Dithmarschen-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz

Fack, Marx

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 07:51, 28. Jul. 2017 (CEST)

Marx Wilhelm Fack war ein deutscher Gymnasiallehrer und Naturforscher.

Biographische Angaben

  • Geburtsdaten: 04.11.1823 in Delve;
  • Sterbedaten: 27.05.1911 in Kiel
  • Vater: Johann Christopher Fack (* 1793 in Delve) war ein Kätner, Schlachter und Viehhändler
  • Mutter: Catharina Magdalena, geborene Andresen (* 1792 in Heide).
  • Ehefrau: war verheiratet mit Elise Christine Bevense (22. Januar 1886 in Kiel).

Werdegang

  • Marx Fack bekam ab 1833 Privatunterricht bei Diaconus Hans Lorenzen, der zweiter Pastor in Delve war;
  • nach der Konfirmation bestand Marx Fack eine Prüfung bei der Regierung in Gottorf und unterrichtete anschließend als Unterlehrer in Norderstapel und danach in der Klasse des Kantors der Distriktschule Erfde;
  • 1844 wechselte Marx Fack an das Lehrerseminar in Segeberg. Ein Lehrer namens Martens weckte dort sein Interesse für ein Studium der Natur;
  • er beendete die Lehrerausbildung mit dem 2. Charakter und „rühmlicher Auszeichnung“;
  • im Herbst 1847 bekam er eine Stelle als Hauslehrer in Kiel;
  • während der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gehörte er ab 1849 der Schleswig-Holsteinischen Armee an und kämpfte als Soldat und Unteroffizier;
  • später übernahm er für viele Jahre die Schriftleitung des aus der Armee hervorgegangenen Veteranenverbandes „Kampfgenossenschaft der Achtundvierziger“;
  • nach Kriegsende unterrichtete er einige Zeit an Schulen in Pohnsdorf und in Glückstadt;
  • im November 1853 folgte er einem Ruf der Kieler Gelehrtenschule und lehrte am dortigen Gymnasium Naturkunde;
  • 1899 ging er in Pension. Danach arbeitete er zehn Jahre als Standesbeamter des Bezirks Kiel-Land.

Wirken als Forscher

  • Inspiriert von Ludwig Meyn (deutscher Agrarwissenschaftler, Bodenkundler, Geologe, Journalist und Mineraloge), der zu dieser Zeit in Kiel tätig war und später verzog, beschäftigte sich Marx Fack nach seinem Umzug in die Stadt insbesondere mit der Geologie des Umlandes. Dabei sammelte er über 200 Fundstücke, primär holsteinische Geschiebe (als Geschiebe bezeichnet man in den Geowissenschaften das Gesteinsmaterial, das von einem Gletscher transportiert worden ist), die bis zu diesem Zeitpunkt nahezu alle nicht bekannt waren. Die Stadt Kiel kaufte diese bedeutende Sammlung nach seinem Tod und nahm sie in die Materialsammlung der Schulbildungsstelle auf.
  • Neben den Geschieben erfasste Marx Fack nahezu alle Land- und Süßwasserconchylien (Studium der Schalen von Schalenweichtieren) der Region. Drei Petrefakten tragen seinen Namen.
  • Seit Vereinsgründung galt er als wichtiges Mitglied des "Vereins nördlich der Elbe zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse" und engagierte sich für einige Zeit als dessen Sekretär.
  • 1890 gründete Marx Fack den Verein „Die Heimat“ mit und übernahm bis 1896 dessen Vorsitz. Für die gleichnamige Vereinszeitschrift schrieb er viele Artikel über seine Erkenntnisse zur Naturkunde und der Geographie Schleswig-Holsteins. Hinzu kamen drei sorgsam erstellte Bücher über die „Geographie von Schleswig-Holstein“ (1865), „Kiel und seine Umgebung“ (1867) sowie „Die Schleswig-Holsteinische Armee 1848–51“ (1898).
  • Für die Kieler Zeitung verfasste er 30 Jahre lang umfangreiche Wetterberichte.

Finden

Durchsuchen
Startseite
Vorwort
Gruppe bei Facebook
Alle Artikel
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Erste Schritte
Support
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …