Rusch, Jens
(Weitergeleitet von Jens Rusch)
"Mißgunst bekommst du geschenkt, Neid mußt Du Dir erarbeiten !" Prof. E. Schlotter
Allgemeine Galerie
Schleswig-Holstein Convent Ein Symbol-Gemälde |
Biographie
- Geboren am 26.April 1950 in Neufeld / Dithmarschen. Handwerkliche Berufsausbildung
- 1964 bis 1967 Fernstudium "famous artist schools". Tutoren: Norman Rockwell und Robert Fawcett .Norman Rockwell bei Facebook
- seit 1972 freischaffender Künstler Keine Nebeneinkünfte durch Lehramt oder Erbschaft
- 1979 bis 1982 Studium als Meisterschüler bei Prof. Eberhard Schlotter in Altea/Spanien.
- 17 Jahre halbjährige Aufenthalte im spanischen Atelier in Callosa de Ensarria
- Kurze Ausbildung bei dem Ernst Fuchs-Schüler Peter Proksch.
- 1990 Verleihung des dithmarscher Kulturpreises
- 1991 Premio de Comune di Mapello / Italien
- Heirat am 4.9.97 mit Susanne Fehling
- 1998 Susanne Rusch eröffnet eigene Galerie in Brunsbüttel, Aufgabe des spanischen Ateliers
- 2001 Teilnahme am "Schleusen-Symposium" der Norddeutschen Realisten.
- Ausstellung in Brunsbüttel und Eckernförde.
- Oktober 2001 erkrankt Jens Rusch an einem Zungengrundtumor
- November 2001 : Nikolaus Störtenbecker beruft Jens Rusch als Gast in den Kreis der Norddeutschen Realisten.
- August 2002 : Teilnahme am "Schwansen-Symposium" der Norddeutschen Realisten
- 2003 : Nach zwei Jahren Pause Weiterarbeit an der Carmina Burana.
- 2003 Publikation des Buches " Der illustrierte Schimmelreiter" in Korea
- 2004 Fertigstellung der Grafik-Suite Carmina Burana. Veröffentlichung in Vancouver / Canada
- 2004 Auftrag vom Schleswig-Holsteinischen Landtag: Das Landeshaus und die Gorch Fock als Radierung.
- 2005 Illustrationen zum Schimmelreiter erscheinen jetzt in 8 Schulbuchverlagen, sowie zwei Hörbuch-Ausgaben.
- 2006 Veröffentlichung des Radierungs-Zyklus´ "Evolution" zu Charles Darwin
- 2007 Aufnahme in die Enzyklopädie "Who is who"
- 2007 Filmbeitrag zur Pegasus DVD "Das Geheimnis der Kunst-Das Geheimnis der Logen"
- 2007 - 2010 Dozentur im Künstlerhaus Spiekeroog
- 2008 Auftragsarbeit Symbolgemälde zum Schleswig-Holstein Convent
- 2008/2009 Auftragsarbeit "Neocorus" Lebensgroße Bronzeplastik
- 2009 Österreich: Aufnahme in das Habarta-Lexikon der Phantastischen Malerei
- 2010 Dritte Auflage des illustrierten Schimmelreiters als Hardcover im Deich-Verlag in dem auch die "Lehrhefte" jetzt verlegt werden.
- 2010 Der Film von Frank D. Müller Meerkampf.Watt? kommt in die Kinos.
- 2010 NDR-TV Bericht über Krebs und Kampf.
- 2011 Erstes "Solar-Gemälde" und zwei weitere Gemälde für die Stiftung der Landsparkasse Schenefeld
- 2011 Auszeichnung "Botschafter Dithmarschens"
- 2011 Auszeichnung "Mensch des Jahres"
- 2011 Beginn der Arbeit am "Wacken-Zyklus"
Ausstellungen
- 1982 Ausstellung in der Galerie "Dels Artistes" in Altea/Spanien
- 1983 Ausstellung in der Galeria Rafael 2 in Altea/Spanien
- 1989 Ausstellung im Goethe National-Museum in Weimar, DDR
- 1993 Ausstellung im Goethe-Museum Düsseldorf Katalog der Ausstellung
- Gemeinschaftsausstellung in Eckernförde und im Künstlermuseum Heikendorf mit den Norddeutschen Realisten.
- Symposium "Farbige Debatten" im Kieler Landtag
- Gemeinschaftsausstellung im Landeshaus mit A. Krigar, T. Duwe, M.N.und B. Borchert
- Gemeinschaftsausstellung mit Niko Störtenbecker, Ulf Petermann und Frauke Gloyer in der Galerie Böttcher in Kiel
- 2009 Ausstellung "Carmina Burana" im Palau der Miguel Hernandez Universität unter Unesco-Schirmherrschaft in Altea / Spanien
- 2010 Ausstellung "Walfang" in der IHK-Kiel mit Hans-Peter Jürgens
- 2010 Ausstellung im Kreishaus Heide anläßlich des 60ten Geburtstages.
- 2011 Ausstellung in Altea Fundación Eberhard Schlotter. Lehrauftrag Universidad Miguel Hernandez Campus Altea
- 2011 Ausstellung im Landeshaus Kiel "Carmina Burana bis Wacken"
- 2011 Ausstellung Probstei Museum Schönberg "Hinter die Dinge"
- 2011 Ausstellungs-Beteiligung im Museum Schloß Burgk "Freimaurer-Exlibris"
- 2011 Ausstellung Kulturhof Itzehoe "Die geschenkte Zeit"
Vereine und Organisationen
- 1992 Austritt aus dem Berufsverband bildender Künstler nach 20 Jahren Mitgliedschaft
- 1995 Aufnahme in die Freimaurerloge Ditmarsia
- 1997 Aufnahme in die freimaurerische Forschungsloge Cuatuor Coronati
- 1998 Aufnahme in die freimaurerische Künstlervereinigung PEGASUS
- 2002 : Im März Gründung des Fördervereins für Kulturarbeit LYRA e.V. zwischen zwei Klinik-Aufenthalten.
- 2004: Organisation der Großveranstaltung "Wattolümpiade" Benefiz für die Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein: Benefiz-Erlös bislang: 150 000.- Euro zur Errichtung von zwei onkologischen Beratungsstellen in Westküstenkliniken.
- 2005 Organisation eines Benefiz-Konzertes für die Opfer der Tsunami-Katastrophe. Benefiz-Erlös mit Folgeveranstaltungen. Benefiz-Erlös 20 000.- Euro. Unterstützung von BELUGA School for life in Na Nai / Thailand
- 2007 Wechsel zur Hamburger AF&AM-Loge "Roland"
- 2007 Eintritt in die Europäische Totentanz-Vereinigung
Publikationen und Bücher
Kunstband "Suspiria de profundis" mit erotischer Grafik |
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Der illustrierte Schimmelreiter |
Arkanum. Magazin mit Arbeiten zur Freimaurerei |
Wird fortgesetzt.
Zyklen
Der 12. Februar 2009 ist der "Darwin Day", der weltweit zelebriert wird. In der Brunsbütteler Kupfertiefdruckwerkstatt entstand ein kleiner Zyklus von Radierungen zum zweihundertsten Geburtstag von Charles Darwin.
Carmina Burana
- Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, Buchveröffentlichungen, u.a. "Der illustrierte Schimmelreiter" (zweite Auflage)
- Goethes "Faust" etc. Buchcover u.a. für LULU von Almudena Grandes und zahlreiche andere spanische Autoren.
- Illustrationen und Veröffentlichungen zu Shakespeares "The tempest", Arno Schmidt's "Schule der Atheisten" ( spielt in Tellingstedt / Dithmarschen )
- Oskar Panizzas "Liebeskonzil", Hermann Melvilles "Moby Dick" und "Carmina Burana" von Carl Orff ,Totentanz
- 2007/2008 Teilnahme am Filmprojekt von Frank Müller "Meerkampf"
Galerie "Alsen-Bilder"
Diese Abbildung zeigt den Katalog-Titel zur Ausstellung, die Jens Rusch gemeinsam mit seinem Freund, dem Bildhauer Hans-Pierre Schumann 1991 im Brunsbütteler Elbeforum zeigte. Den Titel "Stadtgalerie" über dem Schriftzug "im Elbeforum Brunsbüttel" mußten die beiden Künstler gegen ihren Protest auf Betreiben der damaligen Stadtgaleristin Marina von Assel wieder entfernen, weil diese Arbeiten nicht dem "erwünschten Niveau" der Stadtgalerie Brunsbüttel entsprächen. Diese großformatigen Bilder entstanden im Atelier auf dem Alsen-Abbruchgelände in Itzehoe. Das Atelier stellte der heutige Landtagspräsident Martin Kayenburg Jens Rusch zur Verfügung.
Studienreisen
- Italien, Spanien, Irland, Thailand, Marokko, Portugal, Schottland, Südfrankreich, Österreich, Dänemark
Lehrtätigkeit
- Künstlerhaus Spiekeroog
- Intensiv-Kursus Radiertechnik im Künstlerhaus Spiekeroog
- Themenseite zu vergangenen Radierkursen im Künstlerhaus Spiekeroog
Adresse
- Galerie Rusch
- Inh. Susanne Rusch
- Schulstrasse 39
- 25541 Brunsbüttel
- 04852 4848
- susanne.rusch(at)gmx.de
Eigene Homepages
- Hauptseite mit fast allen Themen Ein künstlerischer Bauchladen
- Der illustrierte Schimmelreiter
- Themenseite "Königliche Kunst"
- Atelier-Forum
Workshops
Radierungen
Stilleben-Radierungen Es gibt auch eine MySpace-Seite mit Landschaftsradierungen. Aus diesen stammen die hier gezeigten Aquatinta-Radierungen.
Bronze
Weitere Informationen über Bronzen von Jens Rusch
Videos
Spanisches TV-Gespräch gemeinsam mit seinem Schüler Juan Ramon Durá bei Youtube.myspace-websites
MySpace-Websites dienen der Vernetzung im globalen Dorf. Es ist wünschenswert, dass sich Menschen begegnen, die ohne das Internet möglicherweise keine Kenntnis voneinander erhielten. Ständig aktualisiertes Netzwerk.
- NEU: Workshop zum Schleswig-Holstein-Gemälde
- Leitseite bei myspace mit surrealen Themen... und ein entlarvender Text
- Themenseite zu den Radierkursen im Künstlerhaus Spiekeroog
- Themenseite Arbeiten zu Arno Schmidt Zur "Schule der Atheisten" Kolderups Tellingstedt.
- Aktualisierungs-Page für Lyra e.V. Kleinkunst ?
- Themenseite Wattpsychologisches Institut Die Wahrheit für die Welt. Die ganze Wahrheit jetzt.
- Themenseite Masonic Art Königliche Kunst
- Themenseite Carmina Burana Grafiken zu Carl Orff
- Themenseite "Der illustrierte Schimmelreiter"
- Themenseite Evolution Radierungen zu C. Darwin und J.R. Wallace
- Themenseite Totentanz Makabre Grafiken zu Unvermeidlichem
- Themenseite Portrait-Skizzen Bürgerportraits. Die Brotarbeiten eines Dorfmalers
- Themenseite Jiaogulan Das Unsterblichkeitskraut wächst auf Dithmarscher Marschboden!
- Galerie Rusch Die eigene Seite von Susanne Rusch
- Themenseite Oskar Panizza Eine Leiche im Schrank der deutschen Kultur
- Themenseite Auf eigene Faust radiert
- Themenseite Exlibris
WIKIs
Jens Rusch ist der Initiator und Administrator der nachstehenden Wiki´s. "Ich sehe in dieser Form von intelligenten, editierbaren Plattformen eine gute Basis für kraftvolle Vernetzungen".
- Dithmarschen-Wiki ebendieses
- Wattopedia das Nachschlagewerk zur Wattolümpiade, Wattstock und Wattpsychologie
- Das Lyra-Wiki vorläufige URL
Mitarbeit
- Heimseite der Wattolümpiade Alles über richtig schmutzigen Sport.
- Wattstock-Event Alle wollen das selbe: guten Rock an der Elbe.
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Empfehlungen
Gesundheitsrisiko Radierwerkstatt
Horst Janssen lieferte mir vor vielen Jahren ungewollt die Vorlage: „Ein Radierer hat anderen Künstlern gegenüber einen ganz entscheidenden Vorteil: Er kann sich seinen Krebs aussuchen! Arbeitet er mit Salpetersäure, bekommt er Lungenkrebs, arbeitet er mit Eisen-III-Chlorid, bekommt er Magenkrebs…“
Weil das so schön martialisch klingt, habe ich dieses Zitat oft in spontane Reden, bei Ausstellungseröffnungen oder bei Druckvorführungen eingeflochten, ohne groß darüber nachzudenken, wie das wohl auf bereits Betroffene wirken würde. Erst als mein Radierer-Kollege Klaus Böttger an einem Mundschleimhaut-Krebs starb, wurde ich etwas hellhöriger. Vor seinem Tod hatten wir einen Briefwechsel über diesen Zusammenhang und er warnte mich eindringlich, ganz besonders vor der so genannten „Pinselätzung", die wir beide im Repertoire unserer radiertechnischen Trickkiste hatten. Mit der Pinselätzung lassen sich durch direkt auf die nasse Platte gepinselte 65-prozentige Salpetersäure wolkenartige, sanfte Verläufe erzielen. Ich benutzte die Technik oft, besonders bei Landschafts-Radierungen. Sie ermöglichte so schöne Himmel…
Vor zwei Jahren hat es mich dann selbst erwischt: Zungengrundtumor. In der Uni-Klinik Kiel versuchten wir nach einer Reihe unschöner Operationen, Chemo- und Strahlentherapien den Ursachen näher zu kommen. Dabei konnten natürlich die erwähnten Säuren und die Gewohnheiten eines Radierers nicht außer acht gelassen werden. Nur grenzt es fast an forensische Detektivarbeit, einen zurückliegenden, langen Zeitraum auf diesen hypothetischen Verdacht hin einzugrenzen - aber: es ist nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen, dass das Ambiente eines Radier-Arbeitsplatzes nicht das allergesündeste ist. Immerhin kommen zu den Säuren noch eine Reihe von Lacken und Lösungsmitteln, die allesamt mit Warnhinweisen versehen sind.
Dieses ist kein Lamento eines krebskranken Künstlers! Diese Zeilen sollen eine Warnung für Kollegen sein. Viele unter den Kollegen arbeiten mit den gleichen Mitteln, wenige kennen die Risiken. Wer sie wie ich kannte, aber dennoch ignorierte, der ist definitiv in Gefahr.
Wie aber soll sich nun ein Radierer verhalten, der genötigt ist, Konsequenzen aus diesem Wissen zu ziehen? Eine Umschulung beantragen? Seinen Beruf aufgeben? Kaum vorstellbar. Mit Schutzmasken zu arbeiten, Absaug- und Belüftungssysteme machen ein Radieratelier nur bedingt sicherer. Außerdem behindern diese Vorkehrungen die sensiblen Arbeitsprozesse sehr.
Mir kam nun zugute, dass ich nach der Therapie einen Ruf in die Gruppe der renommierten „Norddeutschen Realisten“ erhielt. Die Gruppe um Nikolaus Störtenbecker plante einige Plein-Air-Symposien. So nahm ich bei schönstem Wetter an der Freiluft-Malerei der Realisten in Schwansen und Heikendorf teil und lernte das Arbeiten unter freiem Himmel zu schätzen. Später malten wir vor laufenden Kameras im Plenarsaal des Kieler Landtages.
Dabei kam mir dann die Idee, mir eine Radierwerkstatt im Freien einzurichten.
So konnte ich nach zweijähriger Pause die 20 Radierungen zur Carmina-Burana, ein Unesco-gefördertes Projekt einer spanischen Edition, zu Ende bringen und einige aufgestaute Exlibris-Aufträge zu Ende führen.
Darunter waren einige, die mich inhaltlich schon länger gereizt hatten. Außerdem hatten die langen Klinik-Aufenthalte ein großes Loch in unsere existentielle Basis gerissen. Zu den interessantesten Aufgaben gehörten das Luther-Exlibris, das Barbarossa-Exlibris und der „Staufische Reiter“ für Dr. Grebe. Auch das Schimmelreiter-Exlibris für Jens und Jutta Plambeck reizte mich inhaltlich, zumal ich das Thema bereits gründlich in Buchform bearbeitet hatte. Kurz zuvor waren die Illustrationen sogar in einer koreanischen Schimmelreiter-Übersetzung komplett publiziert worden.
Hinzu kommt, und das halte ich für besonders erwähnenswert, dass es sich bei diesen Auftraggebern um verständnisvolle Menschen handelt, denen der menschliche Hintergrund einer Künstlerexistenz nicht gleichgültig ist.
Mir war in den Vorjahren das Arbeiten an Exlibris oft verleidet worden. Zu starke Beschränkung der eigenen künstlerischen Intensionen, Zeitdruck etc. ließen häufig keine guten Ergebnisse zu. Am Ende war ich sogar verbittert aus der Exlibris-Gesellschaft ausgetreten. Es machte einfach keinen Sinn mehr, die Ideen anderer in Kupfer zu bringen, während die eigenen, zumeist professionelleren Vorstellungen überhaupt nicht erwünscht schienen.
Nach dieser Zäsur beschloss ich, künftig nur noch Aufträge zu realisieren, die meinen Fähigkeiten einen genügenden Spielraum zubilligten und hatte das große Glück, auch bei Heinz Baur und Tomas Ostermann auf diese Voraussetzungen zu stoßen. Deshalb bin ich jetzt auch wieder der Deutschen Exlibris-Gesellschaft beigetreten.
Meinen Kollegen möchte ich die hier erwähnten Warnungen sehr dringend ans Herz legen.
Ich werde auf meiner Homepage [1] auch noch ausführlicher darauf eingehen. Außerdem bin ich gern bereit, Ratschläge und Hilfestellung zu gewähren.
Über allen Hinweisen steht aber mit Sicherheit: Finger weg von der Salpetersäure! Nicht in geschlossenen Räumen ätzen. Schafft Euch eine Arbeitssituation, die Euch ein gesundes Leben ermöglicht! Schaut Euch die Biographien der Radierer an. Viele sind an diesen Ursachen zugrunde gegangen. Nehmt diese Warnungen sehr ernst!
Jens Rusch














