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Kunst, Sabine

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 07:23, 27. Sep. 2017 (CEST)

Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst

Sabine Kunst ist eine deutsche Hochschullehrerin und Politikerin (SPD). Sie war ab 2007 vier Jahre lang Präsidentin der Universität Potsdam und vom 23. Februar 2011 bis 8. März 2016 Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Am 19. Januar 2016 wurde sie zur Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin gewählt und trat dieses Amt am 11. Mai 2016 an.

Inhaltsverzeichnis

Biographische Daten

  • Geburtsdaten: 30.12.1954 in Wesselburen;
  • sie ist verheiratet, wohnt seit 2007 in Werder (Havel) und hat drei erwachsene Kinder;
  • sie ist die Schwester von Fehrs, Kirsten, der Bischöfin der Nordkirche im Sprengel Hamburg und Lübeck.

Leben

  • In ihrem Studium 1972 – 1982 unter anderem in Hannover belegte sie neben Wasserbauingenieurwesen und Politologie die Fächer Chemie, Biologie und Philosophie. 1982 wurde sie zum Dr.-Ing. im Fach Umweltbiotechnologie, Bauingenieur- u. Vermessungswesen promoviert;
  • 1990 legte sie eine weitere Promotion zum Dr. phil. in Politikwissenschaft, Bereich Technikbewertung und Interdisziplinarität ab. Ihre Habilitation erfolgte ebenfalls 1990 am Fachbereich Bauingenieur- u. Vermessungswesen der Universität Hannover mit einer venia legendi für Wasser- und Abwasserbiologie.
  • 1979 – 1984 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universität Hannover;
  • 1984 – 1985 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung (ZEW) in Berlin;
  • 1985 - 1987 übernahm sie Lehraufträge der TH Darmstadt;
  • 1986 - 1990 war sie hauptamtlich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Abfallwirtschaft beim Umweltbundesamt Berlin;
  • 1991 - 1994 besetzte sie eine Vertretungsprofessur an der TU Hamburg-Harburg; gleichzeitig war sie 1991–2007 Universitätsprofessorin an der Universität Hannover;
  • 2003 - 2005 über nahm sie in der universitären Selbstverwaltung die Aufgaben eines Director of International Affairs der Universität Hannover;
  • 2004 - 2007 war sie geschäftsführende Leiterin der Weiterbildung WBBau der Universität Hannover;
  • 2005 - 2007 amtierte sie als gewählte Vizepräsidentin für Lehre, Studium, Weiterbildung und Internationales der Universität Hannover;
  • der elfköpfige Senat der Universität Potsdam wählte am 20.07.2006 Sabine Kunst einstimmig zur neuen Präsidentin der Universität. Das Amt trat sie ab 01.01.2007 für eine sechsjährige Amtszeit bis 31.12.2012 an. Die 55-Jährige wurde am 30.06.2010 in Bonn von der Mitgliederversammlung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) mit großer Mehrheit gewählt und trat dieses Ehrenamt am 01.07.2010 an. Sie war die erste Frau an der Spitze des DAAD.
  • Am 23.02.2011 trat sie die Nachfolge von Martina Münch (SPD) als brandenburgische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Kabinett Platzeck III / Kabinett Woidke I an. Zuvor hatte sie ihr Amt als Präsidentin der Universität Potsdam aufgegeben, ebenso wie das Ehrenamt der DAAD-Präsidentin. In der Neuauflage der rot-roten Koalition ab 05.11.2014 als Kabinett Woidke II behielt sie ihren Ministerposten. Im Dezember 2014 trat sie der SPD bei.
  • Im Dezember 2015 wurde Kunst als einzige Kandidatin vom Kuratorium der Humboldt-Universität zu Berlin für das Amt der Universitätspräsidentin vorgeschlagen und am 19.01.2016 gewählt.

Auslandsaufenthalte

Auslandserfahrungen sammelte Kunst unter anderem mit einem Forschungsaufenthalt in Guangzhou, China, 1985 zur Inbetriebnahme von Biogasanlagen. 1986–1989 kooperierte sie mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Bolivien und Peru. In La Paz, dem Regierungssitz Boliviens, kümmerte sich die Ingenieurin um den Bau von Teichanlagen in Slumgebieten. Bis 2007 verfolgte sie vielfältige Projekte in der internationalen Forschung in Südafrika, Mexico, Costa Rica, Brasilien, Sibirien zur Ressource Wasser.


Auszeichnungen

2010 wurde sie vom Centrum für Hochschulentwicklung und der Financial Times Deutschland mit dem Preis „Hochschulmanagerin des Jahres“ ausgezeichnet.


Mitgliedschaften

  • Mitglied Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech)
  • Vorsitzende Stiftungsrat, Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur, ZEvA
  • Mitglied der Martin-Buber-Association (Deutschland-Israel-Kooperation)
  • Vorstandsvorsitzende der Arbeits- und Servicestelle für Internationale Studienbewerbungen e. V. (uni-assist)
  • Sprecherin (Gründungsmitglied) des Netzwerk Mittelgroße Universitäten

Mitglied der Strategie- u. Planungskommission der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

  • Mitglied des Rundfunkrats Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb)

Werke

  • Biologie der Abwasserreinigung (mit Klaus Mudrack) Spektrum Akad. Verlag, Heidelberg 2009, 5., vollst. überarb. und erw. Auflage (Erstauflage 1985)
  • Abwasserreinigung in verstädterten Orten Shaker, Aachen 2004
  • Sustainable water and soil management Springer, Berlin 2002
  • Betriebsprobleme auf Kläranlagen durch Blähschlamm, Schwimmschlamm, Schaum Springer, Berlin 2000

Weblinks


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