Wiese, Hermann
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,Dr. Hermannn Wiese * 17.3.1935 in Heide, † 28.2.2009 in München, war Mitarbeiter der Staatsbibliothek in München und Mitbegründer der Kommission für Formalerschließung (KFE) des Bibliotheksverbundes Bayern.
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Biographie
- Geb. 17.3.1935 in Heide, wo sein Vater Richter war.
- Nach einem glänzend bestandenen Abitur studierte er Griechisch und lateinische Philologie und promovierte über Heraklit, den "dunklen" Philosophen, dessen Ausspruch "Panta Rei" = alles fließt, über die Erkenntnis hinaus zu einem geflügelten Wort wurde. In den Gefilden der sieben Musen (Töchter des Zeus) kannte er sich bestens aus. Er war umfassend humanistisch gebildet.
- Als Protestant wagte er, nach München zu ziehen. Dort wurde er wissenschaftlicher Bibliothekar.
- Gest. 28.2.2009 in München
- Mitarbeiter der Staatsbibliothek in München
- Vorsitzender KFE von 1995 bis 2000
Kommission für Formalerschließung
Die 1995 gegründete Kommission für Formalerschließung bei der Generaldirektion der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken bzw. (ab 1999) des Bibliotheksverbundes Bayern hat ihre Arbeit zum Jahresende 2000 eingestellt. Im Rahmen der Neuorganisation der Gremienarbeit im Bibliotheksverbund Bayern wurde eine neue "Kommission für Erschließung" (KES) eingerichtet, die die Aufgaben der beiden bisherigen Kommissionen für Formal- und Sacherschließung übernommen hat.
Der Sammler
Seine weitläufige Wohnung im Münchner Norden,die zwei miteinander verbundene Wohnungen umfasste, war mit Büchern vollgestellt.Hermann Wiese war aber kein bibliophiler Sammler im klassischen Sinne. Er sammelte Bücher nicht nach Rarität oder Ausstattung, sondern nach textlicher Qualität. An seiner abnormen Büchersammlung orientierte er seine Exlibris-Erwerbungsspolitik. Einige Ordnungen:
- Ex libris graecis
- Ex libris historicis
- Ex libris mythologicis
- Ex libris itinerariis
- Ex libris sepulcralibus (Friedhöfe, Gräber berühmter Personen)
Seine exzellente Exlibrissammlung, allein über 300 Exlibris ließ er von einer Schar internationaler Künstler gestalten, übergab er noch vor seinem Tod als Legat an seine Münchner Universitätsbibliothek.
Exlibris
Die Universitätsbibliothek München besitzt eine alphabetisch geordnete Exlibrissammlung von etwa 1.200 Stück, die nach Voranmeldung im Lesesaal Altes Buch (Raum F 207) eingesehen werden kann. Ferner beherbergt die UB München die Exlibrissammlung von Dr. Hermann Wiese (1935-2009), bei der es sich um eine über Jahrzehnte gewachsene, in ihrer Größe und Vielfalt einmalige Privatsammlung von Bucheignerzeichen mit rund 30.000 Exemplaren handelt.
Die buchkünstlerische Sammlung Hermann Wieses wurde von der "World of Ex-libris"-Vereinigung 1995 in Belgrad als beste Privatsammlung prämiert. Da die Sammlung bislang nur teilweise erschlossen ist, kann eine Benutzung auf Antrag nur in Ausnahmefällen erfolgen.
Heider Motive
Zahlreiche Exlibris der Sammlung Dr. Hermann Wiese zeigen Heider Motive. Als Exlibris Eigner gab er Motive bei seinen Dithmarscher Lieblingskünstlern Heinrich Heidel und Jens Rusch in Auftrag.
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