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Heimen, Claus

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 11:26, 21. Aug. 2017 (CEST)

Claus Heimen, auch Niclaß Heimen, Nicolaus Heimen oder Claus Heim, war ein deutscher Bildhauer.

Biographische Daten

  • Geburtsdaten: nach 1606 vermutlich in Lunden;
  • Sterbedaten: um 1663
  • Vater: Claus Heimen, starb vor 1613;
  • Mutter: Elsabe Heimen, starb vor 1624;
  • stammte aus dem Geshlecht der Russebellinger, die im 14. und 15. Jahrhundert bedeutenden Anteil an der Abdämmung der Eider hatten. Ein bekanntes Mitglied des Geschlechts war der Politiker Heim, Claus.

Werke

Als Bildhauer schuf Claus Heimen Werke im Knorpelstil, der im 17. Jahrhundert in Norddeutschland entstand. Dabei erreichte er eine Qualität, die mit anderen bedeutenden Künstlern vergleichbar ist. Nicht dokumentiert ist, wo er seine Kenntnisse erwarb. Das erste bekannte und erhalten gebliebene Werk ist ein Epitaph für Bürgermeister Craißbach aus Hemme. Ein zweites Epitaph schuf er 1637 für Bürgermeister Claus Harder. Es ist heute in der Rendsburger Marienkirche zu sehen.

1641 porträtierte Heimen sich selbst in einem Feld der Kanzel der Marienkirche in Hattstedt. Während dieser Zeit schuf er auch einen Altaraufsatz für die Kirche in Sankt Annen. Die zierliche Arbeit wurde 1642 aufgestellt. Im selben Jahr fertigte er für den Kirchenbaumeister ein Epitaph für dessen verstorbene Ehefrau.

1645 schuf Heimen ein Epitaph für Hofrat Peter Jügert, das im Schleswiger Dom aufgestellt wurde. Durch diese Arbeit wurden wahrscheinlich die Gottorfer Herzöge auf ihn aufmerksam. Heimen verlegte um 1645 seinen Wohnsitz nach Schleswig und arbeitete danach für den Gottorfer Hof und ranghohe Personen. Für Friedrich III. fertigte er zwischen 1650 und 1655 vier Prunkwiegen an, die die Prinzessinnen des Hofes anlässlich ihrer Hochzeiten bekamen. Eines der Werkstücke befindet sich heute in Stockholm und kommt bei Tauffeiern der königlichen Familie zum Einsatz.

Den Büchern der Rentenkammer des Gottorfer Hofes ist zu entnehmen, dass Heimen wiederholt kleinere Aufträge ausführte. Dazu gehörten geschnitzte Hirschköpfe, die er mit den Geweihen erjagten Wildes verzierte. Einige Werke hiervon sind vermutlich erhalten geblieben. Zu den bekannten sakralen Kunstgegenständen gehört ein Kruzifix für den Junker Wilstorff aus Husum von 1654, das als verschollen gilt. 1656 fertigte er ein Kruzifix für Barthold Goldberg an, das in der Kirche von Friedrichsberg aufgestellt wurde. Es handelt sich um eines der wenigen eigenständigen, also nicht mit einem Altaraufsatz oder einem Epitaph verbundenen derartigen Kunstwerke aus diesem Jahrhundert in Schleswig-Holstein.

Das letzte dokumentierte Werk Heimens ist ein Epitaph für Johann Henniges aus dem Jahr 1663 in der Rendsburger Marienkirche.


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