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Kruse, Johann

Aus Dithmarschen Wiki

Inhaltsverzeichnis

Biographie

"Als Zwölfjähriger erlebte ich wie eine alte Tagelöhnerwitwe aus der Nachbarschaft Trost und Hilfe suchend zu meiner Mutter kam. Sie war gerade von einem Bauern, der seine Kinder und sein Vieh behext wähnte, mit drohend erhobenem Knüppel und dem gebrüllten Wort "Du Hex" vom Hof gejagt worden. Das Weinen der alten Frau und die Trostworte meiner Mutter bewirkten, dass ich später den Kampf gegen den Hexenwahn aufnahm."

Das Hamburger Hexenarchiv

Völkerkundemuseum Hamburg - ein Zentrum heidnischer Spiritualität in Norddeutschland - nicht unbedingt im Sinne von Johann Kruse.

Zitat aus "Rabenclan e.V.":

Sichtbares Zeichen den Wandels war die "Hexen-Gedenk-Woche" anlässlich des :100. Geburtstags Kruses 1990. Erstmals fanden öffentliche Workshops zum Thema :Hexerei im Museum statt, erstmals traten hier auch in einer viel beachteten :öffentlichen Diskussion die neue Hexen Attis und Ute Schiran im seriösen :Umfeld des renommierten Museums auf. Die "Hexen-Gedenk-Woche" gedachte nicht :nur dem Lebenswerk Kruses, sondern machte gleichzeitig auf eine grundsätzliche :Neubewertung vieler Themen in der Gesellschaft aufmerksam. Bereiche wie :Esoterik, Okkultismus, Magie, die Johann Kruse so vehement als "Wahn" bekämpft :hatte, wurden nun von Teilen der Wissenschaft und auch in der breiten :Öffentlichkeit in einem anderen Licht gesehen. Der Wandel in der Ausrichtung :des Hexenarchivs fand allerdings auch Kritiker, die die Frage stellten, :inwieweit das erweiterte Sammlungs- und Forschungsziel im Sinne des Gründers :gewesen wären. Diese Frage lässt sich posthum kaum beantworten. Sicherlich :hätte der Esoterik-Gegner Kruse mit vielen der neueren Aspekte des Archivs :gehabt. Allerdings ist es Kruses vordringlichstem Ziel, nämlich dass niemand :mehr unter den Glauben an Hexen leiden soll, der Schutz der Opfer von :Vorurteilen und Hysterie und die Aufklärung über irrige Vorstellungen über :"schwarze Magie" und ähnliches nach wie vor das Hauptziel des Hexenarchivs.
Martin Marheinecke Beltaine 2003


Das Völkerkundemuseum Hamburg, das auch das Hexenarchiv des Forschers Johann Kruse beherbergt, hat sich mittlerweile zu einem heidnischen Zentrum entwickelt. Hier finden Vorträge über Jahresfeste, Zauberpraktiken und Referate zu Fragen naturreligiöser Spiritualität statt.

1978 vermachte der Volksschullehrer Johann Kruse (1889-1983) dem Museum sein "Archiv zur Bekämpfung des neuzeitlichen Hexenwahns ". Er hatte sich fast sein ganzes Leben lang mit dem Thema Hexen beschäftigt und alles gesammelt, was er dazu erhalten konnte.

Literatur

Bekämpfung des Hexenwahns in Deutschland

Links

Von „http://www.dithmarschen-wiki.de/Kruse%2C_Johann

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