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Hinrichs, Gustav Detlef

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Gustav Dethlef Hinrichs.jpg

Das Universalgenie aus Lunden

Inhaltsverzeichnis

Biographie

HINRICHS, Gustav Dethlef. Naturforscher und Wissenschaftspionier, * 2.12. 1836 in Lunden (Dithmarschen), † 14. 2. 1923 in St. Louis (Missouri, USA). Gustav Dethlef (oft - auch von ihm selbst - "Detlef" geschrieben) Hinrichs war der dritte von sechs Söhnen der lutheranischen Eheleute Johann Det(h)lev Hinrichs und Caroline Catharine Elisabeth Andersen (Tochter des dänischen Offiziers Carl Gustav Andersen).

  • Im Alter von 13 Jahren rannte er von Zuhause weg, um die Deutschen gegen die Integration Schleswigs in Dänemark zu unterstützen. Im Juli 1850 nahm er als Trommlerknabe an der Schlacht bei Idstedt teil.
  • Von 1853 bis 1856 war er Student an der polytechnischen Schule und anschließend studierte er Mathematik, Physik und Chemie an der Universität Kopenhagen. In Kopenhagen war er befreundet mit Hans Christian Andersen. Im letzten Jahr war er Assistent des Biologen Daniel Frederik Eschricht (1798–1863).
  • Im April 1860 heiratete er Auguste C. F. Springer (1839–1865) aus Rendsburg.
  • Nach dem Tod seiner Gattin, mit der er die Kinder Gustavus John (Farmer) und Anna (Musikerin und Autorin) hatte, heiratete er 1867 ihre jüngere Schwester Anna Catharina Springer (1842–1910). Ihr Sohn war Carl Gustave (Chemiker).
  • Er entwickelte schon in jungen Jahren eine Hypothese über einen Urstoff, den er, wie schon Leibnitz Pantogen nannte. Da Chlor die Atommasse 35,5 hatte, schloss er, dass dieser Urstoff die halbe Atommasse von Wasserstoff haben müsse. Aus dieser Idee entwickelte er bis 1867 eine spiralenförmige Periodentabelle.

Auswanderung

Im Mai 1861 erfolgte die Überfahrt nach Nordamerika; Zielort des Paares war Davenport am Missouri, eine damals stark von schleswig-holsteinischen Einwanderen geprägte Stadt. In Davenport wurde Hinrichs zunächst Lehrer an der District School und der Davenport High School. Im September 1862 wechselte er dann als Lehrer für neue Sprachen (Deutsch, Französisch) an die State University of Iowa in Iowa City.

Meteorologie

Nach seiner Rückkehr verstärkte Hinrichs seine meteorologischen Forschungen, die ihn zu einem der führenden amerikanischen Meteorologen machten. 1875 begann er unter Mithilfe von über 100 Freiwilligen mit der Etablierung eines Wetterbeobachtungsdienstes in Iowa; es war die erste derartige Einrichtung in den USA.

Nach der Emeritierung

Seine Tätigkeit als Universitätslehrer endete 1907 mit der Emeritierung an der St. Louis University, doch war er auch danach noch wissenschaftlich produktiv.


Bibliographie

  • Vollständige Bibliographie: G. Stolz: Gustav Dethlef Hinrichs. Ein Naturforscher von Weltruf aus Dithmarschen. 1836-1923. Lunden 1998, 80-95


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