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Gasthof Zur Fernsicht und Wagners Hotel

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Die Postkarten sind – wenn nicht anders bezeichnet – von Uwe Borchers

In Brunsbüttel, Brunsbüttelhafen und Brunsbüttelkoog sind und waren der Gasthof „Zur Fernsicht“ und „Wagners Hotel“ den Bewohnern ein Begriff. Es sind Institutionen, die sich durch Veranstaltungen, Versammlungen, Vereinsleben und Vereinsgründungen einen Namen gemacht haben.

Schönes altes Foto der beiden Gasthöfe,der Giebel vom Hotel Wagner hat noch die alte Form (vor dem Brand). Das Haus links davon existiert nicht mehr. Rechts kann man "Jerusalem" erkennen (siehe Brunsbüttelhafen) (Quelle:Ursula Biel)
Das Foto aus den 70er-Jahren zeigt den Alten Hafen mit Krabbenschuppen, Fernsicht und ehem. Wagner´s Hotel (Foto Stadtbauamt)
Das Foto aus den 70er-Jahren zeigt die Fernsicht und das ehem. Wagner´s Hotel (Foto Stadtbauamt)
Das Foto aus den 70er-Jahren zeigt die Fernsicht und das ehem. Wagner´s Hotel (Foto Stadtbauamt)

Inhaltsverzeichnis

Gasthof „Zur Fernsicht“

Im Jahre 1874 wird auf dem Deich ein Gast- und Logierhaus von der Familie Tiedemann eingerichtet, das in späteren Jahren Gasthof "Zur Fernsicht" genannt wird.

Postkarte Zur Fernsicht 1960 (Sammlung Uwe Borchers)
Schmidt´s Gasthof-1907 (Sammlung Uwe Borchers)
Werbung aus der Broschüre Brunsbüttel-Brunsbüttelkoog 1930 (Quelle: Cafe Altes Pastorat)

Der Anbau der Gaststätte „Zur Fernsicht" war um 1900 zunächst Pferdestall, bevor er später als Saal und danach als Kino genutzt wurde.

Die Fernsicht-Lichtspiele 1949, Foto Bockmann (Quelle: Ursula Biel)

Wie eine Postkarte aus dem Jahre 1907 zeigt, wurde die Lokalität zwischenzeitlich noch einmal in „Schmidt´s Gasthof“ umbenannt.
Am bekanntesten war wohl für die Nachkriegsgenerationen der Gasthof „Zur Fernsicht“ unter dem Besitzer Rudolf Grawert und seiner Ehefrau Louise geb. Rudolph, der den Gasthof seit 1926 betrieb. Nach dem Tode des Wirtes 1954 wurde der Betrieb von seiner Ehefrau weiter betrieben. Als der Gasthof 1960 von der Tochter Ursula Biel, geb. Grawert, übernommen wurde, ist der Betrieb modernisiert worden. Aus dem Kino wurde 1968 eine Bundeskegelbahn und ein Tischtennisraum mit 3 Platten, der hauptsächlich von mehreren Betriebssportgruppen genutzt wurde.
Am 01.01.1994 übernahm Klaus-Peter Kuhrt die Fernsicht und auch das Hotel Zur Post.

„Langjährige Brunsbüttelkooger“werden sich noch sehr gut daran erinnern, daß wir einst 3 Kinos hatten – das einzige noch heute existierende „Metropol-Theater“ (seit 1909) in der Posadowskystraße, das „Film-Eck“ auf der Südseite im Dithmarscher Hof und die „Fernsicht-Lichtspiele“, abgekürzt „Fe-Li“ Auf dem Deiche.

Kinowerbung Brunsbüttelkooger Zeitung 1953 Stadtarchiv Brunsbüttel

Plakatanschläge für die beiden nicht mehr existierenden Kinos waren einmal an der Hauswand auf der Koogstraßenseite des damaligen Fischgeschäftes Jacob Schloo und an einer Seite des Pavillons (auch Hutgeschäft, siehe Vogelschiessen) schräg gegenüber, wo heute das Schuhgeschäft Sjut ist.

Die Töchter des Wirtes Rudolf Grawert, links Ursula, rechts Ruth ca. 1930 (Quelle:Ursula Biel)
Die Töchter des Wirtes Rudolf Grawert, links Ruth Fries, rechts Ursula Biel 06.08.2012 (Foto Uwe Möller)


Postkarten und Fotos

Wagner´s Hotel

Werbekarte Wagner´s Hotel aus dem Jahre 1905 (Sammlung Uwe Borchers)
Artikel aus der Brunsbüttelkooger Zeitung aus dem Jahr 1938

Der Zeitungsausschnitt aus der Brunsbüttelkooger Zeitung aus dem Jahre 1938 besagt, daß der Geschäftsmann und Gastwirt Lüttje Pien wohl einer der ersten Besitzer des späteren Wagnerschen Hotels war.
1882 übernimmt Gastwirt Dietrich Blohm das „Hotel zum Nordostsee-Kanal“ ,dessen Eigentümer J.H.Wagner ist. 1891 verstarb der Eigentümer J.H.Wagner und das Hotel so wie das Eisenwaren-und Steinzeug-Geschäft ging in den Besitz von P.Marcus Reimers über. Den Zeitungsanzeigen zufolge war Helene Wagner, die Frau- des Verstorbenen, im Jahre 1891 die Eigentümerin. Aus einem Bericht der Kanal-Zeitung 1912 geht der Kauf des Hotels durch Claus Ruge hervor.
Am 13.7.1914 brannte – unter dem Besitzer Claus Ruge - das Hotel fast vollständig ab (siehe Artikel der Kanal-Zeitung). Es wurde von ihm aber wieder im alten Stil aufgebaut.

Nach 1925 war Peter Nielsen der Besitzer des Gebäudes, jetzt „Gasthof zur Doppeleiche“ genannt. In den folgenden Jahren kannten die Brunsbüttelkooger das Gebäude als Gewerkschaftshaus, bevor es die Nazis am 02.05.1933 „übernahmen“ und die Bezeichnung „Deutsches Haus“ wählten.

Werbung Vitamo 1940er

1944 wurde das Gebäude dann von der Vitamo-Feinkost und Konservenfabrik Eddelak übernommen. In den 1950er-Jahren war dort eine Tuchfabrik mit Spinnerei untergebracht.
In den folgenden Jahre wurde es zu Wohnzwecken gebraucht. 1971 baute man einen Teil des Saales in eine Arztpraxis um,1972 zogen in den Restsaal die Zeugen Jehovas ein und gründeten ihren Königreichssaal.
Im September 2017 wurde das Gebäude abgerissen.

Postkarten und Fotos

Werbungsanzeigen aus der Kanal-Zeitung

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Wagners Hotel, Ausschnitt aus einem Gemälde des Jubiläumsgeschenks des Beamtenvereins Brunsbüttel an den Wirt. (siehe Hotel zur Kanalmündung) (Quelle:Cafe Zum alten Pastorat)

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