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Hadenfeldt, Hermann

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 09:45, 19. Sep. 2016 (CEST)

Dr. jur. Hermann Hadenfeldt war ein deutscher Politiker (Deutschnationale Volkspartei) und Bürgermeister der Städte Delmenhorst und Heide.

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Angaben

Familie: verheiratet mit Luise Bley, Vater von zwei Kindern


Beruf und Leben

Beruflicher Werdegang

  • Jurastudium;
  • 1902 - 1903 Hilfsrichter in Wandsbek;
  • 1903 - 1909 Bürgermeister in Heide;
  • 1909 - 1919 Bürgermeister in Delmenhorst;
  • 1919 - 1928 tätig als Rechtsanwalt und Notar in seiner eigenen Praxis;
  • 1928 - 1937 Bürgermeister in Heide;
  • ab 1938 ehrenamtlicher Leiter der Stadtwerke;
  • 1946 - 1949 ehrenamtlicher Stadtdirektor in Heide;
  • ab 1949 Ruhestand

Wirken während der NSDAP-Zeit

Obwohl die NSDAP bei der Kommunalwahl am 13.03.1933 die absolute Mehrheit erhielt, blieb Hermann Hadenfeldt als Bürgermeister in seinem Amt, weil aus deren Sicht die "nationale Zuverlässigkeit" für ihn sprach, allerdings gab er das Amt dann vor Ablauf der Legislaturperiode an seinen Nachfolger Herwig, Karl ab, der ohne demokratische Legitimation als Bürgermeister eingesetzt wurde.

1933 war Hermann Hadenfeldt mitverantwortlich, das mehrere Sozialdemokraten aus dem Beamtendienst entlassen wurden. Die NSDAP-Ortsgruppe legte dem Magistrat eine Liste mit Angestellten und Arbeitern der Stadt vor, denen aufgrund ihrer politischen Unzuverlässigkeit schnellstens gekündigt werden müsse. Zwei Tage später folgte der Magistrat dieser Aufforderung.

Bereits 1930 hatte Hermann Hadenfeldt versucht, die Anstellung der jüdischen Lehrerein Wolff, Lilly zu verhindern, die jedoch 1930 an der Mädchenbürgerschule Lüttenheid eingestellt wurde. Am 01.09.1933 wurde sie aufgrund des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" ohne Ruhegeld entlassen und gab anschließend Nachhilfestunden. Im Dezember 1935 erhielt sie das Verbot, Nachhilfestunden zu geben und damit wurde ihr die Existenzgrundlage entzogen. Im Juni 1936 verließ sie Heide und zog nach Berlin. Lilly Wolff wurde am 05.09.1942 von Berlin in das Ghetto von Riga deportiert, wo sie ermordet wurde. Am 01.01.1943 wurde Lilly Wolff für tot erklärt.


Ehrenbürgerschaft

Im Januar 1952 wurde Hermann Hadefeldt zum Heider Ehrenbürger ernannt. Die Ehrenbürgerschaft ist jedoch aufgrund der antisemitischen und antidemokratischen Handlungen Hadenfeldts umstritten.


Literatur

  • Ulrich Pfeil: Vom Kaiserreich ins „Dritte Reich“, Heide 1997, S. 172, 325
  • Martin Gietzelt, Ulrich Pfeil: Dithmarschen im „Dritten Reich“ 1933–1945 in Geschichte Dithmarschens, Heide 2000, S. 333.
  • Marie-Elisabeth Rehn: Heider gottsleider – Kleinstadtleben unter dem Hakenkreuz. neu aufgelegt 2005, Verlag Pro Business Berlin, ISBN 3-939000-31-0.

Weblinks


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