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Freytag, Erwin

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 07:34, 7. Aug. 2017 (CEST)

Erwin Alexander Klaus Adelbert Freytag war ein deutscher Autor und evangelisch-lutherischer Theologe.

Inhaltsverzeichnis

Biographische Daten

  • Geburtsdaten: 16.04.1907 in Wesselburen;
  • Sterbedaten: 13.06.1987 in Reinbek;
  • Eltern: Er wurde als Sohn des Musikers und Geschäftsführers Georg Louis Alexander Freitag und seiner Frau Margarethe Dorothea geb. Sievers geboren;
  • Ehefrau: Am 23. Juli 1943 heiratete Freytag in Wesselburen Christa Reimers (1921 - 2016);
  • Kinder: vier Söhne, 1 Tochter
  • Wohnorte: Nach der Pensionierung 1971 Umzug nach Ertinghausen (Solling); 1981 zog er mit seiner Frau an seinen letzten Wohnsitz in Reinbek.

Werdegang

  • Besuch der Mittelschule in Wesselburen:
  • Ausbildung zum Bankkaufmann;
  • Besuch der Oberrealschulen in Neumünster und Heide;
  • 1929: Reifeprüfung;
  • Studium von Geschichte und Theologie an den Universitäten Marburg, Jena, Bethel, Gießen, Kiel und Erlangen;
  • nach dem Bestehen des 2. theologischen Examens und der Ordination im Jahr 1936 war er Hilfsgeistlicher in Schlichting;
  • ab 1940 Pastor in Sieverstedt;
  • 1939: Einzug zum Kriegsdienst;
  • ab 1944 war er als Divisionspfarrer auf der Insel Rhodos tätig;
  • 1945 - 1948 wirkte er in der Kriegsgefangenschaft als Lagerpfarrer im britischen Suezkanal-Distrikt;
  • 1948: nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft nahm er wieder sein Amt in Sieverstedt auf, bis er 1953 nach Uetersen berufen wurde. Hier wirkte Erwin Freytag bis zum Eintritt in den Ruhestand am 01.10.1971.

Literatur (Niederdeutsch)

  • Von jeher begeisterte Erwin Freytag die plattdeutsche Sprache und er hielt von 1957 - 1967 im NDR die plattdeutschen Morgenandachten und predigte auch sonst vielerorts plattdeutsch;
  • er widmete sich in Ertinghausen in der nahe gelegenen Universität Göttingen dem Studium mittelalterlicher Geschichte. Schon vor und neben seiner pfarramtlichen Tätigkeit hatte Freytag sich schon immer mit der Geschichtswissenschaft, insbesondere auch den historischen Hilfswissenschaften Diplomatik, Genealogie und Heraldik befasst. Als Stipendiat des „Stipendium Harmsianum“ konnte er mehrfach im Reichsarchiv und in der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen arbeiten. Im Ruhestand suchte er 1974 in Rom das Vatikanische Archiv, die Vatikanische Bibliothek und das Deutsche Historische Institut auf;
  • schon seit 1929 entwickelte er eine reiche schriftstellerische Tätigkeit und schrieb zahlreiche Aufsätze und Arbeiten aus dem Gebiete der Geschichte und Kirchengeschichte. Sein wohl bekanntestes heimatgeschichtliches Werk ist die 1951 erschienene Chronik des Kirchspiels Sieverstedt, das in einer überarbeiteten Auflage im Jahre 1983 neu erschien. Weiter veröffentlichte er eine große Zahl von Arbeiten, die genealogische Zusammenhänge, besonders auch Quellen betreffen, die in der Zeitschrift der Hamburger genealogischen Gesellschaft veröffentlicht wurden;
  • in der Schleswig-Ho1steinischen Gesellschaft für Familienforschung und Wappenkunde e.V. war Erwin Freytag eins der ältesten und aktivsten Mitglieder.
  • 1962 und 1963 veröffentlichte er die wissenschaftlich abschließende Genealogie der Ritter von Barmstede, eins der ältesten südholsteinischen Adelsgeschlechter;
  • es folgte bis kurz vor seinem Tod eine lange Reihe von Arbeiten wie die über die Ahnen Theodor Storms, die Hausmarken (= Eigentumszeichen, später Sippenzeichen, das außen an Haus, Gebäuden und Gegenständen angebracht ist) in Meldorf und genealogische Quellen in Schleswig-Holstein.

Auszeichnungen

Im Spätherbst 1986 wurde ihm für sein Wirken der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande durch den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker verliehen.


Werke

  • Zur Herkunft der Familie Hebbel (1933)
  • Diebe und Einbrecher im Amte Flensburg (1953)
  • Die Stammhufen und alten Katen in Süderschmedeby (1954)
  • Die Bedeutung Westangelns in unserer Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte (1955)
  • Die alten Bauernhöfe des Dorfes Stenderup in der Uggelharde (1956)
  • Die alten Bauernhöfe in Sieverstedt und ihre Besitzer (1957)
  • Zwei niederdeutsche Urkunden aus dem Zeitalter der Reformation (Einkünfte der Kirchen im Amte Flensburg) (1958)
  • Ein Weltreisender aus Angeln. Ein Bericht des Kapitäns Hansen (1959)
  • Clement von der Wisch. Zur Geschichte der Familie von der Wisch auf Rundhof (1963)
  • Die niederdeutsche Sprache in der Verkündigung der Kirche (1964)
  • Zur älteren Genealogie der Herren von der Hude. In: Zeitschrift für Niedersächsische Familienkunde (1970)
  • Zur Chronik von Sieverstedt. Bemerkungen und Ergänzungen (1976)
  • Zur Geschichte der drei Klöster in der Landschaft Angeln (1977)
  • Zur Chronik von Sieverstedt (1979)
  • Heinrich Harries, der Dichterpastor in Sieverstedt (1983)
  • Die Herren von Barmstede und die Gründung des Klosters Uetersen (Jahrbuch für den Kreis Pinneberg 1970)
  • Die Herren von Haseldorf (Jahrbuch für den Kreis Pinneberg 1968)
  • Burgen und Kloster in Uetersen während des Mittelalters Jahrbuch für den Kreis Pinneberg

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