Kudensee
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Der Kudensee ist ein Naturschutzgebiet nahe der Ortschaft Kuden in Dithmarschen. Beide gehören zum Amt Burg-Sankt Michaelisdonn im Süden des Kreises, nahe des Nord-Ostsee-Kanals und unweit der Stadt Brunsbüttel.
Der Kudensee ist als Vogelschutzgebiet im Projekt Natura 2000 berücksichtigt. Fotos: Reimer Stecher
Der letzte Flachwassersee in den Elbmarschen. Als Europäisches Vogelschutzgebiet ist er auch international geschützt.
Der Kudensee
Auszug aus Natura 2000
11.Kudensee (FFH) 2021-301 - NSG Kudensee (Vogelschutzgebiet) Erhaltungsziele: Erhalt des Kudensees als Gesamtökosystem eines eutrophen Marschsees mit flachen Seebuchten sowie großflächigen Röhrichtzonen, Bruchwaldresten und Weidengebüschen, insbesondere auch als Lebensraum einer vielfältigen Vogelfauna.
- Eigentumsstruktur: Stiftung Naturschutz
Schutzstatus: NSG Vorrangiger Handlungsbedarf Natura 2000: Entwicklung und Erhalt von Feuchtwiesen im Randbereich des Sees durch Mahd, Beweidung und Anstau der Grüppen, Regelung für das Eislaufen im Winter, Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptes mit den Nutzern zur Entwicklung und Sicherung eines Lebensraumes für Wiesen- und Wasservögel.
- Betreuende Verbände: Privatperson (P.Todt, Buchholzer Moor)
Der Kudensee ist mit 38,9 Hektar Fläche der größte See im Kreis Dithmarschen. Seit 1992 ist der Kudensee und Umgebung ein 172 Hektar großes Naturschutzgebiet. Es handelt sich um den letzten Flachwassersee in den Elbmarschen. Als Europäisches Vogelschutzgebiet ist er auch international geschützt.
Das Gebiet besitzt größere Röhrichtzonen, Bruchwaldreste und Weidengebüsche, das gesamte drei Kilometer lange Ufer ist bewachsen. Die Rohrdommel brütet hier, er ist Rastplatz für zahlreiche Zugvögel. Mit einem Tiefemmaximum von nur 1,2 Meter ist der See Hypertroph, aufgrund der starken Durchmischung durch den Wind herrschen von der Oberfläche bis zum Grund nahezu gleiche Temperatur- und Sauerstoffbedingungen, die nur bei geschlossener Eisdecke für Fische ungünstig verlaufen können. Der Boden besteht sowohl aus weichem Schlamm als auch aus hartem Sand.
Das Ministerium für Landwirtschaft fand 2006 insgesamt 14 Fischarten in dem See. Sehr häufig fand es Brachsen, Güstern, Rotaugen, Flussbarsche sowie Kaulbarsche. Im gesamten Uferbereich verstecken sich am Tag Aale. An Raubfischen fand es Hecht und Zander, in größerer Zahl kamen noch Ukelei und Moderlieschen vor. Der Artnachweis gelang für Gründling, Rotfeder, Schleie und Steinbeißer. Der einzige Fisch, dem es noch gelingt durch die Absperrungen zum Nord-Ostsee-Kanal zu wandern, ist der Aal, der auf dem Weg aber auch Verluste in unbekannter Höhe erleidet. Ehemals vorkommende Arten wie Stint, Aland und Finte kamen früher selten vor, seit dem Bau der Entwässerungsbauten gar nicht mehr.
Der See gehört dem Kreis Dithmarschen und der Stiftung Naturschutz. Er liegt auf dem Gelände der Gemeinden Kuden und Averlak. Quelle: Wikipedia














