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Kategorie: Schiffbau und Seefahrt
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Lotsen

Aus Dithmarschen Wiki

Die Schleusenstadt Brunsbüttel liegt elbseitig am NOK. Kaum ein anderer Beruf hat das Stadtbild mehr geprägt als das Lotsenwesen.


Lotsenversetzboote Foto: Jan Sievers
Lotsenversetzboote Foto: Jan Sievers
Lotsenversetzboot "Kapitän Jürs" Foto: Michael Brakhage
Lotsenversetzboot "Kapitän Jürs" Foto: Michael Brakhage
Aus der Sicht eines Kanallotsen.Foto: Roland Rathje
Aus der Sicht eines Kanallotsen.Foto: Roland Rathje
Elblotsenhaus 1914 und heute. Montage: Jan Sievers
Elblotsenhaus 1914 und heute. Montage: Jan Sievers




Inhaltsverzeichnis

Ältermann

Ältermann Michael Hartmann

Geschichte des Lotsenwesens

Blick vom alten Lotsenhaus.Foto: Roland Rathje
Blick vom alten Lotsenhaus.Foto: Roland Rathje

Berufsbild

Der Begriff Lotse kommt ursprünglich aus der Seefahrt (engl. loadsman = Geleitsmann). Im Englischen wird er als „Pilot“ bezeichnet.

Blick in eine Schleusenkammer.Foto: Roland Rathje
Blick in eine Schleusenkammer.Foto: Roland Rathje

Ein Lotse ist in der Seefahrt meist (in Deutschland grundsätzlich) ein erfahrener Nautiker (Kapitän) mit mehrjähriger praktischer Erfahrung, der bestimmte Gewässer so gut kennt, dass er die Führer von Schiffen sicher durch Untiefen, vorbei an Schifffahrtshindernissen und den übrigen Schiffsverkehr geleiten kann. Sie üben ihre Tätigkeit als Berater des Kapitäns eines Schiffes aus. Mit Lotsenbooten (internationale Aufschrift: "PILOT") oder Hubschraubern werden sie von einem Schiff zum anderen bzw. von der Lotsenstation zum Schiff gebracht. Außerdem führen sie Radarberatung durch. Dafür sind entlang der wichtigsten Verkehrswege Radarketten eingerichtet worden. Lotsen in den Revierzentralen beobachten die Radargeräte und beraten Schiffe über Funk.

Durch Tidenströmungen und von Flüssen eingebrachte Sedimente ändern sich die Tiefenverhältnisse von Flüssen und Kanälen ständig. Wind, stetig wechselnde Strömungen, andere Ereignisse wie z. B. Nebel, sowie die übrigen Verkehrsteilnehmer beeinflussen die sichere Führung eines Schiffes zu jeder Zeit unterschiedlich. Da die Hauptaufgabe der Lotsen der Schutz von Menschen, Schiff und Umwelt, sowie die Unterstützung einer effizienten Verkehrsführung auf den Wasserstraßen und in den Häfen ist, wird in vielen Gewässern der Welt die Unterstützung durch einen Lotsen auch vorgeschrieben (Lotsenannahmepflicht). Die hierfür fällige Gebühr richtet sich häufig nach der Tonnage des Schiffes. Im Bereich der Ems, Jade, Unterweser und Unterelbe gilt die Lotsenannahmepflicht seit 2003 insbesondere für Gefahrgut. Für weitere Reviere, wie in der westlichen Ostsee werden weitere Regelungen zur Lotsenpflicht international angestrebt.

In Deutschland gibt es See- und Hafenlotsen, welche sich in neun Lotsenbrüderschaften (Körperschaften öffentlichen Rechts) selbst organisieren und die Lotsendienste auf dem jeweiligen Revier für die internationale Seeschifffahrt rund um die Uhr sicherstellen.

Im lokalen Sprachgebrauch findet man noch die Begriffe Böschlotsen oder Flusslotsen z. B. für die Seelotsen auf der Strecke von Brunsbüttel bis Hamburg oder Bremerhaven bis Bremen. Quelle: Wikipedia

Kanallotsen

Das Seelotsrevier der Lotsenbrüderschaft Nord-Ostsee-Kanal I umfasst alle Fahrtstrecken zwischen den Schleusen Brunsbüttel und der Lotsenwechselstation Rüsterbergen (km55) sowie auf der Elbe die Fahrtstrecke zu den Schleusen Brunsbüttel auf einem Gebiet, das im Osten durch die Ostgrenze der Nordost Reede von Brunsbüttel und deren südliche Verlängerung, im Westen durch den Längengrad 09o03´55´´ Ost und im Süden durch das Südufer der Elbe begrenzt wird.

Takelure

Als ein Bestandteil der Lotsenbrüderschaft NOK I kann der Lotsenchor TAKELURE betrachtet werden. In dem Lotsenchor singen aktive Lotsen sowie Pensionäre der Lotsenbrüderschaften Elbe und NOK I Shanties und Seasongs.

Lotsen-Postkarten

Das Fegbeitel-Archiv ist eine der umfangreichsten Dithmarscher Postkartensammlungen. Wir haben die Abbildungsrechte zu treuen Händen erhalten und bitten um geflissentliche Beachtung. Wir bedanken uns bei der Familie Fegbeitel und bei Sabine Both und ihrem Bruder für die digitale Aufarbeitung des Archives. Da die Sammlung sehr umfangreich ist, stellen wir die Themen nach und nach ins Dithmarschen-Wiki und bitten um etwas Geduld.

Bei Verwendungswunsch richten Sie bitte unbedingt eine Anfrage an Herrn Robert Fegbeitel, Brunsbüttel Koogstraße 68, Telefon 2370

Elblotsen

Die Mitglieder der Lotsenbrüderschaft Elbe lotsen die Schiffe auf der Elbe von der Leuchttonne "E 3" in der Deutschen Bucht bis zur Hamburger Hafengrenze. Dabei werden alle Häfen und Pieranlagen an der Elbe bedient.

Darüber hinaus werden der Schifffahrt verschiedene Sonderdienste angeboten. Diese gewährleisten allen Schiffe bei allen Wetterlagen ein sicheres und rasches Erreichen ihres Liegeplatzes. Hierfür stehen der Schifffahrt 250 Seelotsen kontinuierlich zur Verfügung. Der Dienst erfolgt im Reihendienst, was für die Schifffahrt zu jeder Zeit eine ständige Verfügbarkeit an Seelotsen bedeutet .

Der einkommenden Schifffahrt werden spezielle Dienste angeboten, die es ermöglichen, dass die Schiffe zu jeder Zeit, auch unter schwierigsten Wetterbedingungen, ihren Liegeplatz erreichen. Die ausgehende Schifffahrt wird auf Wunsch bis zu den Lotsenstationen aller deutschen Reviere beraten .

Die Verkehrszentralen Brunsbüttel und Cuxhaven können ebenfalls jederzeit auf Anforderung mit Seelotsen besetzt werden. Die Seelotsen beraten vom Landradarbildschirm die Kapitäne und Bordlotsen z.B. bei Nebel, Sturm und Eiswetterlagen. Die Lotsenbrüderschaft Elbe unterhält auf der Elbe derzeit 4 Lotsenstationen. Hamburg - Brunsbüttel - Cuxhaven - sowie die Seestation bei der Leuchttonne Elbe .

Die Station Hamburg ist die Hauptstation für alle aus Hamburg auslaufenden Schiffe. Die Seestation in der Aussenelbe, in der Nähe des Leuchttonne "Elbe" ist die Hauptstation für alle in die Elbe einlaufenden Schiffe.

Die Station Brunsbüttel ist die zentrale Wechselstation für alle nach Hamburg und See bestimmten Schiffe sowie für alle Schiffe von und zum Nordostseekanal. Sie koordiniert auch alle Sonderdienste der Brüderschaft. Von hier wird auch der Einsatz der Seelotsen in der Verkehrszentrale Brunsbüttel koordiniert. Von der Station Cuxhaven aus werden auch Seelotsen im Hafen von Cuxhaven sowie in der Verkehrszentrale Cuxhaven eingesetzt.

Die Seelotsen kommen aus allen Bereichen der Schifffahrt, alle Seelotsen sind im Besitz des höchsten nautischen Patents, der überwiegende Teile ist als Kapitän in der weltweiten Fahrt tätig gewesen. Hierdurch fließen alle fachlichen Richtungen der Seefahrt ein, so dass eine größtmögliche Fächerung aller seemännischen Erfahrung vorhanden ist. Die Mitglieder der Lotsenbrüderschaft Elbe unterliegen einer ständigen Schulung in Theorie und Praxis. Die Schulung wurde durch Training an Simulatoren und anderen modernen Systemen erfolgreich erweitert. Quelle: Die Lotsenbrüderschaft Elbe ist in allen einschlägigen beratenden Fachgremien vertreten.

Seelotsen

Literatur

Quelle: Wikipedia

Große Aufgaben. Foto: Jan Sievers
Große Aufgaben. Foto: Jan Sievers
Kapitän Kirchheiss. Foto: Jens Rusch
Kapitän Kirchheiss. Foto: Jens Rusch
"Lotsen-Bilderbogen" Radierung 40 x 50 cm von Jens Rusch
"Lotsen-Bilderbogen" Radierung 40 x 50 cm von Jens Rusch


Links

Von „http://www.dithmarschen-wiki.de/Lotsen

Diese Seite wurde bisher 4.477-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 12. September 2009 um 10:49 Uhr geändert.


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