über 800 Seiten macht sich „statistische“ Aufbereitung breit.
Es ist ein großes Gebiet von elf Gemeinden mit wechselvoller Geschichte und diese kommt keineswegs zu kurz. Der Ortnamenentwicklung, ein Streifzug durch Wappen, Siegel und Hausmarken, die Listen der Landesgevollmächtigten usw. fehlt ebenso wenig, wie zahlreiche Karten die man woanders nicht findet. Den oftmaligen Veränderungen der Gemeindegrenzen und ihren Ursachen, dem Wegebau und dem Küsteschutz wird naturgemäß viel Raum gewidmet.
Unter dem Stichwort Kultur, von Frank Trende zugekauft finden wir natürlich Claus Harms, erfreulich einiges über Helene Höhnk, Philipp Schneidemann, Walter Jens u.a., sowie ein „Jugendbild“ des „populären Künstlers“ aus Neufeld Jens Rusch.
Dem dritten Reich nähert sich das Buch mit Distanz begnügt sich mit Füllmaterial, Wiedergabe von Verordnungen und Aufrufen. Der Chronik fehlen Register, Quellenverweise und das ist bedauerlich bei diesem Aufwand dem Buch fehlt es an Leben, es menschelt nicht. Daran ändern auch die zahlreichen Abbildungen aus dem Fundus von Backens nicht. Das Werk wurde in Husum verlegt, in ansehnlicher Aufmachung gestaltet, aber die Lithos sind bedauernswert schlecht wie auch die buchbinderische Arbeit bei einem Preis von € 68,--.


75 Jahre Neufelderkoog 2000

auf 300 Seiten A4 s/w Eine übersichtliche Chronik des jungen Kooges. Sie behandelt nur den Koog nicht das „alte Neufeld“, dafür aber sehr ausführlich und detailliert, mit Fotos zu jedem Gebäude und Namen - und Datenangaben der jeweiligen Besitzer. Zahlreiche Zeitungsberichte und Dokumente zum Koog runden das Bild ab. Übrigens erklärt der beiliegende Parzellierungsplan aus 1922 auch meine vor Zeiten gestellte Frage “ Wo liegt Plattenrönne ?“. Erhältlich beim Bürgermeister.

Marne in Iowa

Der in Lunden geborene Auswanderer Emil Geisler gründete auch neue Siedlungen. darunter einen kleinen Ort, den er in Erinnerung an seine alte Heimat Marne nannte. Marne in Iowa ist ein kleiner, idyllischer Flecken geblieben. Dort leben heute knapp 150 Einwohner.

Image012.jpg Image036.jpg Image028.jpg Marne-Schild, 3 Meilen neben der Interstate 80 in Iowa.


Marne in Michigan

In Ottawa-County gibt es ebenfalls eine kleine Stadt namens Marne: Marne/Michigan bei Wikipedia


Weblinks


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