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Funk, Nikolaus

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--Ditschie (Diskussion) 07:52, 8. Aug. 2017 (CEST)

Nikolaus Funk

Nikolaus Funk war ein lutherischer Theologe und Pastor in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Biographische Daten

  • Geburtsdaten: 13.05.1767 in Diekhusener Westerdeich bei Marne;
  • Sterbedaten: 17.01.1857 in Altona;
  • er war das zehnte Kind eines Bauern;
  • Ehefrau: er war zweimal verheiratet und hatte insgesamt 8 Kinder.

Werdegang

  • bis 1786 Besuch der Meldorfer Gelehrtenschule;
  • 1786 - 1789: Theologiestudium in Kiel mit einem sehr guten Examensabschluss;
  • 1790: Adjunkt in Ottensen;
  • 1791: zweiter Kompastor an der Hauptkirche in Altona, obwohl er das hierfür notwendige Mindestalter von 25 Jahren noch nicht erreicht hatte;
  • 1809: erster Kompastor an der Hauptkirche in Altona (Vorgänger war Bolten, Johann Adrian);
  • 1840: Ruhestand

Wirken

Nikolaus Funk repräsentiert eine moderate Richtung innerhalb des theologischen Rationalismus des frühen 19. Jahrhunderts: »In F. begegnen wir einer typischen Gestalt des rationalistischen Theologen gemäßigter Richtung [...]. Seine besondere Hingabe galt dem [...] Schulwesen, der Armen- und Waisenfürsorge. [...] Er war ein bewußter Bürger des dänischen Gesamtstaates und ein treuer Anhänger der regierenden Dynastie; er war ein Lobredner der dänischen Neutralität in den Napoleonischen Wirren.« [1]

In Altona hatten schon um die Zeit der Gründung der Hamburg-Altonaischen Bibelgesellschaft die Vorbereitungen für den Druck der „Altonaer Bibel“ des Pastors Nikolaus Funk begonnen, die dann 1815 erschien und wegen ihrer „modernen“, rationalistischen und neologischen Anmerkungen von den Pietisten strikt abgelehnt wurde. Diese Bibelausgabe hat damals einen der Gründe dafür abgegeben, dass die van der Smissens keine eigene Altonaer Bibelgesellschaft gewünscht, sondern sich lieber mit dem Hamburger Luthertum zusammengetan hatten. Die frommen Männer aus Altona hatten befürchten müssen, die rationalistische Funk'sche Bibel, die bereits die Zustimmung des Generalsuperintendenten Adler besaß, würde sonst am Ende die „Normalbibel“ einer solchen Gesellschaft werden.

Indessen hatte Pastor Claus Harms gegen die "Altonaer Bibel" protestiert, und König Frederik VI. von Dänemark hatte 1817 den Rest der Auflage aufkaufen und aus dem Verkehr ziehen lassen. Pastor Nikolaus Funk ist nach dem Scheitern seines Bibel-Experiments der Hamburg-Altonaischen Bibelgesellschaft ganz friedlich als Mitglied beigetreten.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildete die Verbesserung des Altonaer Schulen und die Unterstützung der Armen. Schon bald nach seinem Dienstantritt besorgte er den Neubau des Waisenhauses, dessen Inspektor er bis 1808 war. 1801 richtete er eine Sonntagsschule zur Fortbildung künftiger Handwerker ein.


Werke

1798 schrieb Funk im Zusammenhang mit dem Streit um die von Generalsuperintendent Adler, Jacob Georg Christian verfassten Kirchenagende Freimütige Beurteilung des Verfahrens der dänischen Regierung bei der Einführung der neuen Kirchenagende (Hamburg 1798). Darin betonte er die Hoheitsrechte des dänischen Königs auch über die Kirche.

Über das ihm besonders am Herzen liegende Schulwesen verfasste er zwei Werke:

  • Geschichte und Beschreibung des Waisen-, Schul- und Arbeitshauses in Altona, Altona 1803;
  • Über Verbindung des Schulwesens mit Industrieschulen, Altona 1804.

Zusammen mit Detlev Olshausen veröffentlichte er acht Bände Predigten über die gesamten Pflichtenlehre (1798–1805).

Er war Mitarbeiter der Zeitschrift Hamburg und Altona.


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