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Hennings, Paul Christoph

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--Ditschie (Diskussion) 07:28, 31. Aug. 2017 (CEST)

Paul Christoph Hennings

Paul Christoph Hennings war ein autodidaktischer deutscher Botaniker und Mykologe. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „Henn.“

Inhaltsverzeichnis

Biographische Daten

  • Geburtsdaten: 27.11.1841 in Heide;
  • Todesdaten: 14.10.1908 in Berlin
  • am 29.12.1876 heiratete er Mathilde Wendel und hatte gemeinsam mit ihr zwei Söhne.

Werdegang

  • Paul Christoph Hennings besuchte das Gymnasium in Meldorf, war jedoch bereits in der dritten Klasse gezwungen dieses 1860 ohne Abschluss zu verlassen;
  • er erhielt um 1861 ein Volontariat am Botanischen Garten Kiel;
  • dank der Förderung des dortigen Direktors, Nolte, Ernst Ferdinand, und durch Unterstützung seines Freundes Groth, Klaus konnte er sich im Wintersemester 1863/1864 an der Universität Kiel immatrikulieren;
  • auf Grund des Deutsch-Dänischen Krieges war er 1864 gezwungen sein Studium zu unterbrechen und trat, zunächst in Augustenburg, später in Hohenwestedt in den Dienst der Post;
  • er wurde Lehrer der Landwirtschaftsschule in Hohenwestedt;
  • der Nachfolger Noltes als Direktor des Botanischen Gartens Kiel, Eichler, August Wilhelm, holte Hennings zurück nach Kiel und ermöglichte ihm eine Stelle als Assistent im Botanischen Garten;
  • als Eichler den Lehrstuhl für Botanik an der Universität Berlin sowie die Leitung des Königlichen Botanischen Gartens übernahm, folgte ihm Hennings 1880. Dort war er für das von Eichler gegründete Schaumuseum und den Aufbau des Kryptogamenherbars zuständig;
  • 1890 wurde er in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zum stellvertretenden Kustos des Botanischen Gartens;
  • 1891 zum Kustos des Botanischen Gartens ernannt;
  • 1902 wurde er trotz fehlender akademischer Ausbildung sogar zum Professor ernannt.

Wirken

In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit der Flora seiner Umgebung, unternahm gemeinsam mit Nolte zahlreiche Exkursionen und begann mit der Anlage seiner botanischen Sammlung. In Kiel beschäftigte sich Hennings mit der Sortierung des Lucas Herbars, ergänzte seine Sammlung und veröffentlichte eine Flora der Umgebung von Hohenwestedt, sowie eine des Kieler Raums. Er befasste sich außerdem mit Kryptogamen und stellte erstmals eine vollständige Sammlung der größeren Algen der Kieler Bucht.

Ab 1885 befasste er sich fast ausschließlich mit Pilzen; zunächst mit Hutpilzen, später auch mit Brandpilzartigen (Ustilaginales), Rostpilzen (Pucciniales) und parasitischen Schlauchpilzen (Ascomycota). Er veröffentlichte aber auch zwei Arbeiten über die Algen der Mark Brandenburg. Er erarbeitete sich im Bereich der Pilze rasch den Ruf einer Autorität und konnte nicht nur betreffend den norddeutschen Raum zahlreiche Entdeckungen für sich verbuchen, sondern befasste sich zunehmend auch durch Zusendungen aus den deutschen Kolonien mit tropischen Pilzen, von denen er zahlreiche neue Arten beschrieb.

Bis 1891 dahin hatte er eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Pilzen in Berlin aufgebaut.

Die meisten seiner ca. 250 Veröffentlichungen publizierte er in der Zeitschrift Hedwigia, von der er 1893 bis 1905 Mitherausgeber war.

Er schrieb außerdem zahlreiche humorvolle Gedichte.


Schriften

  • 1891: Fungi africani: 1, in Botanisches Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie, hrsg. von A. Engler, S. 337–373
  • 1893: Fungi africani: 2, in Botanisches Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie, hrsg. von A. Engler, S. 1–42
  • 1893: Fungi Warburgiani, in Hedwigia 32, S. 216–227
  • 1895: Fungi aethiopici, in Hedwigia 34, S. 328
  • 1896: Beiträge zur Pilzflora Südamerikas: 1, in Hedwigia 35, S. 207
  • 1897: Fungi camerunenses: 2. (incl. Nonnullis aliis africanis), in Englers botanische Jahrbuch 23, S. 537–558
  • 1897: Beiträge zur Pilzflora Südamerikas: 2", in Hedwigia 36, S. 190–246
  • 1900: Fleischige Pilze aus Japan, in Hedwigia 39:5, S. 155–157
  • 1901: Fungi Indiae orientalis: 2, in Hedwigia 40, S. 323–342
  • 1904: Fungi amazonici a. cl. Ernesto Ule collecti: 1, in Hedwigia 43, S. 154 - 186
  • 1904: Fungi fluminenses a. cl. E. Ule collecti, in Hedwigia 43, S. 78–95

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