Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Luserke, Martin

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 09:14, 29. Mai 2017 (CEST)

Martin Luserke war ein deutscher Pädagoge, Erzähler und Schriftsteller. Er gehörte zu den führenden Persönlichkeiten der deutschen Reformpädagogik und gilt als ein Wegbereiter der heutigen Erlebnispädagogik. Er war Gründer der ersten auf einer Insel im Meer angesiedelten reformpädagogischen deutschen Schule und Initiator der einzigen Theaterhalle einer deutschen Schule. Als herausragende pädagogische Leistung Luserkes wird die Einführung des „Darstellenden Spiels“ (Laienspiel), das sich vom professionellen Theater abgrenzte, in die Schul- und Jugendarbeit betrachtet. Dieses wurde auch in die Jugendbewegung integriert. Der Begriff „Darstellendes Spiel“ geht auf Luserke zurück. Als erster Pädagoge entwickelte Luserke eine eigene Theorie des Schultheaters.

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Angaben

  • Geburtsdatum: 03.05.1880 in Berlin;
  • Sterbedatum: 01.06.1968 in Meldorf; er liegt auf dem Friedhof im ostfriesischen Hage neben seiner Ehefrau Annemarie († 1926) begraben.
  • Vater: Carl Friedrich Wilhelm Luserke (1851 – 1931); Baufachmann und technischer Angestellter;
  • Mutter: Amalie Elisabeth (* 1855), geborene Lindhorst;
  • Martin Luserke hatte noch zwei Brüder;
  • Ehefrau: Im Jahr 1908 heiratete er Annemarie Gerwien (1878 – 1926), Tochter des preußischen Oberstleutnants Paul Vincent Gerwien, die er durch seine Tätigkeit für die Freie Schulgemeinde Wickersdorf kennengelernt hatte. Sie war dort seit 1906 als Hausdame beschäftigt. Das Ehepaar bekam 1910 eine Tochter, Ursula, und danach drei Söhne: 1912 Klaus, 1914 Heiner, 1918 Dieter. Von den Schülern an der FSG Wickersdorf und später der Schule am Meer wurde Luserke „Lu“ und seine Partnerin „Frau Lu“ gerufen.

Kindheit

In seiner Kindheit und Jugend hatte Martin Luserke Gelegenheit, den Hamburger Hafen, die Elbe und die deutsche Nord- und Ostseeküste kennenzulernen, darunter per Segelboot und Dampfschiff auch die ostfriesische Insel Spiekeroog und die Insel Helgoland in der Deutschen Bucht. Den schriftlichen Erinnerungen seiner Mutter zufolge fühlte er sich schon sehr früh zum Meer hingezogen.

Ab dem Alter von zehn Jahren soll Luserke Werke von Friedrich Schiller gelesen haben, etwas später William Shakespeare – umfänglich und mit großer Intensität. Den ersten Kontakt mit dem Theater soll er im Alter von etwa fünfzehn Jahren am Schauspielhaus Berlin gehabt haben, wo er eine Aufführung des Schauspiels Wilhelm Tell nach Friedrich Schiller miterlebte. Allerdings sollen seine phantasievollen Erwartungen, die sich durch die vorherige Lektüre des Werks gebildet hatten, maßlos enttäuscht worden sein. Womöglich ein Anlass für ihn, daraus seine Schlüsse für das eigene spätere Theaterschaffen zu ziehen.

Im Alter von fünfzehn Jahren brach Luserke mit seinem Elternhaus. Als ein wesentlicher Auslöser dafür gilt der Moment, als ihm seine Mutter heimlich gelesene Bücher von William Shakespeare wegnahm und verbrannte.


Werdegang

  • Martin Luserke besuchte zunächst die Knabenschule der Herrnhuter Brüdergemeine in Berlin.
  • Seine pietistisch geprägten Eltern schickten ihn im Alter von fünfzehn Jahren zur Lehrerausbildung auf das Herrnhuter Lehrerseminar im niederschlesischen Niesky (Lausitz). Dort traf er erstmals auf Hans-Windekilde Jannasch.
  • Zwischen 1900 und 1904 war er als Elementarlehrer am gymnasialen Pädagogium in Niesky tätig. Während dieser Zeit entfremdete er sich zunehmend vom Pietismus.
  • 1904 zog er nach Thüringen und studierte Mathematik und Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.
  • 1905: meereskundliche Studienfahrt in die Bretagne, die zu einer mehrmonatigen Wanderung durch das Gebiet der keltischen Steinzeitkultur geriet. Dabei soll er auf Île-Molène durch den Vortrag eines Barden hinsichtlich seines eigenen künftigen Schaffens zur Verwendung mündlicher und schriftlicher Überlieferungen wie Sagen und Legenden inspiriert worden sein. Eine knapp zweimonatige Wanderung durch Italien (1906) und eine Reise nach Ägypten schlossen sich später an diese Auslandserfahrung an.
  • 1905: Abbruch des Studiums, weil er vom akademischen Lehrbetrieb und von der damals vermittelten Vorstellung klassischer Pädagogik enttäuscht war. Dennoch wurde er von seinen akademischen Lehrern, dem Literaturnobelpreisträger Rudolf Eucken, Ernst Haeckel, Wilhelm Rein und später von Hermann Lietz nachhaltig geprägt. Auf diese lässt sich seine Vorstellung einer idealisierten „naturhaften Erziehung zur Heranbildung von Gesinnung“ maßgeblich zurückführen
  • 1906 schloss er sich dem Reformpädagogen Hermann Lietz an und unterrichtete an dessen Deutschem Landerziehungsheim (D.L.E.H.) im thüringischen Haubinda. Walter Benjamin zufolge bildeten einzig Luserke und Gustav Wyneken eine oppositionelle Bewegung gegen den in Haubinda alltäglichen militärischen Drill der Zöglinge. Die dadurch entstehenden Konflikte mit der Schulleitung führten zur Sezession der genannten Pädagogen.
  • Herbst 1906 gründete Luserke mit einer Gruppe „pädagogischer Rebellen“, zu der neben Wyneken auch Paul Geheeb und August Halm gehörten, die Freie Schulgemeinde Wickersdorf bei Saalfeld im Thüringer Wald. Neben Wyneken, der eher als Theoretiker beschrieben wird, sollen dort wesentliche pädagogische Impulse vom Praktiker Luserke ausgegangen sein. An diesem neuen Landerziehungsheim entstanden seine ersten Laienspiele und Erzählungen. Er agierte als primus inter pares der Kameradschaft der "Bären", einer nahezu familiär anmutenden Gruppe, die aus etwa zehn Schülern und einem Lehrer bestand.
  • 1910 - 1914: Berufung zum Schulleiter durch Großherzog Georg II. von Sachsen-Meiningen. Anlass dafür waren bekannt gewordene pädophile Übergriffe Wynekens gegenüber Schülern, die später zum so genannten „Eros-Skandal“ und teilweise auch zu Gerichtsprozessen führen sollten.
  • 1912 legte er für die Verwaltung der ersten sechs Jahre des Bestehens der FSG Wickersdorf nachträglich Schülerbücher und Lehrerbücher an, da Wyneken dies bis 1909 ganz unterlassen bzw. ab 1909 in unvollständiger Weise erledigt hatte.
  • 1914 - 1917: Soldat im Ersten Weltkrieg, zuletzt als Unteroffizier. Schwer verwundet und am Kopf für sein Leben gezeichnet, geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Nach der Kriegsgefangenschaft soll er Wyneken direkt nach der Novemberrevolution 1918 zur FSG Wickersdorf zurückgerufen und ihm dort wieder die Schulleitung übertragen haben, nachdem die Wyneken nicht gewogene Landesregierung abgesetzt gewesen sei. Dabei habe Luserke das Ziel verfolgt, die entstandene Lagerbildung von Luserke- und Wyneken-Befürwortern bzw. -Gegnern aufzulösen. Zurück in der Freien Schulgemeinde Wickersdorf suchte Luserke den sich wiederholenden Pädophilie-Fällen und den immer wieder aufflammenden Konfrontationen mit Schulgründer Wyneken zu entgehen, in deren Kontext es um gegensätzliche pädagogische Vorstellungen ging. Erst bildete er zusammen mit Rudolf Aeschlimann und Paul Reiner das so bezeichnete „Triumvirat“ gegen Wyneken und dessen pädophile Gefolgsleute im Kollegium, bevor es schließlich zur Sezession kam.
  • 1919 schrieb Martin Luserke unter dem Einfluss der Novemberrevolution Band 3 der von Karl Korsch herausgegebenen Reihe Praktischer Sozialismus, nachdem George Bernard Shaw für Band 2 dieser Reihe als Autor gewirkt hatte. Luserke forderte darin eine sozialistische Ethik der Arbeit, die gemeinsamen Zielen zu folgen habe.
  • 01.05.1925: Eröffnung der reformpädagogischen Schule am Meer im Loog auf der Nordseeinsel Juist. Gemeinsam mit seinen Kollegen Rudolf Aeschlimann, Fritz Hafner und Paul Reiner sowie weiteren Mitarbeitern wollte er einen Aufbruch „an den Rand der bewohnbaren Welt“ wagen. Auf Juist wollte er eine „Synthese von Geist- und Lebensbildung“ erreichen. Sechzehn Schüler wechselten mit Aeschlimann, Luserke und Reiner von der FSG Wickersdorf nach Juist, darunter Herbert von Borch, Walter Georg Kühne und Günther Leitz. Er konnte den Konzertpianisten, Dirigenten und Komponisten Eduard Zuckmayer als Musiklehrer, Chor- und Orchesterleiter für die Schule am Meer gewinnen, später auch die Pädagogen Kurt Sydow, Heinrich Meyer und Günther Rönnebeck. Mit Zuckmayer, dem Chor und dem Orchester bzw. Laienspielgruppen der Schule am Meer unternahm er während der Schulferien zahlreiche Gastspieltourneen durch Deutschland, die eine sehr positive mediale Beachtung erfuhren. Martin Luserke war als Texter an Kompositionen von Zuckmayer beteiligt und lernte auch dessen Bruder, den Schriftsteller Carl Zuckmayer kennen, der sich besuchsweise und zum Arbeiten in der Schule am Meer aufhielt.
  • 1930 - 1931 Errichtung der Theaterhalle der Schule für das „Darstellende Spiel“ (Laienspiel). Mit Unterstützung des preußischen Kultusministeriums und des Berliner Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht war geplant, die Schule am Meer auf Juist als Spielzentrum und Ausbildungsstätte für pädagogische Spielleiter einzurichten.
  • 1931: erwarb Martin Luserke an der Seefahrtschule in Leer das Steuermannspatent auf Kleiner Fahrt.
  • Ostern 1934: Schließung der Schule vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen „Gleichschaltung“ geschlossen.
  • Martin Luserke führte nach der Schließung der Juister Schule am Meer auf einem für 400 niederländische Gulden in Zoutkamp gekauften Segelschiff ein Leben als freier Schriftsteller. Nach Juist kehrte er nie zurück, unterhielt aber mit Kollegen und Schülern weiterhin Kontakt, beispielsweise mit Beate Uhse, Hubert H. Kelter, Jens Jürgen Rohwer oder Kurt Sydow. Mit seiner Tjalk „Krake ZK 14“, die er als schwimmende Dichterwerkstatt zu nutzen wusste, war Luserke in Begleitung seines anfangs fünfzehnjährigen Sohnes Dieter (1918 – 2005) in den Küstengewässern der Nord- und Ostsee unterwegs. Dort entstanden beispielsweise der Roman Hasko und eine Wikinger-Trilogie.
  • 1939: kurz nach Beginn des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen musste er seine Törns in den Küstengewässern der Nord- und Ostsee kriegsbedingt einstellen, daher siedelte er sich 1939 in Meldorf an. Von diesem Zeitpunkt an entstand eine Vielzahl von Texten für das „Darstellende Spiel“. Als Lehrbeauftragter für Laienspiel war er ab 1947 an der Meldorfer Gelehrtenschule tätig. Dort benannte er sein „Darstellendes Spiel“ in der dann ausgereiften Ausprägung als „Meldorfer Spielweise“.

Wirken

Martin Luserke, der das Zusammenwirken von Schülern und Pädagogen als Kulturgemeinschaft begriff, galt als sensibler Erzieher mit einer vielseitigen handwerklichen und künstlerischen Begabung, die er im Sinne einer „Lebensbildung“ (= am realen Leben orientierte Bildung) seiner Schüler einsetzte. In Wickersdorf und auf Juist verknüpfte er grundlegende Forderungen der Reformpädagogik und Elemente der Jugendbewegung, die er seinerseits mit dem Laienspiel beeinflusste, das den expressionistischen Ausdruckstanz beinhaltete. Er sah einen Bildungswert des Laienspiels, sofern es den Eigengesetzlichkeiten des Spiels folge und nicht das große Theater imitieren wolle. Mit seinem schulischen „Darstellenden Spiel“, das stets in starkem Maß auf die Persönlichkeit der jeweils agierenden Schüler zugeschnitten war, wollte er auf das professionelle Theater einwirken.[62] Sein „Darstellendes Spiel“ war durch Aufführungen der von Émile Jaques-Dalcroze in Hellerau bei Dresden gegründeten Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus angeregt worden. Seine Konzeption präsentierte Luserke in vielen Vorträgen und in schriftlichen Abhandlungen, die in den 1920er Jahren in Standardwerke der Tanzbewegung aufgenommen worden waren.

Seine für die damalige Zeit sehr fortschrittliche pädagogische Praxis, die ein holistisches Konzept beinhaltete, basierte allerdings auf einer seinerzeit weit verbreiteten völkischen Denkweise, einem „nordisch-germanischen“ Ideal, auf Mystik und Mythen. Neben stark idealisierenden und romantisierenden Aspekten ergaben sich dadurch Parallelen zu der während der Weimarer Republik aufkommenden nationalsozialistischen Bewegung, die ein Konglomerat aus teilweise schon lange existierenden Strömungen darstellte.

Von völkischen bzw. nationalsozialistischen Begriffen wie „Rassenreinheit“, „Entartung“ oder „völkischer Blutsvergiftung“, und damit von einer rassistischen Ausgrenzung der Juden und anderer Bevölkerungsminderheiten, distanzierte sich Luserke in seiner programmatischen und zivilisationskritischen Schrift mit Leitsätzen für die Schule am Meer schon 1924 deutlich, noch vor dem ersten Erscheinen von Hitlers Mein Kampf:

„Wir glauben an das deutsche Wesen als an eine geistig-seelische Rassigkeit, die über allen Tagesmeinungen und Parteikämpfen als Gemeinschaft der Sprache und als eine Geformtheit und fortdauernde Formung durch gemeinsame Kulturgüter besteht. Wir glauben aber, dass sie nicht bloß als Natur vorhanden ist, sondern dass es der Verantwortung der Lebenden unterliegt, was sie mit diesem Lebenskörper anfangen. Wir rechnen zu dieser Verantwortung auch eine kraftvolle Nüchternheit gegenüber der mystischen Überbewertung des Blut- und Leibhaften und der einsiedlerisch-völkischen Nervosität. Wir glauben nicht, dass alle krankhaften Erscheinungen am Volkstum auf Vergiftung mit Fremdartigkeit, sondern wir glauben vielmehr, dass sie auf geistig-seelischer Unterernährtheit und Formlosigkeit beruhen.“

Martin Luserke arbeitete über Jahrzehnte ganz selbstverständlich mit einer Vielzahl jüdischer Schüler, Eltern, Kollegen wie Eduard Zuckmayer, Architekten wie Bruno Ahrends, Vertrauensleuten wie Hans Hecht oder Walter Schatzki und Förderern wie Alfred Hess zusammen, mit sozialistisch oder kommunistisch orientierten Menschen wie Adolf Grimme, Horst Horster, Fritz Karsen, Hedda Korsch, Karl Korsch oder Paul Reiner, mit Gegnern des Nationalsozialismus wie Ernst Majer-Leonhard oder Alfred Weber, aber auch mit Nationalsozialisten wie Eugen Diederichs, Ernst Herdieckerhoff oder Ludwig Roselius.

Die basisdemokratisch und dezentralisiert organisierte Schule am Meer, in der Schüler und Lehrer ein gleichberechtigtes Stimmrecht hatten, wies einen im Vergleich zu den meisten staatlichen Schulen im Deutschen Reich recht hohen Anteil von Schülern jüdischer Abstammung auf, der rund ein Drittel betrug. Entsprechend hoch war der Anteil in der Elternschaft. Dieses Faktum und bedeutende Zuwendungen für die Stiftung Schule am Meer durch Förderer jüdischer Herkunft führten dazu, dass die Schule während der NS-Zeit als „Jöödenschool“ (plattdeutsch für Judenschule) verunglimpft und beschimpft wurde.

Während die meisten anderen reformpädagogischen Einrichtungen in das NS-Bildungssystem integriert wurden, verhinderte dies im Fall der Schule am Meer die von Luserke gelebte Überzeugung einer persönlichen Autonomie jedes Schülers und Lehrers. Eine solche Autonomie widersprach diametral dem nationalsozialistischen Gedankengut einer bedingungslosen Unterordnung des Einzelnen. Dazu trug auch Luserkes Maxime bei, dass der Jugendphase ein eigener Wert zuzumessen sei. Dieser Wert erscheint heute als selbstverständlich, war damals jedoch eine der neuen Erkenntnisse, die sich erst während der Weimarer Zeit herausbildeten.

Martin Luserke erklärte 1933 im vergeblichen Bemühen, den Fortbestand der Schule am Meer abzusichern, in Beiträgen für pädagogische Zeitschriften seine Bereitschaft, im neuen Staatssystem mitzuwirken. Für sein „Darstellendes Spiel“ verwies er auf den „nordisch-germanischen Charakter“ von Shakespeares Dichtung. Seine jüdischen Schüler wechselten aus Angst vor antisemitischen Übergriffen durch lokale NSDAP-Anhänger nach dem 30.01.1933 auf rein jüdische Schulen in Wohnortnähe ihrer Eltern oder emigrierten ins Ausland. Durch diesen Verlust von bis zu einem Drittel der Schülerschaft und somit auch von deren zahlenden Eltern und anderen jüdischen Förderern geriet die private Finanzierung der S.a.M. in eine Schieflage, denn die 1931 fertiggestellte Bühnenhalle war noch abzuzahlen. Als Griff nach einem Strohhalm ist daher Luserkes Offerte an die Hitlerjugend von 1933 zu bewerten, die Trägerschaft des Juister Landerziehungsheims zu übernehmen. Anfangs durchaus interessiert, lehnte dies die Reichsjugendführung im Januar 1934 mit Hinweis auf den finanziellen Aspekt ab. Luserke bot die Übernahme der Schulgebäude dann noch der Landesverwaltung der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten in Preußen an, ebenfalls vergeblich.

Luserkes pädagogisches Vermächtnis lässt sich zusammenfassend als „Weltbemächtigung durch Erfahrung aus eigenem Abenteuer und Erlebnis“ beschreiben. Die unmittelbare Erfahrung „aus erster Hand“ war ihm sowohl für sich als auch für seine Schüler von ganz besonderer Bedeutung. Dieser Ansatz entspricht dem Kern der heutigen Erlebnispädagogik, für die er als ein Wegbereiter gelten kann.

Er war ein sehr begabter Erzähler, der unvorbereitet und unmittelbar auf Abruf seiner Schüler abenteuerliche und phantasievolle Geschichten entwickeln konnte. Diese waren nicht etwa komplett erfunden, sondern speisten sich zum Teil aus überlieferten Sagen und Legenden sowie aus dem Erfahrungshorizont seines eigenen Lebens und dem seiner Schüler. Auf diese Weise vermochte er seinen Zuhörerkreis stets zu fesseln, denn alle wurden in irgendeiner Form Teil der sich vor ihnen entfaltenden Erzählung. Nur wenn diese von seiner Zuhörerschaft gut angenommen worden war, brachte sie Luserke später zu Papier, eine Vorgehensweise, die partiell sicherlich zu seinem literarischen Erfolg beitrug.

Das „Gelöbnis treuester Gefolgschaft“ deutscher Schriftsteller zu Adolf Hitler vom 26.10.1933 unterzeichnete Martin Luserke nicht, auch nicht den „Aufruf der Kulturschaffenden“ vom 18.08.1934. Eine eindeutige politische Positionierung Luserkes gegenüber dem NS-System blieb aus; eine NSDAP-Mitgliedschaft ist nicht überliefert. Dennoch erhielt er 1935 zusammen mit zwei Kollegen, die dem NS-System nahe standen, den neu gestifteten Literaturpreis der Reichshauptstadt Berlin. In der Reichsschrifttumskammer (RSK) musste ab 30.07.1934 jeder Mitglied sein, der hauptberuflich schriftstellerisch tätig sein wollte. Auf Luserke traf diese Profession nach 1934 zu. Voraussetzung für die Mitgliedschaft war neben dem „Ariernachweis“ eine Prüfung, ob der Bewerber in der Vergangenheit gegen die NS-Ideologie verstoßen hatte. Ab März 1939 hatten per Anordnung Verleger und Buchhandel die systemische Konformität von Werk und Persönlichkeit der Schriftsteller zu verantworten. Als während der NS-Zeit linientreuer Schriftsteller kann Luserke jedoch nicht bezeichnet werden.

Literarisch erfolgreich war Luserke vor allem im Dritten Reich, wozu die Motive seiner Werke – Kameradschaft, Wagnis und Bewährungsprobe – wesentlich beitrugen, aber auch seine Betonung des Nordischen und Germanischen in Verbindung mit der von ihm kreierten Kulisse von Meer und Küstenlandschaft. Seine literarische Publikationen enthalten aufgrund ihrer tendenziell surrealen Sujets – soweit heute belegbar – keine NS-Propaganda, wohl aber völkische Bezüge.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein Teil seiner Titel als Feldliteratur für die Soldaten durch die Soldatenbücherei des Oberkommandos der Wehrmacht herausgegeben, so beispielsweise "Der Gryperspuk" in einer Auflagenhöhe von etwa 50.000 – 70.000 Exemplaren, "Geschichten von See und Strand" oder "Strandwölfe. Auch das Oberkommando der Kriegsmarine war Herausgeber von Luserkes Werken, beispielsweise mit einem Auszug aus Reise zur Sage in der Reihe "Soldaten erzählen sich Geschichten".

In seinen letzten Lebensjahren arbeitete Luserke an der Vollendung seiner Auffassung vom Spiel der Shakespeare-Komödien und an seiner Lebensphilosophie.


Ehrungen

  • 1935: 1. Preisträger des Literaturpreises der Reichshauptstadt Berlin für den Roman "Hasko"
  • 1950: Ehrenmitglied des schleswig-holsteinischen Schriftstellerverbandes
  • 1954: Bundesverdienstkreuz am Bande für Luserkes Bemühungen um das „Darstellende Spiel“ (Laienspiel)
  • 1958: Friedrich-Hebbel-Preis
  • 1960: Universitätsmedaille der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • 1986: Die Landesbibliothek Kiel stellte dem Heimatverein Juist das Mobiliar Luserkes als Dauerleihgabe zur Verfügung; dieser stellt es seitdem auf der Insel in Haus Sibje zur Besichtigung aus
  • 1987 – Am 04. Mai wurde am ehemaligen Wohnhaus von Martin Luserke in Meldorf eine Gedenktafel enthüllt

Werke

Erzählungen und Novellen (Auswahl)

  • "Die Legende von Kabirah und dem heiligen Bogen". 1918
  • "Die Bücher der Schule am Meer. Zeltgeschichten I. Fremdartige Abenteuer, von denen im Zelt und am Feuer erzählt wurde". Angelsachsen-Verlag, Bremen 1925
  • "Hasko wird Geusenkapitän". Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt am Main 1925
  • "Die Bücher der Schule am Meer. Zeltgeschichten II. Fremdartige Abenteuer, von denen im Zelt und am Feuer erzählt wurde". Angelsachsen Verlag, Bremen 1926
  • "Sivard Einauge und andere Legenden, die in der Schule am Meer erzählt wurden". Spurbücherei, Band 14. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1930
  • "Der erzwungene Bruder". Nordische Novellen. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1930
  • Erich Eggelin (Hrsg.): "Die Legende von dem Stern, der in die Dünen gefallen war", In: Jungdeutsche Jugend, Jg. 3, Heft 7, Gesellschaft Deutscher Presse 1931

Das schnellere Schiff, Langen Müller Verlag, München 1931 (Neuauflage: ISBN 978-3-7822-0186-5)

  • "Seegeschichten". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1932
  • "Die Legende von dem erzwungenen Bruder". Mit einem Bilde des Dichters, Ferdinand Hirt Verlag, Breslau 1933
  • "Ein Mann! Eine Geschichte vom Abenteuer des Lebens", 1934
  • "Groen Oie am grauen Strom und die Bauern vom Hanushof". Erzählungen. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1934
  • "Das Haus auf der unnahbaren Insel", 1935
  • "Von Indianern, Persern und Geusen. Seltsame Geschichten". Nachwort v. Martin Kiessig, Hermann Schaffstein Verlag, Köln 1935
  • "Das Schiff Satans - Bretonische Erzählungen". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1935
  • "Die drei Erscheinungen der Heiligen Anna von Auray", 1935 (Neuauflage: ISBN 978-3-7822-0186-5)
  • "Die Hand, die sich rächte", 1935
  • "Der kleine Schühß und andere Geschichten. Ein Buch von der Wattenküste". Mit Illustrationen v. Karl Strati. Gustav Weise Verlag, Leipzig/Berlin 1935 (Neuauflage: ISBN 978-3-7822-0186-5)
  • "Geheimnis der See. Zwei bretonische Erzählungen". Paul List Verlag, Leipzig 1935
  • "Der kleine Schühß. Wie Tanil und Tak das Wasser zurückholen gingen". Hermann Hillger Verlag, Leipzig 1935
  • "Windvögel in der Nacht. Geschichten von der Wattenküste". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1936 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0299-2)
  • "Das Boot, das auch den zweiten Pfahl berühren musste", 1936
  • "Die herrliche Windbüchse. Ein Jungenstück". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1934
  • "Das Wrack des Raubschiffs", 1936 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0265-7)
  • "Der Dampfer, der aufs Land heraufkam", 1936 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0327-2)
  • "Der Wolf auf Spoeksand", 1936 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0265-7)
  • "Der Stern, der in die Dünen fiel", 1936
  • "Die Möwe Mareen", 1936 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0299-2)
  • "Die Seehunde", 1936 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0299-2)
  • "Die Fahrt nach Letztesand". Umschlaggestaltung: Poppe Folkerts. Grote Verlag, Berlin 1936 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0265-7)
  • "Die Ausfahrt gegen den Tod oder Die letzte Unternehmung des Geusenadmirals". Propyläen Verlag, Berlin 1936
  • "Wie der kleine Schühß einen Fischerhafen rettet. Eine Nordseenovelle". Heckner Verlag, Wolfenbüttel 1937
  • "Das betrunkene Boot". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1937
  • "Krake kreuzt im Nordmeer – Logbuch 1937". Mit Zeichnungen von Willy Thomsen. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1937
  • "Der Gryperspuk. Eine Sage von der Wattenküste", Franz-Eher-Verlag, München 1938 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0317-3)
  • "Das Dorf der Toten", 1940 (Neuauflage: ISBN 978-3-7963-0265-7)
  • "Der Schattenriese an der Fähre. Eine Sage". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1940
  • "Die Reise zur Sage. Ein Seemannsgarn vom mündlichen Erzählen". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1940
  • "Bran watet durch das Meer – Eine altkeltische Überlieferung nacherzählt". Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1940
  • "Die merkwürdige Voraussage", mit Holzschnitt von Kurt Loderstedt, 1940
  • "Der Turm 'Dat Nige Wark' oder Von der absonderlichen Tochter". 1942 (Neuauflage: ISBN 978-3-7822-0186-5)
  • "Der Mabh Pab. Eine wahrhaft heitere Geschichte". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1942
  • "Die Dampframme". Mit Zeichnungen von Willy Thomsen. Steirische Verlags-Anstalt, Graz 1942
  • "Das Ufer des Mannes", 1942
  • "Spuk überm Strand – Geschichten vom Meer". C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1942
  • "Geschichten von See und Strand". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1942

Die absonderliche Tochter, 1942

  • "Merkwürdige Küstengeschichten". Koehler & Voigtländer, Leipzig 1942
  • "Ewige Wiederkehr". C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1943
  • "Strandwölfe". C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1943
  • "Die Hafengouvernante" (Neuauflage: ISBN 978-3-7822-0186-5)
  • "Die Herausforderung" (Neuauflage: ISBN 978-3-7822-0186-5)

Laienspiele (Auswahl)

Martin Luserke schrieb insgesamt über einhundert Laienspiele, davon sind ab 1912 rund sechzig in div. Verlagen erschienen

  • "Fünf Komödien und Fastnachtsspiele aus der Freien Schulgemeinde Wickersdorf". E. W. Bonsels Verlag, München 1912; inkl. Blut und Liebe. Ein Ritter-Schauer-Drama (Neuauflage: ISBN 978-3-7695-2509-0)
  • "Die drei Wünsche. Ein wahrhaft romantisches Sonnenwendspiel". Adolf Saal Verlag, Lauenburg/Elbe 1922
  • "Brunhilde auf Island. Ein wahrhaft romantisches Sonnenwendspiel". Adolf Saal Verlag, Lauenburg/Elbe 1922
  • "König Drosselbart. Ein Wikinger-Märchen". Adolf Saal Verlag, Lauenburg/Elbe 1922
  • "Der gläserne Spiegel". In: Ludwig Pallat und Hans Lebede (Hrsg.): Jugend und Bühne. Ferdinand Hirt Verlag, Leipzig 1924
  • "B7 Q 3–8 oder die Geheimnisse des Drei-Kontinente-Kraftwerks Mittelländisches Meer–Totes Meer". Eine telefonisch-tellurisch-technische Groteske. Christian Kaiser Verlag, München 1927
  • "Der Zelluloidknopf", 1927
  • "Schwan kleb an", 1927
  • "Der Brunnen If – Zaubermärchen". Christian Kaiser Verlag, München 1927
  • "Die kleine Flöte. Eine Märchengroteske in sechs Bildern". Christian Kaiser Verlag, München 1931
  • "Der kupferne Aladin. Ein orientalisch-mystisches Spiel". Christian Kaiser Verlag, München 1933
  • "Der Turm zu Famagusta", ein Bühnenspiel zur Grundsteinlegung des Hallenbaues in der Schule am Meer auf Juist, Pfingsten 1930. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1934
  • "Der Räuberjunge". Christian Kaiser Verlag, München 1934
  • "Das Abenteuer in Tongking – Ein exotisches Spiel". Christian Kaiser Verlag, München 1936
  • "Der Stein Manipur. Ein indisch heißes Drama". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1936
  • "Das unterste Gewölbe oder Die Hochzeit auf Wurmbstein. Ein lustigschauriges Ritterspiel". Verlag Arwed Strauch, Leipzig 1936
  • "Der unsichtbare Elefant – Ein Märchen-Lustspiel". Christian Kaiser Verlag, München 1936
  • "Die goldene Gans – Ein Spiel für Mädelgruppen". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1938
  • "Das unwiderstehliche Subjekt. Romantisches Lustspiel". Albert Langen/Georg Müller Verlag, Berlin 1939
  • "Der schwarze Pirat – Ein heldisches Spiel". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1941
  • "Der goldene Brunnen – Ein Märchenspiel". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1943
  • "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren". Bärenreiter-Verlag, Kassel 1949

Romane (Auswahl)

  • "Tanil und Tak. Sieben indianische Legenden". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1925
  • "Sar Ubo und Siri". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1925
  • "Hasko – Ein Wassergeusen-Roman". Franz-Eher-Verlag, München 1936 (Neuauflage: ISBN 978-3-9221-1799-5)
  • "Sar Ubos Weltfahrt". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1936
  • "Obadjah und die ZK 14 oder Die fröhlichen Abenteuer eines Hexenmeisters - Roman". Ludwig Voggenreiter Verlag, 1936
  • "Wikinger. Eine Trilogie. Band 1: Der eiserne Morgen". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1938
  • "Wikinger. Eine Trilogie. Band 2: Die Hohe See". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1941
  • "Wikinger. Eine Trilogie. Band 3: Kampf ohne Gnade". Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1945 (wegen des Kriegsendes nicht mehr erschienen)

Logbücher

  • Logbücher der Schule am Meer, 3 Bde., 1925–1934
  • Logbücher der Krake ZK 14, 1934–1939
  • Das Logbuch des guten Schiffs Krake DGIC von seiner vierten Dänemark-Fahrt 1936 nach Holtenau, rund um Seeland über Stralsund nach Kappeln (Schleswig) zurück. Mit Zeichnungen von Dieter Evers. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1937 (Neuauflage: ISBN 978-7-0000-5031-0)
  • Logbücher 1940–1968

Abhandlungen (Auswahl)

Essay

  • Warum arbeitet der Mensch? Eine sozialistische Ideologie der Arbeit. Reihe Praktischer Sozialismus, Bd. 3, Karl Korsch (Hrsg.), Verlag Freies Deutschland, Hannover 1919

Theater und Jugendbühne

  • "Über die Tanzkunst". Reihe: Wickersdorfer Bühnenspiele Bd. 2. Hesperus-Verlag, Berlin 1912
  • Bund für das Neue Theater (Hrsg.) "Shakespeare-Aufführungen als Bewegungsspiele". Mit einem Nachwort von Hans Brandenburg. Walter Seifert Verlag, Stuttgart/Heilbronn 1921
  • "Zur Technik des Shakespearischen Lustspiels". Walter Seifert Verlag, Stuttgart/Heilbronn 1921
  • "Jugend und Bühne". Ferdinand Hirt Verlag, Breslau 1924
  • "Jugendspiele". Christian Kaiser Verlag, München 1925
  • "Jugend- und Laienbühne – Eine Herleitung von Theorie und Praxis des Bewegungsspiels aus dem Stil des Shakespearischen Schauspiels". Angelsachsen Verlag, Bremen 1927
  • "Das Laienspiel. Revolte der Zuschauer". Niels Kampmann Verlag, Kampen (Sylt)/Heidelberg 1930
  • "Bewegungsspiel". In: Walther Hofstaetter, Ulrich Peters (Hrsg.): Sachwörterbuch für Deutschkunde. B. G. Teubner Verlag, Leipzig 1930, Bd. 1, S. 146
  • "Shakespeare und das heutige deutsche Laienspiel". In: Deutsche Shakespeare-Gesellschaft (Hrsg.): Shakespeare Jahrbuch, Ausg. 69, Bernhard Tauchnitz Verlag, Leipzig 1933, S. 112ff.
  • "Shakespeare-Aufführungen als Bewegungsspiele". In: Deutsche Shakespeare-Gesellschaft (Hrsg.): Shakespeare Jahrbuch, Ausg. 69, Bernhard Tauchnitz Verlag, Leipzig 1933, S. 149, 160, 161
  • "Faxenraten. Ein Weg zum Allround-Stil von Theater", 1952

Pan-Apollon-Prospero. Zur Dramaturgie von Shakespeare-Spielen, Hans Christians Verlag, Hamburg 1957

  • mit Hans Baumann, Franz Brand, Kurt Sydow: "Blaset die Hörner". Karl Heinrich Möseler Verlag, Zürich 1968
  • "Agitur ergo sum? Versuch einer morphologischen Deutung des Ur-Zusammenhangs von Theater und Bewusstsein". Hans Christians Verlag, Hamburg 1974

Pädagogik

  • Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf bei Saalfeld a. d. Saale. Propaganda-Schrift der Freien Schulgemeinde Wickersdorf, die aus der Praxis einer Reformschule heraus deren Grundsätze und Erfahrungen darstellt – 1. Jahresbericht. Wohlfeld Verlag, Magdeburg 1908
  • Freimaurerei und moderne Pädagogik. Sonderdruck aus dem Freimaurer-Wochenblatt Der Herold. Verein deutscher Freimaurer, Berlin 1914
  • Schulgemeinde. Der Aufbau der neuen Schule. Furche-Verlag, Berlin 1919
  • Schule am Meer (Juist, Nordsee). Leitsätze. Die Gestalt einer Schule deutscher Art. Angelsachsen Verlag, Bremen 1924
  • Die Grundlage deutscher Sprachbildung – Mit einer Kunst der Improvisation als praktischer Hintergrund. Angelsachsen Verlag, Bremen 1925
  • Schule am Meer. Ein Buch vom Wachsen deutscher Jugend geradeaus vom Ursprünglichen bis ins Letzte. Angelsachsen Verlag, Bremen 1925
  • Der vollständige Ausbau der Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist, Angelsachsen-Verlag, Bremen 1925
  • Die Schulbarkeit der irrationalen Fähigkeiten – Zu einem Versuchsschulplan der Schule am Meer auf Juist, 1931
  • Die Bedeutung des Theaters und Laienspiels für die heutige Volksbildung. In: Reichsausschuss der Deutschen Jugendverbände / Hermann Maaß / Otto Bartning (Hrsg.): Geistige Formung der Jugend unserer Zeit. Berlin 1931
  • Die nordische Landschaft als Erzieher. In: Volk im Werden. Zeitschrift für Kulturpolitik, 1933, Ausg. 1(3), S. 49–55
  • Akademiekurse für musische Elementarbildung? In: Sammlung, 1952, Ausg. 7, S. 41–45

Dokumentation

  • Logbücher der Schule am Meer, 3 Bde., 1925–1934

Hörfunk

  • Die Bedeutsamkeit des Laienspiels. (Leiter der Schule am Meer, Juist). In: Reihe Schul- und Laienspiel, 2. Folge. Pädagogischer Funk der Deutschen Welle. 13. November 1930, 16:00–16:25 Uhr
  • Martin Luserke spricht. Jugendstunde der Funk-Stunde Berlin. 23. Oktober 1931, 17:30–17:50 Uhr

Weblinks


Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …