Georg zur Dithmarscher Treue
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Gründung
Die Loge Georg zur Dithmarscher Treue wurde laut Konstitutions-Urkunde am 1.November 1930 in Heide gegründet. Sie begann ihre Arbeit mit 27 Brüdern, die zum überwiegenden Teil bereits seit einigen Jahren Mitglieder der Johannisloge Ditmarsia in Marne, Kreis Süderdithmarschen, waren. Die Gründung wurde von den übergetretenen Brüdern gewünscht, weil Marne zur damaligen Zeit nur umständlich erreicht werden konnte. Um an den Arbeiten dort teilnehmen zu können, mussten die Brüder aus Norderdithmarschen mit der Bahn nach St.Michaelisdonn fahren und hier auf den Anschluss nach Marne mit einer Nebenbahn warten. Viele versuchten mit dem Fahrrad an das Ziel zu kommen. Es dürfte interessieren, dass die Loge in der kleinen Stadt Marne einschließlich Ihrer Umgebung nach einem noch vorhandenen Verzeichnis Ende der 20er Jahre etwa 180 Mitglieder hatte. Die Brüder wählten den StudienratDr. Georg Nöldecke zum Logenmeister in Heide.
Dunkle Zeit
Nur wenige Jahre konnte die Loge in Heide tätig sein, weil sich bald der politische Himmel verdunkelte. Wie alle Logen in Deutschland , mußte auch die Heider Loge 1935 ihre Pforten schliessen, da den herrschenden Nationalsozialisten das freie Denken der Brüder nicht passte. Logenhaus und Inventar gingen verloren. Aber das freimaurerische Licht ist unter den Heider brüdern nicht erschlossen, und gleich nach dem Zusammenbruch 1945 wurde die Wiederaufnahme der Arbeiten versucht, hauptsächlich auf Betreiben des Bruders Nöldeke.
Neubeginn
Doch der Neubeginn war schwer. Die Logen hatten Ihrn gesamten Grundbesitz verloren. Die Brüder waren teils gefallen, teils in alle Winde zerstreut. Das Logenhaus in der Beseler Strasse 2 konnte nicht wieder erlangt werden, da es wahrscheinlich schon 1930 wegen der sich abzeichnenden politischen Ereignisse auf den Namen eines Bruders gekauft worden war; jedenfalls konnte die Loge nach 1945 keine Eigentumsnachweise bringen. Mit Unterstützung der englischen Besatzungsmacht fand am 19.März 1948 die Wiedereröffnung der Loge mit 24 Brüdern statt. In den Jahren 1945-48 wurde vergeblich ein festes Logenheim gesucht, so dass die Arbeiten in verschiedenen Heider Lokalen stattfinden mussten, bevor eine feste Unterkunft im Hause der Guttempler in der großen Westerstrasse 20 gefunden wurde. Hier leitete Br. Nöldecke die Logenarbeiten bis zum Stiftungsfest 1949.Blicken wir heute in die Mitgliederliste jener Zeit , so lesen wir noch unvergessene Namen: Br. Heinrich Meier, Bankdirektor der Westbank Br. Freidrich Corsepius, Chefapotheker es Kreiskrankenhauses Br. Wilhelm Petersen Steuerberater Br. Br. Prof. Dr. Hans Gillmeister Br. Dr. Friedrich Krogmann Br. Dr. Johannes Günter Da Br.Nöldecke nach Hamburg verzog übernahm Schulrat Hans Hinrich Lesch die Logenleitung bis 1962. Br. Lesch war bereits in den Jahren 1927-1931 Vorsitzender Meister der Jahannisloge "Zur Bruderliebe an der Nordsee" in Husum gewesen, hatte dort später durch den Nationalsozialismus seine Stelle als Rektor verloren, war aber stets ein Mann geblieben, der treu zum Freimaurertum hielt. Am 11. September 1965 ist Br. Lesch in den ewigen Osten eingegangen. Bruder Heinrich führte dann von 1962- 1970 die Loge. Der Versammlungsraum in der Großen Westerstrasse wurde 1969 aufgegeben, da die Loge ein gutes Angebot der Druiden erhielt, die Räume im Dachgeschoß des Heider Hotels "Heider Hof" Am Markt 74 mitzubenutzen.













