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Hemmingstedt

Aus Dithmarschen-Wiki

Hemmingstedt in eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Rapsblüte.jpg
Aus dem neuen Buch Dithmarschen: Weites Land am Meer von Jürgen Rust

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 10 m ü. NHN
  • Fläche: 16,01 km²
  • Wie viele Einwohner hat Hemmingstedt?
Hemmingstedt hat 2.863 Einwohner davon sind 1.425 männlich und 1.438 weiblich (Stand: 31. Dezember 2016)
Bevölkerungsstand in Hemmingstedt am 31.12.
* 2000: 3.029
* 2001: 3.018
* 2002: 3.034
* 2003: 3.010
* 2004: 2.988
* 2005: 2.982
* 2006: 2.957
* 2007: 2.978
* 2008: 2.940
* 2009: 2.920
* 2010: 2.901
* 2011: 2.923
* 2012: 2.892
* 2013: 2.860
* 2014: 2.876
* 2015: 2.833
  • Postleitzahl (PLZ): 25770
  • Vorwahl: 0481
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Hartmut Busdorf (WGH)

Statistik: Zensus 2011 für die Gemeinde Hemmingstedt


Wappen

Wappen von Hemmingstedt
  • Wappengenehmigung/ -annahme: 25.10.1988
  • Flaggengenehmigung/ -annahme: 25.10.1988
  • Entwurfsautoren:Kühne, Hans Frieder, Barsbüttel
  • Wappenfiguren:
* Brand (Feuer)
* Hellebarde
* Lanze

Wappenbeschreibung

Gesenkt geteilt. Oben in Silber, wachsend und schräg gekreuzt, eine an der Kreuzungsstelle zerbrochene, das holsteinische Nesselblattfähnchen tragende schwarze Lanze und eine schwarze Hellebarde, unten in Rot ein goldener Brand.

Historische Begründung

Die Figuren des Gemeindewappens nehmen auf diejenigen Begebenheiten Bezug, die allgemein mit dem Namen "Hemmingstedt" verbunden werden. Die zerbrochene Lanze und die Hellebarde erinnern, ins Kreuz gestellt, an die Schlacht bei Hemmingstedt, in der die Dithmarscher die Landesfürsten, König Johann von Dänemark und Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein, am 17. Februar 1500 besiegten. Der goldene Brand steht für die bei Hemmingstedt gelegene Erdölraffinerie. Durch den Sieg bei Hemmingstedt konnte sich der Dithmarscher Bauernstaat noch nahezu 60 Jahre dem Zugriff der Fürstenmacht entziehen. Der Erfolg der Bauern war umso bemerkenswerter, als er gegen die militärische Überlegenheit sowohl der Söldnertruppe der "Schwarzen Garde" als auch der holsteinischen Ritter erkämpft wurde. Nicht wenige Adelsfamilien des Landes starben durch die damals erlittenen Verluste aus. In der Symbolsprache des Wappens: Die Waffe der Bauern, die Hellebarde, zerbricht die ritterliche Lanze, die zugleich die fürstliche Standarte trägt. Die Erdölraffinerie der DEA bei Hemmingstedt, im Volksmund "Hölle" genannt, verarbeitet heute, nach Versiegen der regionalen Lagerstätten, im wesentlichen importiertes Rohöl. Als eines der ältesten, vor allem aber bedeutendsten Industrieunternehmen des Landes ist es von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und für die Energiewirtschaft des Landes.


Wetter in Hemmingstedt

Aktuell

Wetterarchiv

Unwetterwarnung


Geografie

Wo liegt Hemmingstedt?

Hemmingstedt liegt auf einer Geestinsel in der Mitte von Dithmarschen, zwischen Meldorf und Heide.

Ortsteile

  • Hemmingstedt,
  • Braaken,
  • Dellweg,
  • Hohenheide,
  • Norderwurth sowie
  • Volkerswurth

Nachbargemeinden


Angemessene Miete in Hemmingstedt

Da die Gemeinde Hemmingstedt zum Amt Kirchspielslandgemeinde Heider Umland gehört beträgt die angemessene Miete (Kaltmiete inkl. Betriebskosten ohne Heizkosten) für

1 Person: 301,50 €
2 Personen: 345,60 €
3 Personen: 399,75 €
4 Personen: 455,60 €
5 Personen: 475,95 €
jede weitere Person: 50,10 €

Quelle


Politik

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft WGH seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze, die CDU vier und die SPD und die Wählergemeinschaft FWH haben je drei Sitze.


Ergebnisse der Kommunalwahl am 6. Mai 2018

  • CDU 24,7% (4 Stimmen)
  • WGH 42,6% (7 Stimmen)
  • SPD 16,3% (3 Stimmen)
  • FWH 16,5% (3 Stimmen)

Landtagswahlen

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Hemmingstedt ab 2005 befinden sich außerhalb dieser Seite. Es werden alle Erststimmen und Zweitstimmen aufgelistet.


Vereine und Organisationen


Impressionen


Geschichte

Hemmingstedt 1500
  • 1323 wurde die Hemmingstedter Kirche "Sankt Marien" das erste Mal urkundlich erwähnt; sie wurde als schlichte Bauern-, Schutz- und Wehrkirche errichtet.
  • 17.02.1500 in der Schlacht von Hemmingstedt schlugen die Dithmarscher unter Führung von Wulf Isebrand das dänische Heer unter Johann, in Personalunion König von Dänemark, Norwegen und Schweden, und seinem Bruder Friedrich, Herzog von Holstein.
  • 20.05.1503 Der apostolische Legat, Kardinalpresbyter Raimund teilt dem Abt in Stade, dem Probst und Dekan, beide in Bremen, mit, dass er die Stiftung eines Nonnenklosters in Hemmingstadt genehmigt und den Hamburger Dompropst als Klosterpropst eingesetzt habe.
  • 06.09.1513 Die Einwohner Dithmarschens erhalten von Papst Leo X. die Erlaubnis, das Nonnenkloster von Hemmingstedt zu verlegen, und in ein Franziskaner-Observantenkloster umzuwandeln, das mit Mönchen aus Schleswig und Holstein besetzt werden soll. Das Kloster wurde von Hemmingstedt nach Lunden verlegt.
  • 1845 ergab eine Volkszählung, dass in Hemmingstedt 374 Einwohner lebten und 106 Kinder die Schule besuchten. Als Gewerbe gab es
1 Wirtshaus
* 1 Schmiede und mehrere Handwerker
Im Kirchspiel lebten 1845 999 Einwohner und waren nachfolgende Gemeinden eingepfarrt:
* Braaken,
* Dieksand,
* Hemmingstedt,
* Hohenheide (zum Theil),
* Lieth,
* Lohe,
* Nehren,
* Rickelshof,
* Volkerswurth.
  • 1845 ergab eine Volkszählung im jetzigen Ortsteil Braaken, dass es dort 211 Einwohner gab und die Schule von 60 Kindern besucht wurde.
  • Am 01.04.1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Hemmingstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch ihr Hauptort Hemmingstedt.
  • 1940 wurde die DEA erbaut, nachdem die Nachfrage der Marine nach Treibstoffen den Anstoß zum Bau der ersten kontinuierlich arbeitenden Rohöldestillation in Hemmingstedt gibt. Bau von zwei Rohöldestillationsanlagen mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen jährlich.
  • 1944 Zerstörung der Raffinerie durch mehrere Bombardements.
  • 1947 Wiederaufbau der noch benutzbaren Anlagen der DEA.
  • 1858 Bau einer Holländer-Windmühle "Margaretha"
  • Am 01.01.1966 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Braaken eingegliedert. Diese gehörte bis 1934 zur Kirchspielslandgemeinde Hemmingstedt.



Persönlichkeiten

  • Christiansen, Holger (* 1957), Mediziner und Hochschullehrer
  • Harder, Konrad (* 30.07.1859 in Hemmingstedt), Dr. med. Arzt 1885 in Glückstadt, jetzt in Blankenese
  • Harder, Richard (* 19.03.1858 in Hemmingstedt), Pastor in Wesselburen, Tetenbüll, seit 1902 in Kiel
  • Kilkowski, Erna (* 6. Oktober 1907 in Breslau; † 27. September 1985) war eine deutsche Politikerin (CDU).
  • Kruse, Nic. Christ. (* in Hemmingstedt), Prediger in Busenwurth, seit 1840 Bauer daselbst
  • Listighe, Iohannes lebte 1475 in Hemmyngstede und studierte in Rostock
  • Messner, Georg Bendix (* 14.05.1807 in Meldorf), Kirchspielvogt in Hemmingstedt
  • Meyn, Ludwig (* 1. Oktober 1820 in Pinneberg; † 4. November 1878 in Uetersen) war ein deutscher Agrarwissenschaftler, Bodenkundler, Geologe, Journalist, Mineraloge sowie Abgeordneter des Bauernstandes in der Holsteinischen Ständeversammlung. Er war der Pionier der Erdölförderung.
  • Möller, P. Hinr. (* in Hemmingstedt; + 1852), Kirchspielvogt in Hemmingstedt
  • Olter, Henricus (* 1665 in Nordhastedt), 1686 zum Diacono nach Hemmingstedt vociret
  • Pook, Hermann (* 1. Mai 1901 in Berlin; † 1983) war ein deutscher SS-Obersturmbannführer (1942) sowie als leitender Zahnarzt Vorgesetzter der Zahnärzte in Konzentrationslagern.
  • Waltherus, Iohannes lebte 1646 in Hemmingstadio-Dietmarsus und studierte in Rostock
  • Wolf, Theodor (* in Krummendiek), Pastor in Hemmingstedt, Kiel, 1855 in Bremerhafen, 1848 Mitglied des Verfassungsausschusses, 1854 von den Dänen abgesetzt

Wirtschaft und Infrastruktur

Nachfolgendes Gewerbe hat sich in Hemmingstedt angesiedelt:

In Hemmingstedt sind kleinere Handwerksbetriebe und einige Einzelhandelsgeschäfte angesiedelt. Die Infrastruktur ist durchaus als gut zu bezeichnen.

Es gibt eine Grundschule, alle anderen weiter führenden Schulen sind im nahe gelegenen Heide, inklusive einem Gymnasium.

Hemmingstedt verfügt auch über ein beheiztes Freibad, das auch von Besuchern aus den umliegenden Ortschaften viel genutzt wird.

Immobilien

Aufteilung der Kaufverträge pro Jahr (Anzahl / Umsatz in T €)

  • 1997 (37 / 1.769)
  • 1998 (86 / 3.428)
  • 1999 (65 / 3.516)
  • 2000 (38 / 2.632)
  • 2001 (39 / 2.087)
  • 2002 (44 / 3.695)
  • 2003 (43 / 2.779)
  • 2004 (29 / 2.132)
  • 2005 (37 / 2.433)
  • 2006 (37 / 5.527)
  • 2007 (44 / 2.746)
  • 2008 (49 / 3.815)
  • 2009 (32 / 2.492)
  • 2010 (37 / 6.683)
  • 2011 (35 / 3.039)
  • 2012 (39 / 2.590)
  • 2013 (35 / 2.357)
  • 2014 (33 / 2.699)
  • 2015 (32 / 2.206)
  • 2016 (44 / 3.415)
Quelle: Grundstücksmarktbericht 2016

Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten

Dusenddüwelswarf

Schlacht bei Hemmingstedt

Sankt-Marien-Kirche

Die Kirche wurde ursprünglich als Bauern-, Schutz- und Wehrkirche errichtet, die erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte 1323.

Das im Chorraum der Kirche befindliche Kruzifix stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Im 16. Jahrhundert erfolgte die Erweiterung an der Südseite mit einem Anbau.

Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1560 und ist somit die älteste protestantische Kanzel in Dithmarschen; 1652 kam sie in die Kirche.

Der Altaraufsatz ist von 1570; auf seinen Bildern ist die Leidensgeschichte Jesu sowie die Kreuzigung dargestellt.

Das Epitaph stammt aus 1672.

Bis 1873 war die Taufe ein Bronzekessel aus der Bronzezeit, heute befindet sich diese Taufe im Deutschen Museum in Nürnberg. Sie wurde durch eine Kalksandsteintaufe ersetzt. Die jetzige Taufe wurde von dem Segeberger Künstler Otto Plath geschaffen, ebenso wie die Marienfigur, die in Vergegenwärtigung des Kirchennamens im Altarraum aufgestellt ist.

Der frühere Holzturm wurde im Jahr 1958 durch den jetzigen ersetzt.

Die Orgel wurde 1974 erneuert und 1989 total renoviert.

Neben den drei Bronzeglocken gibt es noch eine Gebetsglocke, die „Lutherglocke“. Der Legende nach soll Geld gesammelt worden sein, um einen Mörder für Martin Luther zu dingen. Bekanntlicherweise unterblieb das Attentat und die Summe wurde für die Anschaffung der Glocke verwendet.

Raffinerie Hemmingstedt

Zweiständerhaus

Eines der ältesten Häuser Dithmarschens ist das Zweiständerhaus in der Strasse To Osten 6 in Hemmingstedt, das inzwischen auf das Baujahr 1523 datiert wird. Es wurde seinerzeit vermutlich als landwirtschaftliches Nebengebäude errichtet.


Polizeiliche Lagemeldungen


siehe auch:


Weblinks


Karten



Städte und Gemeinden im Kreis Dithmarschen

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