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Heimatmuseum Brunsbüttel

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Inhaltsverzeichnis

Chronik

Ausstellungen

Seekisten


Exponate

Ausstellung Seekisten und Segelschifffahrt Eine Seekiste war das Vielzweckmöbel des Seemanns

Die Seekiste spielte im täglichen Seemannsleben in der Zeit Segelschifffahrt eine sehr wichtige Rolle. Ohne sie ging vor über 100 Jahren kein Seemann auf Reisen. Die Kisten haben lange Fahrten unter Deck verbracht im engen Seemannslogis oder in den bequemeren Kajüten der Steuerleute und Kapitäne. Nach beendeter Reise standen sie am Heimatort in den Haushalten oder sie wurden auf den Dachboden oder Schuppen verbannt Die ältesten erhaltenen (deutschen) Seekisten stammen von den Inseln und Halligen mit ihrer langen Seefahrtstradition, die weit zurückreicht über die „goldene Zeit des Walfangs“ hinaus, die einst großen Reichtum brachte. Leider gibt es nur noch ganz wenige Exemplare aus dieser Zeit des Spätbarocks. Peter Barrot aus Husum, bemüht sich seit Jahren darum, dies sehr stiefmütterlich behandelte Kapitel der Seefahrt zu beleuchten und wissenschaftlich aufzuarbeiten. Eine Veröffentlichung ist für die nächste Zukunft geplant. Auch aus dem Raum der Unterelbe sind interessante Seekisten überliefert. In Brunsbüttel wird u.a. die Seekiste eines der ältesten Kanallotsen, Heinrich Schmidt, ausgestellt. Seekisten hat es schon vor 1000 Jahren bei den Wikingern gegeben, was wir aus den nordischen Sagas wissen.. Aus dem Mittelalter, als die berühmten Koggen auf der Weser fuhren, gibt es Beispiele in der darstellenden Kunst und Literatur. Die ältesten erhaltenen Seekisten (aus dem Jahre 1545) stammen von der „Mary Rose“, dem Flaggschiff Heinrich VIII., das vor wenigen Jahren geborgen wurde. Mit diesem Fund fängt die Realität der Seekiste an. Für die Zeit davor gibt es nur Vermutungen, wie diese Kisten wohl ausgesehen haben könnten. Erstaunlich ist die Feststellung, dass sich in den vergangenen 500 Jahren weder die Funktion noch das Design geändert haben. Auch die Länge blieb gleich. Schaut man sich eine Anzahl von Seekisten an, dann tauchen Fragen auf: Warum sind Seekisten trapezförmig? Weshalb sind sie häufig grün gestrichen? Warum befindet sich die Beilade auf der linken Seite? Warum hatten sie immer ein Einbauschloss? Welche Funktionen hatten Seekisten? Wie schwer war eine solche Holzkiste? Soviel sei verraten: Ziemlich schwer - im Durchschnitt etwa 25 kg - ohne Inhalt!). Überall baute man Kisten nach den gleichen Prinzipien und das ohne Bauvorschriften aus Berlin oder Brüssel! Die Seekiste war übrigens das einzige Eigentum, das der Seemann an Bord hatte. Sein gesamter Besitz befand sich darin. Der Seesack ist vermutlich ebenso alt wie die Seekiste. Auf den Hansekoggen war er noch ein Schlafsack aus Fell. Später wandelte er sich zum Leinenbeutel für Bettzeug und Strohsack, bevor er - bei der Marine aus Platzgründen - die Kiste verdrängte.

Zur Ausstellung Seekisten und Segelschifffahrt - Seefahrerleben dargestellt am traditionellen Seemannsmöbel aus 3 Jahrhunderten Noch bis zum 13.09.2009 im Heimatmuseum Brunsbüttel, Markt 4

Die Ausstellung zeigt zirka 20 sehr unterschiedliche Exemplare von Seekisten und Zubehör aus verschiedenen Zeiten: vom kleinen Meisterstück eines Tischlers bis hin zur Kiste des einfachen Matrosen. Die Seekiste ist unmittelbar mit der Zeit der Segelschiffe, insbesondere der großen Windjammer, verbunden. Sie war das einzige Eigentum, das der Seemann an Bord hatte. Sein gesamter Besitz befand sich darin. Insofern gibt uns die Seekiste auch einen Einblick in die sozialen Verhältnisse der Segelfahrerzeit. Diese sozialgeschichtlichen Aspekte werden in der Ausstellung mit vielen Informationen lebendig gemacht. Grundlage für die Ausstellung ist die Sammlung von Peter Barrot, der gemeinsam mit dem Museum die Ausstellung konzipiert und realisiert hat. Daneben ist eine Serie von Segelschiff-Bilder des Brunsbütteler Marinemalers, Holger Koppelmann, ausgestellt. Außerdem sind eine Reihe von Schiffmodellen von Kapitän Hans Viohl zu sehen.

Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 13.09.2009 zu den Öffnungszeiten des Museum: dienstags, donnerstags, samstags und sonntags jeweils von 14.30 bis 17.30 Uhr, mittwochs von 10 bis 12 Uhr Gruppentermine auch auf Anfragen. Am So., 13.09. wird um 16 Uhr in einer Finnisage Filme zur Tradition der Segelschifffahrt gezeigt. Der Eintritt ist frei.


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