Jiaogulan
Aus Dithmarschen Wiki
Mit der Pflanze Jiaogulan (Unsterblichkeitskraut) verbinden sich die Hoffnungen vieler Krebsbetroffener. Genetische Stämme in Deutschland anzusiedeln ist mit einem Verlust an Wirksamkeit verbunden, wenn man nicht bestimmte Kriterien berücksichtigt. Es ist jetzt gelungen, eine ständig wachsende Infrastruktur im Regionalraum zu etablieren. Jiaogulan, Herkunft Zentralchina und Thailand, wächst auch in Dithmarschen. Die Pflanze mag den Marschboden ausgesprochen gern und ist bis minus 18 Grad winterresistent. Während in zunehmendem Maße Mißbrauch und abnehmende Qualität gesundheitsbewusste Interessenten verunsichert, setzt man hier vornehmlich auf Qualitätssicherung. Der wichtigste Faktor dabei ist, daß die Nachzucht aus der sogenannten "ersten Generation" stammt.
Aktuelles
Nachdem wir über 1000 Stämme der Jiaogulan-Pflanzen, die genetisch gesehen alle von den Pflanzen abstammen, die ich aus Thailand mitbrachte, an Krebsbetroffene in Dithmarschen verschenkten, entstand eine für uns sehr belastende Situation. Unter die "Krebsbetroffenen" hatten sich auch einige Gärtner geschlichen, die nun mit Samen und wirkstoffneutralen Abkömmlingen ihr Geschäft in Baumärkten und auf Wochenmärkten damit machen.
Nach der (sogar wiederholten) NDR-Sendung von Heike Götz wurden wir von Anfragen derart überrollt, daß wir große Teile unserer Stämme an das "Kohlosseum" in Wesselburen verschenkten. Von dort aus wurde auch ein Versand organisiert und ein Treibhaus besorgt. Das Kohlosseum führt einen Teil des Erlöses an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft ab, das hatte ich zur Bedingung gemacht. Mein eigentlicher Beruf begann sehr unter dem Ansturm zu leiden, ich kam oft tagelang nicht mehr ins Atelier.
Ich selbst gebe heute lediglich noch hin und wieder an Betroffene Pflanzen ab, die ich selbst nicht benötige, keinesfalls aber an Händler. Es ist mir zutiefst zuwieder, wenn mit der Betroffenheit von Krebskranken Geld gemacht wird. Vielleicht, weil ich selbst betroffen bin. Niemand ist gezwungen, etwas zu verschenken, wo Unkosten entstehen, ist es durchaus legitim, dafür eine Aufwandentschädigung zu verlangen, dabei ist es aber ungeheuer wichtig, daß die Verbreitung der Jiaogulan-Pflanze nicht "verwässert" und man darauf achtet, daß alle weitergezüchteten Pflanzen genetisch aus dem originären Stamm abgeleitet wurden. Bei Samenzuchten unter deutscher "Sonne" wäre ich mir in puncto Wirkstofferhalt absolut nicht sicher. Hier scheint mir Vorsicht geboten.
Ich bin selbst kein Wissenschaftler und verlasse mich auf das Feedback der Betroffenenen, denen wir Pflanzen schenkten. Deren Rückmeldungen bestätigen aber absolut alle meine Hoffnungen. Patienten, die Jiaogulan parallel zu einer Chemo konsumierten, überstanden den Höllenritt weit unbelasteter, als jene ohne diese komplementäre Unterstützung. Zwei verloren entgegen der onkologischen Prognose ihre Haare nicht, fast alle gingen ihrer normalen Arbeit nach. "Währenddessen wurden Mitpatienten, die nicht über Jiaogulan verfügten, oder dieses ablehnten, im Rollstuhl an den Tropf gefahren", wie mir einige Betroffene berichteten.
Ich bin mir im Klaren darüber, daß auch diese Beobachtungen keine statistische Relevanz darstellen, dass diese Beobachtungen möglicherweise auch anfechtbar sein könnten, aber das ist für mich völlig unwichtig. Ich hatte ja eigentlich nur für mich selbst kraftvolle Überlebensmittel gesucht, ich will auch heute noch niemanden überzeugen oder bekehren.
Im Rahmen unseres Engagements für Patientenkompetenz setzen wir parallel zu meiner kleinen Privatinitiative ja Benefizerlöse durch die Wattolümpiade ( 6. Juni ) für den Unterhalt onkologischer Beratungsstellen in den beiden Westküstenkliniken Dithmarschens ein. Bislang über 100 000 Euro. Aber das muss man sauber trennen, denn komplementärmedizinische Initiativen werden nicht von allen Schulmediziner akzeptiert. Meine eigene Auffassung ist jedoch definitiv pluralistisch - mir ist schlicht willkommen, was mir hilft, weiter zu leben. So einfach ist das.--Jens Rusch 15:57, 14. Apr. 2010 (CEST)
Herkunft/Zuchtversuche
Ausführlicher Bericht: Unsterblichkeitskraut Jiaogulan
Samen
Die Samen, die in Dithmarschen weiterverwendet werden, stammen aus der Provinz Shaanxi Xian in Zentral-China, also dorther, wo die Pflanze ursprünglich entdeckt wurde. In dieser Provinz wurde auch die Original-Terrakotta-Armee ausgegraben.
In den in den gewaltigen Gewächshäusern der Firma Rijk Zwaan in Marne zieht Geschäftsführer Joachim Schmidt (siehe Foto)die aus China mitgebrachten Samen von Fan Xiaoying auf. Keimlinge
- Keimlinge brachte Jens Rusch 2005 aus der Region um Chiang Mai in Thailand nach Dithmarschen. Dort hatten Michael Behrendt und er die "School for Life" besucht, das Modellprojekt für die spätere "Beluga School for Life" in Khao Lak in Südthailand. Diese Keimlinge wurden bei Rijk Zwaan in Marne geklont und genetisch unverändert multipliziert. Dadurch enthalten diese Stämme wesentlich höhere Wirkstoffmengen, als durch Samen die von in Deutschland weitergezüchtete Pflanzen stammen. Man unterscheidet zwischen Pflanzen der ersten Generation (genetische Stämme) und Pflanzen der zweiten, dritten und vierten Generation, (Samenweiterzucht). Letztere verlieren mit jeder Generation an Wirkstoffen, weil die klimatologischen Voraussetzungen in Deutschland fehlen.
Wichtigstes Stichwort
Für gesundheitsbewusste Verbraucher, denen in erster Linie an einer möglichst hohe Wirkstoffkonzentration gelegen ist, sind folgende Aspekte ausschlaggebend:
- Die Jiaogulan-Setzlinge für den Eigenanbau sollten unbedingt in überprüfbarer Abstammung von einer Pflanze der ersten Generation stammen. Das bedeutet: Unbedingt als genetischer Stamm direkt importiert und nicht aus Samen in Nordeuropa gezogen. Der Setzling sollte also ein unmittelbarer Ableger der genetischen Mutterpflanze sein.
- Wirkstoffinhalte von Pflanzen, die aus Samen gezogen wurden, sind für den Laien nicht überprüfbar. Hier ist Mißtrauen angeraten, weil ein merkantil orientierter Mißbrauch vorprogrammiert ist.
Da die weltweite Nachfrage größer als die Lieferbarkeit der Pflanze ist, war ein Mißbrauch geradezu vorprogrammiert. Man weiß inzwischen von Rasenschnitt in den Tees und von wirkstofflosen Pflanzen einer unbestimmbaren Generation, die in Baumärkten und im Straßenverkauf zu Spottpreisen angeboten werden. Diese stammen zumeist von Treibhaussamen, die inzwischen auch in Deutschland gezogen werden können.
Ausgenommen sind importierte Pflanzen aus Thailand und China, deren Direkt-Import nachgewiesen werden kann. Beispielsweise von Siamese-Traders in Chiang Mai.
Bei aus China importierten Tees wurden Insektizide nachgewiesen. Achten Sie auf den Nachweis ökologischen Anbaus!
Zucht im eigenen Garten
Pflanzfähige Stämme der ersten Generaton sind winterfest bis minus 18° und vermehren sich auf Marschboden durch Bodenabsenker oder Triebe. Als bester Dünger hat sich Schafsdung erwiesen. Geschützter Standort ohne pralle Sonne ist empfohlen, denn Jiaogulan ist eine Dschungelpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, die unter dem Dach anderen Pflanzen ihren Weg suchen muß.
Komplementärmedizin
Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum, Syn.: Vitis pentaphylla Thunb., Vitis martini Léveillé & Vaniot, Vitis quelpaertensis Léveillé, Vitis mairei Léveillé, Gynostemma pedatum Blume) (chin.jiǎogǔlán „Rankende Indigopflanze“) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie ist in der China, Japan und Thailand beheimatet. Diese Art wird auch „Kraut der Unsterblichkeit“ genannt, weil in bestimmten Regionen eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung auf den Konsum der Pflanze zurückgeführt wird. Jiaogulan wurde erst 1976 von der modernen Wissenschaft „entdeckt“, nachdem japanische Forscher zuvor seine bemerkenswerten Wirkungen im Labor untersucht hatten. Inzwischen hat es aufgrund seiner außergewöhnlichen therapeutischen Qualitäten zahlreiche Anhänger. In China trägt Jiaogulan den Namen „Unsterblichkeitskraut“ (Xiancao) oder „Wundergras“. Weitere Bezeichnungen sind „Miracle Grass“, „Five Leaves Ginseng“ und etliche mehr. Wie der begleitende Name „Five Leaves Ginseng“ andeutet, werden dem Jiaogulan die Heilkräfte von Ginseng nachgesagt, allerdings soll er viermal mehr heilkräftige Inhaltsstoffe als dieser enthalten. Jiaogulan wird zu den Adaptogenen gezählt. Quelle: Wikipedia
Wirksamkeit
Man rühmt Jiaogulan als:
- Antioxidans - blutdruckausgleichend - herzstärkend - stoffwechselfördernd - zur Vorbeugung gegen Schlaganfall und Herzinfarkt - zur Senkung von Cholesterin, Blutzucker und Blutfetten - als krebshemmend - blutbildend z.B. nach Chemotherapie oder Bestrahlungen - zur Stärkung des Immunsystems - zur Beruhigung der Nerven - zur Steigerung der Ausdauerleistung
Jiaogulan-Brot
Im April 2008 wurde vom TV-Koch Thies Möller im Dialog mit Mark Riemann ( Kalle Bäcker / Marne ) ein wirkstoffschonendes Rezept für das erste Jiaogulan-Brot weltweit entwickelt.
Hier kann das Jiaogulan-Brot bestellt werden: Online-Bestellung für Jiaogulan-Brot
Jiaogulan-Krautsalat
Die von Hubert Nickels entwickelten Krautsalate mit Jiaogulan erhält man hier:
- info@kohlosseum.de oder direkt im Kohlosseum in Wesselburen.
Links
- Jiaogulan-Unsterblichkeitskraut Homepage zum Thema von Jens Rusch
- Diskussion über Jiaogulan im Küstenforum
- Jiaogulan-Seite von J.Rusch
- Was ist Komplementärmedizin Erläuterung bei Wikipedia
- Informationen bei Feenkraut.
- Beschreibung in der Curbitaceae-Website. (engl.)
- Was ist Jiaogulan?
- Jiaogulan – das Kraut der Unsterblichkeit
- Taxonomie und Genetik (engl.)
- What is Jiaogulan (engl.)
- Eintrag bei Plants for a Future. (engl.)
- Eintrag bei GRIN.
Jiaogulan-Verschenk-Aktion in der Presse
Ein „Zauberkraut“ wird verschenkt Rusch, Möller und Co. stellen Dithmarscher Weltneuheit aus der Backstube vor
Von Astrid Boelter
Marne – Die Dithmarscher Geschichte des chinesischen Jiaogulan-Krauts begann auf einer Mini-Parzelle am Wohnsitz von Jens Rusch in Brunsbüttel. Gestern lud der Künstler in das „Jiaogulan-Gewächshaus“ der Firma Rijk Zwaan ein, um eine weitere Verschenk-Aktion anzukündigen und im Kreis seiner Mitstreiter eine „Dithmarscher Weltneuheit“ vorzustellen – das erste Jiaogulan-Brot.
Heilsame Kräfte werden der Jiaogulan-Pflanze nachgesagt. Sie soll sogar besser als Ginseng vor den so genannten „freien Radikalen“ schützen, die in Verdacht stehen, Mitverursacher von Krebserkrankungen zu sein. Im fernöstlichen Volksmund wird sie „Unsterblichkeitskraut“ genannt. Gestern Nachmittag stellte Jens Rusch aber klar, dass er und sein stetig wachsender Kreis der Jiaogulan-Begeisterten in Dithmarschen nicht damit kokettiere, „Heilsbotschaften zu verkaufen“, sondern dass man die Pflanze an von Krebs betroffene Menschen als Geschenk weiterreichen wolle. Ein Krebsheilmittel sei es nicht. „Mit Jiaogulan kann man vielleicht eine Therapie besser bewältigen, und dabei wollen wir helfen“, sagte Rusch.
Bereitwillige Mitstreiter, die nun allesamt ehrenamtlich dabei helfen, die Pflanze in das Dithmarscher Land zu tragen, hat Rusch gefunden. Gestern stellte sich Küchenmeister Thies Möller an die Seite des Künstlers, der wie er selbst an einem Zungengrund-Tumor erkrankt war und erfolgreich behandelt wurde. Begeistern konnte Rusch auch Bäckermeister Mark Riemann (Kalle Bäcker), der mit Möller ein „wirkstoffschonendes Rezept“ für ein Brot mit dem „Zauberkraut“ entwickelte. Es wurde gestern als „weltweit erstes Jiaogulan-Brot“ vorgestellt, ist aber (vorerst) nicht an der Ladentheke, sondern nur auf Bestellung (Internet: kalle-baecker.de) erhältlich.
Das für die Backstube benötigte „Unsterblichkeitskraut“ hätte in ausreichenden Mengen nicht ohne die Arbeit von Eva Landberg und Egina Oestreich zur Verfügung gestanden. Sie pflegten als Mitarbeiterinnen von Rijk Zwaan-Geschäftsführer Joachim Schmidt das speziell für Jiaogulan reservierte Treibhaus. Jens Rusch sieht Dithmarschen übrigens bereits als Zentrum der Jiaogulan-Kultur in Deutschland, denn während das Pflänzchen nach seinen Angaben in anderen Teilen der Republik vor sich hin kümmert und selbst milde Winter nicht übersteht, gedeiht das Kraut in Dithmarschen selbst im winterlichen Freiland so prächtig, dass es in den Ruf geriet, sich wie das bei Gärtnern eher lästige Dreiblatt zu verbreiten. Das gilt nach Aussagen des Künstlers zumindest für seine Triebe der Urpflanze.
Er hat bereits viele Ableger an Krebsbetroffene verschenkt, und als er nach eigenen Angaben von der Nachfrage förmlich überrollt wurde, suchte und fand er bei Rijk Zwaan das Treibhaus für die Anzucht der „ersten Dithmarscher Jiaogulan-Kultur“. Und während das Kraut wuchs, sorgte Rusch dafür, dass die Fangemeinde auf eine Extra-Seite im Internet über die Entwicklung auf dem Laufenden gehalten wurde (www.myspace.com/jiaogulan1) Quelle: DLZ / Astrid Boelter
Grüne Kraftquellen helfen Krebspatienten
Quelle: Hamburger Abendblatt
Das chinesische "Unsterblichkeitskraut" Jiaogulan schlägt in Dithmarschen Wurzeln
Von Uwe Westphal 8. Mai 2010
Es sind kleine, zartgrüne Pflänzchen, die bei Jens Rusch gen Himmel sprießen. Pflanzen, in die viele Krebspatienten große Hoffnung setzen: Jiaogulan - das "Unsterblichkeitskraut". 2005 erfuhr der Brunsbütteler Künstler in Thailand durch Zufall von der Pflanze, auf einem Kongress über begleitende medizinische Maßnahmen bei der Behandlung von Tumorerkrankungen. Selbst Krebspatient, brachte der Galerist einige Keimlinge mit nach Hause und kultivierte sie im Garten. Mit Erfolg: Inzwischen wachsen Tausende der bis zu acht Meter hoch rankenden Kürbisgewächse in Treibhäusern eines Kohlproduzenten in Marne (Dithmarschen) auf.
Zum Artikel: Hamburger Abendblatt
Wichtige Zitate aus dem Artikel
"Jiaogulan enthält hohe Konzentrationen an Ginsenosiden und Gypenosiden, Substanzen, die nachweislich positive Wirkungen auf Herz und Immunsystem haben und die Vitalität stärken", erklärt Prof. Dr. Thomas Efferth, Leiter der Abteilung für Pharmazeutische Biologie an der Universität Mainz.
"Bei zahlreichen Krebspatienten treten dadurch deutlich weniger oder schwächere Nebenwirkungen der Chemotherapie auf", berichtet Rusch auch aus eigener Erfahrung.
Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland, Österreich und China untersuchte er, bis Oktober 2009 noch am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, 76 chinesische Medizinalpflanzen, denen Heilkräfte gegen Krebs zugeschrieben werden. Extrakte aus 18 der Gewächse hemmen das Wachstum von Krebszellen in der Kulturschale deutlich. Durch modernste molekularbiologische und genetische Analysen konnten die Wissenschaftler die Wirkmechanismen einiger dieser Pflanzenstoffe entschlüsseln.
Ende der Verschenk-Aktion
Insgesamt rund 1000 kräftige, pflanzfähige Jiaogulan-Pflanzen wurden erstmalig an Krebsbetroffene in Dithmarschen verschenkt. Vorgezogen wurden das sogenannte "Unsterblichkeitskraut" in der Forschungsabteilung von Rijk Zwaan in Marne. Künstler Jens Rusch hatte erste Keimlinge aus Thailand mitgebracht, später zusätzlich über Kontakte zu Dithmarschern in Peking auch Samen der kraftvollen "ersten Generation" aus dem Ursprungsgebiet besorgen können. Für Krebsbetroffene hochwertvolle Pflanzen, das belegen auch die Reaktionen der dankbaren Beschenkten, die auch aus dem Steinburger und Eiderstedter Umland den Weg nach Marne und Brunsbüttel fanden.
Jetzt können die Pflanzen, die den Dithmarscher Boden offensichtlich besonders gut vertragen, bei den Beschenkten einen Sommer lang wachsen und gedeihen. Frische Blätter kann man essen wie Sauerampfer, getrocknet kann die Ernte wie Tee verwendet werden. Die Pflanzen sind winterfest bis 18 Grad, breiten sich im zweiten Jahr sehr stark aus und ihre Ableger können dann von den Nutzern der ersten Generation sogar an andere Betroffene weiterverschenkt werden. Damit wurde nach Ansicht der Initiatoren eine effektive Bewegung nach Dithmarschen getragen.
Obwohl sie oft darauf angesprochen wurden, lehnen Rusch und Schmidt aus grundsätzlichen Erwägungen konsequent ab, Zucht und Handel kommerziell in großem Rahmen zu entwickeln. Lediglich an Krebsbetroffene werden auch weiterhin Pflanzen gegen Selbstkosten abgegeben. Gärtner fragten nach, die ihre leere Treibhäuser nutzen möchten, Tee- Großhändler und Vertriebe für Naturheilmittel.
Ebenso lehnen alle Beteiligten, darunter auch Thies Möller und Mark Riemann, die ein Rezept für eine wirkstoffschonende Verarbeitung der Pflanze zu einem Jiaogulan-Brot entwickelten, es ab, eine Heilsbotschaft oder eine medizinische Alternative zu propagieren. "Ein Minenfeld, auf das wir uns nicht begeben möchten" so Jens Rusch, "Jiaogulan ist eine kraftvolle Pflanze, um die eigene Vitalität zu unterstützen und herkömmliche Therapien zu unterstützen, eben das, was man unter "Komplementärmedizin" auch in China und Thailand versteht.
Nach Ende der großen Verschenkaktion werden die Setzlinge im Kohlosseum und in der Galerie Rusch nur noch gegen eine Schutzgebühr abgegeben.
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
Quelle: Apotheken-Rundschau vom 15. Juni 2008
Chinas grüne Schätze
Kräuter gegen Krebs
Heidelberger Forscher untersuchen die Wirkung traditioneller Heilpflanzen
[ ...... In China werden Heilkräuter schon seit mehr als 2000 jahren in der Tumortherapie angewendet. Hätte sich vor zehn Jahren ein deutscher Krebsforscher mit diesen Pflanzen beschäftigt, seine Kollegen hätten nur verächtlich die Nase gerümpft. Das hat sich mittlerweile geändert. Renommierte Wissenschaftler wie der Biologie-Professor Thomas Effert vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg untersuchen die Antitumorwirkung der China-Kräuter. Dabei habe er und seine Kollegen überraschend viele Substanzen gefunden, die zumindest in Laborversuchen das Wachstum von Krebszellen nachweislich behindern.....] [..... Die Pflanzen, die in Heidelberg getestet werden, stehen bereits in dem mehr als 2000 Jahre alten "Buch des gelben Kaisers zur Inneren Medizin" ( eingedeutschter Titel ). Nun werden sie im DKFZ mit modernsten Methoden der Biochemie untersucht, um ihnen ihre pharmakologischen Fähigkeiten zu entlocken. "Chemische Substanzen gibt es in Pflanzen nicht zufällig", erklärt der Krebsforscher Effert. "Sie schützen die Pflanze vor Viren und Fressfeinden wie uns Menschen". Diese natürlichen Abwehrkräfte versuchen die Wissenschaftler medizinisch zu nutzen - zunehmend auch als Basis für die Entwicklung von Krebs-Medikamenten. Viele dieser Naturstoffe behindern das Zellwachstum und können - so die Hoffnung - in der richtigen Konzentration Krebs bekämpfen. Eines der meistgenutzten Medikamente gegen Tumore, das Taxol, stammt beispielsweise aus der pazifischen Eibe. Ginge es nach Efferth, dann kämen in Kürze Wirkstoffe aus weiteren Pflanzen hinzu.....] Quelle: Apotheken-Rundschau
Flyer über Jiaogulan als PDF
Zubereitung und Verzehr
Junge Jiaogulan-Blätter sind zart und angenehm im Geschmack, ähnlich wie leicht herber Sauerampfer. Auf den Tag verteilt ein halbes Dutzend Blätter frisch aus dem Garten roh verzehrt sind durchaus bekömmlich. Grössere Blätter sollte man sammeln und im Schatten trocknen, im Herbst ohnehin, denn die Pflanze überwintert bei uns unterirdisch zwar schadlos, verliert aber wie alle anderen Pflanzen auch ihre oberirdischen Teile.
Hierbei schrumpfen die Blätter durch Feuchtigkeitsverlust (Dehydration)ganz erheblich bis auf Pergamentstärke. Beim Aufgiessen wie bei einem normalen schwarzen Tee entfalten sich dann die Blätter in starkem Maße und daher wird die Dosierung oft unterschätzt. Es kann - die Erfahrung habe ich selbst machen müssen - zu Überdosierungen kommen. Allerdings sind meine Speicheldrüsen inaktiv und meine Schleimhäute durch Bestrahlung stark beschädigt. Reizhusten und eine mutierte Schleimbildung sind dann die Folgen. Eine Reduzierung der Menge bringt dann aber leicht Abhilfe.
So sollte jede/r seine eigene Dosis herausfinden und etwa soviel davon verwenden, wie für einen leichten Teeaufguss. Wer den Aufguss einmal überdosierte wird dabei schnell von der Kraft der Pflanze Kenntnis nehmen dürfen. Geschmacklich ist Jiaogulan recht sensationslos, günstigstenfalls mit grünem Tee zu vergleichen. In Thailand mischt man ihn gern mit Ingwertee und Lemongras. Man kann Jiaogulan aber bedenkenlos mit jedem anderen Tee ganz nach eigener Vorliebe mischen. So kommt auch Abwechslung in den täglichen Aufguss.
Die aufgegossenen Teeblätter muss man nicht wegwerfen, sondern kann sie - ähnlich wie Spinat -etwa zu einem Spiegelei- durchaus noch verzehren. Auch frische Blätter kann man wie Spinat zubereiten und natürlich auch einer frischen Salatmischung hinzufügen.
In letzter Zeit liest man häufig davon, daß der Genuss während einer Chemo-Therapie mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden sollte, weil bei speziellen Therapien, die Ergebnisse der Chemo ansonsten gemindert werden könnten. Das sollte man durchaus ernst nehmen.
Unsere persönlichen Beobachtungen sagen allerdings etwas anderes aus: Als wir über 1000 Jiaogulan-Pflanzen an Krebsbetroffene verschenkten, baten wir diejenigen, die sich in einer Chemo-Therapie befanden, oder diese noch vor sich hatten, um ein Feedback. Wir erhielten durchweg die Rückmeldung, daß die deutlich verbesserte Vitalität der Jiaogulan-Trinker dazu führte, daß diese die Therapie kraftvoller und unbeeinträchtigter durchmachten, als Patienten, die hierüber nicht verfügten, oder kein Interesse daran hatten. Aber das sollte jede/r selbst entscheiden. Ich bin kein Arzt, lediglich ein Krebsbetroffener.--Jens Rusch 19:57, 30. Mai 2009 (CEST)
Jiaogulan-Dünger
Ernsthaft: Für den idealen Jiaogulan-Dünger müssen bestimmte Voraussetzungen berücksichtigt werden. Jiaogulan ist eine Dschungelpflanze, die sich im modernden Unterholz einen Schleichweg zum Licht suchen muss. Ein geeigneter Humus (auf gar keinen Fall Kunstdünger) muß dementsprechend bestimmte Voraussetzungen erfüllen, gewissermaßen eine längerfristigen "Gärprozess" durchlaufen. Streng genommen beschleunigt der Verdauungsprozess einiger Pflanzenfresser, wie eben auch der unserer Dithmarscher Schafe, diesen Vorgang - weshalb deren Dung auch für einen speziellen Jiaogulan-Dünger brauchbar erscheint.
Hierüber ein ausführlicher Erfahrungsbericht: Jiaogulan-Dünger
Bezugsadressen
WARNS der Jiaogulan-Tee-Shop in Meldorf / Dithmarschen














