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Tietjens, Jochim

(Weitergeleitet von Jochim Tietjens)

Mutter Tiedjens Foto: Landesmuseum Dithmarschen
Mutter Tiedjens Foto: Landesmuseum Dithmarschen
Geformt von Jochim Tietjens: Büste der Meldorferin Nanny Peters
Geformt von Jochim Tietjens: Büste der Meldorferin Nanny Peters
Klaus Groth-Büste. Foto: Landesmuseum Dithmarschen
Klaus Groth-Büste. Foto: Landesmuseum Dithmarschen
Klaus Groth-Büste. Foto: Jens Rusch
Klaus Groth-Büste. Foto: Jens Rusch

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Jochim (auch: Joachim o. Jochen) Tietjens


4. August 1852 Geboren in Albersdorf als Sohn des Tischlers Johann Tietjens und seiner Ehefrau Anna Margareta, geb. Jarck

30. Januar 1855 Tod des Vaters

1858 Zweite Heirat der Mutter mit dem Schlachtermeister Hinrich Andreas Riebeling: Tietjens wächst nicht im Haus seines Stiefvaters, sondern bei einer Bauernfamilie in Schrum auf

In Kiel versuchte Klaus Groth, den mittellosen Künstler in die dortige Gesellschaft einzuführen und ihm damit Aufträge zu verschaffen. So fertigte Tietjens unter anderem auch eine Büste des Dichters an. Seine Bemühungen wurden dadurch vereitelt, dass Tietjens 1893 geisteskrank wurde und schließlich in eine Anstalt in Berlin eingewiesen werden musste, wo er 1916 starb. Von seinen künstlerischen Arbeiten ist nur sehr wenig erhalten; das Dithmarscher Landesmuseum bewahrt die von ihm geschaffene Büste der Nanny Peters, einige weitere Arbeiten befinden sich in Privatbesitz. Quelle: Dithmarscher Landesmuseum

Schreiber

um 1866 Nach Schulzeit und Konfirmation Ausbildung zum Schreiber beim Kirchspielsschreiber Nissen in Albersdorf

um 1870 Tätigkeit als Schreiber in Husum (dort soll Theodor Storm auf ihn aufmerksam geworden sein)

ab Anfang der 1870-er Jahre Besuch der Kunstakademie in Dresden (mit Unterstützung verschiedener Gönner, u.a. Klaus Groth, Theodor Storm, Pastor Schacht aus Albersdorf, Frau Peters aus Meldorf, Mutter von Nanny Peters?), Ausbildung zum Bildhauer.

Bildhauer

1877 Reliefbildnis von Elisabeth Steche (geb. 1872 Dresden), Tochter des Professors Dr. Richard Steche

1880/81 Besuch in Dithmarschen (Meldorf); Minna Griebel schreibt ein Gedicht über Tietjens, dat. 13.1.1881 Anfertigung der Büste von Nanny Peters (gest. 1874)?


Klaus Groth-Büste und Hebbel-Denkmal

1882/83 Aufenthalt in Kiel: Anfertigung der Büste von Klaus Groth (dat. 1883) und des Sohnes der mit Groth befreundeten Familie Esmarch (geb. 1874) Tietjens bewirbt sich vergeblich um die Ausführung des Hebbel-Denkmals in Wesselburen


1884 Erneuter Aufenthalt in Kiel Umzug von Dresden nach Berlin (T. wohnt erst in der Luisenstraße, später am Schiffbauerdamm)

1886-92, 1891 Beteiligung an den Ausstellungen der Königlichen Akademie der Künste und des Vereins Berliner Künstler

Krankheit

1892 Reliefbildnis von Klaus Groth, erste Anzeichen der Geisteskrankheit

1893/94 Aufenthalt bei seinem Halbbruder, dem Schuhmachermeister H.A. Riebeling in Albersdorf

um 1894? Einweisung in eine Berliner Irrenanstalt

11. September 1916 Dort gestorben und in Berlin-Buch beigesetzt

Quelle: Dithmarscher Landesmuseum


Links

Bestellmöglichkeiten

Die obere Hälfte von Dieter Brunner

Von „http://www.dithmarschen-wiki.de/Tietjens%2C_Jochim

Diese Seite wurde bisher 1.278-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 4. Februar 2009 um 12:25 Uhr geändert.


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