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Hartwig I

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 07:05, 6. Apr. 2017 (CEST)

Erzbischof Hartwig I., auch Hartwig von Stade, Erzbischof von Hamburg-Bremen.

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Angaben

  • geboren: 1118
  • gestorben: 11.10.1168 in Bremen

Eltern

  • Vater: Graf Rudolf von Stade
  • Mutter: Richardis Gräfin von Spanheim (aus dem Geschlechte der Grafen von Spanheim-Lavantthal; durch welche er Neffe der Bischöfe Hartwich von Magdeburg und Hartwich von Regensburg wurde).
  • Bruder: Rudolf II. von Stade
  • Schwester: Richardis von Stade (war eine enge Vertraute der Hl. Hildegard von Bingen).

Biografie

  • Hartwig I. war der letzte aus dem mit ihm ausgestorbenen Geschlecht der Grafen von Stade.
  • 1124 wurde er nach dem Tode seines Vaters auf Gütern seiner Mutter bei Magdeburg und Jerichow erzogen. Er war über sie mit Erzbischof Hartwig von Magdeburg und Bischof Hartwig von Regensburg verwandt.
  • Hartwig war zunächst Domherr vom Magdeburger Dom.
  • 1143 wurde er Propst des Domkapitels Bremen und war von September 1148 bis zu seinem Tod Erzbischof des Bistums.
  • 1144 sollten, nach dem Tod seines kinderlosen älteren Bruders Rudolf, die umfangreichen Ländereien des Herrschaftsbereichs der Grafen von Stade auf das Bistum Bremen unter Vorbehalt des lebenslangen Lehens für Hartwig I. übergehen, jedoch nutzte Heinrich der Löwe den Erbfall zur Ausdehnung seines Herrschaftsbereichs in Sachsen mit juristischen und kriegerischen Mitteln.
Bereits um 1100 übte der Bremer Erzbischof die Lehnshoheit über Dithmarschen aus. Allerdings wurde dieses Recht später an die Grafen von Stade weitergegeben. Deren letzter Vertreter, Graf Rudolf II von Stade, wurde 1144 von den Dithmarschern ermordet , und Dithmarschen fiel durch einen Tauschvertrag von Rudolfs Bruder Hartwig mit dem Erzbistum Bremen an den ursprünglichen Lehnsherrn zurück.
  • Während Heinrich I. Herrschaft gab es wiederkehrende Auseinandersetzungen mit Heinrich dem Löwen um die Investitur der Bischöfe des Wendenlands.
  • 1151 und 1168 beteiligte er sich erfolglos an antiwelfischen Fürstenverschwörungen und überfiel 1154 eigenmächtige herzogliche Burgen. Jedoch wurde der Sachsenherzog von König Friedrich I., für den Besitz des Investiturrechts für die zum Bremer Erzbistum gehörigen nordwendischen Bistümer bestätigt. Damit wurde die Unterordnung des Erzstifts unter das Herzogtum bestätigt.
  • 1154 folgte er nicht dem Italienzug von König Friedrichs I. Im Lehnsprozess von Roncaglia wurden ihm vorübergehend die Regalien - die Hoheitsrechte - abgesprochen. Hartwig I. lebte ein Jahr als Flüchtling und nach Ablauf desselben als ein Geduldeter, – „mehr einem Caplane gleich, als einem Erzbischof“.
  • 1159 folgte er dem Kaiser nach Italien, hatte aber keine bedeutende Rolle in der Reichspolitik. Er konnte aber die Regalien zurückgewinnen.

Ehrungen

Die Hartwigstraße in Bremen-Schwachhausen wurde 1890 nach ihm benannt.


Literatur

  • Georg Dehio: Hartwig I. (Erzbischof von Bremen). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 716–718.
  • Günter Glaeske: Hartwig I.. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 11 (Digitalisat).
  • Herbert Schwarzwälder, Die Bischöfe und Erzbischöfe von Bremen, Ihre Herkunft und Amtszeit - ihr Tod und ihre Gräber, in: Die Gräber im Bremer St. Petri Dom, Blätter der "Maus", Gesellschaft für Familienforschung e.V., Bremen, 16. Heft Dezember 1996, Nr. 21 Hartwig I. 1148–1168

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