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Läden im Koog – Fundgrube

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Inhaltsverzeichnis

Was war vor der Fundgrube

Von 1903 bis 1957 war Möbelhaus Buhtz in Brunsbüttelkoog ansässig. Zunächst in der Koogstraße 87, dann Koogstraße 75 und später in der Koogstraße 67.


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Werbung Buhtz 1928
Werbung Buhtz Brunsbüttelkooger Zeitung 1931

Am 20.03.1957 bot dann „Möbel Kjer“ (vorher ab 1953 Fährstraße 9) in der Koogstraße 67 seine Einrichtungsgegenstände an.

Die Fundgrube

Viele der Zeitungsfotos wurden freundlicherweise von Ingrid Krabbe zur Verfügung gestellt.

Luftaufnahmen aus den 70ern


Nach Marne im Jahre 1965 entstand ein Jahr später (Gewerbeanmeldung 01.10.1966) auch in Brunsbüttel eine „Fundgrube“ der Kaufring-Kette. Diese hatte in der Bundesrepublik Deutschland 650 Kaufhäuser, 11 davon in Schleswig Holstein (Marne, Brunsbüttel, Meldorf, Heide, Hademarschen, Bredstedt, Leck, Friedrichstadt, Kappeln, Preetz und Plön). Das Kaufhaus in Brunsbüttel gehörte der Fundgrube GmbH & Co. KG, deren Inhaber Harald Theobaldt aus Marne war.

Der 1.Umbau

BZ vom 3.4.1974

1974 erfolgte der erste Umbau der Fundgrube.
Der Laden wurde am 4. April 1974 wiedereröffnet.

Der 2.Umbau

Im Jahre 1977 wurde der Laden erheblich vergrößert. Man konnte jetzt in zwei Etagen einkaufen und – ein Novum für Brunsbüttel – den ersten Stock über eine Rolltreppe erreichen. Es war die erste und bis heute einzige Rolltreppe in einem Brunsbütteler Kaufhaus. Eröffnet wurde der Neubau nach 7 Monaten Bauzeit (Architekt Haupthoff aus Hochdonn) am 14.09.1977.

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Gleichzeitig wurde auf der anderen Straßenseite Fundgrube „hobbyland“ eröffnet (Koogstraße 70 – davor Herrenausstatter Bruno-[Fliege]-Degen, davor Herrenausstatter Johs. Baumann - heute Koog-Apotheke).

Der Brand

Am 6.2.1989 morgens um 4.03 Uhr stand das Gebäude in Flammen. Da das Feuer in den Waren genügend Nahrung und durch geborstene Schaufensterscheiben genug Sauerstoff erhielt, war der Schaden total.
Der Artikel aus der BZ von Christiane Sengebusch schildert das Drama plastisch.

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Von DLZ/BZ-Redakteurin Christiane Sengebusch
Brunsbüttel „Es ist einfach alles zerstört", sagt eine Mitarbeiterin mit Tränen in den Augen. Sie blickt auf die verrußte Fundgruben-Ruine. Das Kaufhaus an der Koogstraße fiel in der Nacht zum Montag einem Feuer zum Opfer. Die Kriminalpolizei Brunsbüttel beziffert den Schaden nach ersten Schätzungen mit vier Millionen Mark. Kripo-Chef Hermann Marken: „Der gesamte Warenbestand ist verbrannt."
Genau um 4.03 Uhr wurde in der Nacht zum Montag die Gemeindefeuerwehr Brunsbüttel alarmiert. Wenig später heulten die Sirenen. „Als einige Minuten später die ersten Löschfahrzeuge eintrafen, brannte schon alles lichterloh," berichteten Gemeindewehrführer Peter-Heinz Jungclaus und Ortswehrführer Holger Pöhlmann. In allen Etagen des Kaufhauses hatte sich das Feuer breit gemacht. Das Dach stürzte ein. Die Freiwillige Feuerwehr konzentrierte sich darauf, ein Übergreifen des Feuers auf die direkt angrenzenden Häuser zu verhindern. Zum Beispiel auf das Cafe Stuckmann in der Posadowskystraße.
„Ich war zufällig nachts wach geworden und konnte nicht wieder einschlafen. Da wurde in der Fundgrube Alarm ausgelöst. Weil es dort in der vergangenen Woche mehrfach Fehlalarme gegeben hatte, kümmerte ich mich erst mal nicht weiter darum. Dann hörte ich etwas klirren. Und weil ich dachte, es seien Diebe, stand ich auf", schildert Silke Stuckmann die Ereignisse in der Nacht zum Montag.
Die junge Frau sah das Feuer im Nachbargebäude und weckte ihre Familie. „Wir wollten erst noch ein paar Sachen einpacken. So das Nötigste. Da kamen aber schon Feuerwehrmänner und forderten uns auf, unser Haus zu verlassen." Bei einem Nachbarn verbrachte die Familie Stuckmann unruhig den Rest der Nacht. Auch ihr Haus ist in Mitleidenschaft gezogen.
Konrad Hahnelt, Hausmeister im Rathaus, bemerkte den Brand in der Fundgrube ebenfalls sehr zeitig: „Ich hatte zu Anfang den Eindruck, es sei nur ein kleines Feuer. Plötzlich brannte es überall. Irgendwie waren da so explosionsartige Geräusche." Insgesamt 93 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die gesamte Gemeindefeuerwehr Brunsbüttel war auf den Beinen. Die Feuerwehr Marne war in Bereitschaft. Vom Bayerwerk Brunsbüttel und aus Heide wurden Drehleitern angefordert. „Ohne diese Drehleitern hätten wir dem Feuer nicht beikommen können", unterstrich Peter-Heinz Jungclaus. Die Drehleiter aus Heide traf nur fünf Minuten nach der der Bayer AG ein. „Eine enorme Leistung", lobte der Gemeindewehrführer.

Warenbestände boten Flammen reichlich Nahrung

Das schnelle Ausbreiten der Flammen führen er und Ortswehrführer Holger Pöhlmann darauf zurück, daß die riesigen Scheiben des Kaufhauses sprangen. Die Luftzufuhr trug zum Ausbreiten bei. Außerdem fand das Feuer in den Warenbeständen - Kleidung, Haushaltsartikel, Kosmetika -reichlich Nahrung. Jungclaus: „Als wir eintrafen, hatte der Brand sich schon so ausgedehnt, daß nur noch eine Bekämpfung von außen möglich war. Ein Eindringen in das Gebäude war nicht mehr zu verantworten."
Der Einsatz der Feuerwehr erstreckte sich bis in die Mittagsstunden. Es mußten letzte Brandnester gelöscht werden. Später versuchte die Wehr, das Löschwasser aus dem Gebäude zu lenzen. Bürgermeister Ernst Tange und Stadtbaudirektor Hans-Jürgen Brumm besichtigten den Brandort in der Nachbarschaft des Rathauses.
Die meisten der 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in den frühen Morgenstunden von der Geschäftsleitung der Fundgrube-Kaufhäuser, die zur Kaufring-Kette gehören, benachrichtigt worden. Die meisten kamen zur Koogstraße und standen fassungslos vor den Trümmern ihrer Arbeitsstätte. Überall herabgestürzte Balken und Träger. Total verkohlte Warenreste lagen herum. Lediglich das pinkfarbene Auto vor dem Eingang überstand das Feuer. „Wir hatten wirklich eine gute Arbeitsstelle. Was wird nun?" fragt eine Mitarbeiterin. Über die Brandursache konnte die Kripo gestern noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen laufen auf vollen Touren. Kriminaltechniker trafen aus Itzehoe ein, die die Untersuchungen aufnahmen.


Nachdem alles vorbei war ...

Nach der Fundgrube

Schleusen-Hotel (Foto Uwe Möller)

Auf der durch den Brand freigewordenen Fläche wurde das Schleusenhotel gebaut. Unten richtete sich Kloppenburg ein. Heute ist unten der Mode-Laden „braak-fashion.de“.

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