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Explosion der Maria in der Alten Schleuse

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Maria-1988-Wasserschutzpolizei Brb-1a.JPG

Der 11.07.1988 wird vielen Brunsbüttelern wohl stark in Erinnerung bleiben. Um 11.04 Uhr vormittags hat ein ohrenbetäubender Knall die Bevölkerung aus ihrem Alltag gerissen. Die Fensterscheiben haben selbst in den Läden der unteren Koogstraße noch gezittert.

Inhaltsverzeichnis

Was war passiert:


Auf dem in der Nordkammer der Alten Schleuse liegenden, niederländischen Binnenschiff „Maria“ ereignete sich eine Explosion, die wohl in der Geschichte der Schleuse einmalig war und hoffentlich bleiben wird. Das Unglück forderte einen Toten und viele Verletzte. Durch die Wucht der Explosion wurden die 2 Tonnen schweren Luken und das darauf liegende Auto ca. 30 Meter in die Höhe befördert. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich auch noch 5 Segelboote in der Kammer hinter der „Maria“, die alle einen erheblichen Schaden erlitten. Die Auswirkungen des Unglücks wurden noch dadurch verschlimmert, daß zu dem Zeitpunkt die Südkammer der Alten Schleuse zwecks Instandsetzung leergepumpt und somit außer Betrieb war.

Wie konnte das passieren:

Ferrosilicium

Der Binnenschiffer hatte als Ladung u.a. Ferrosilicium in Brikettform, ein Material, das bei Wasserzusatz explosive Gase freisetzt. Da die Luken des Laderaumes mehrere Tage geschlossen waren und die Ladung vorher nass geworden war, hat sich ein stark explosives Gemisch im Laderaum angesammelt. Wie Augenzeugen berichteten, hat ein Besatzungsmitglied an Deck mit einem Winkelschleifer wohl den auslösenden Funken versursacht.

Meine eigenen Erlebnisse an dem bewußten Vormittag:
Durch Zufall telefonierte ich gerade mit dem Krankenhaus zwecks eines Termins und schaute durch das Fenster in Richtung Schleuse und Kanal, als es passierte. Die große Fensterscheibe meines Büroraumes stand aufgrund der sommerlichen Außentemperatur auf Kipp, so daß sie heil blieb und nur stark vibrierte. Die Dame am anderen Ende meinte: „Oh, da ist wohl eine Tür zugeknallt!“
“Oh nein, da hat sich auf der Schleuse etwas Größeres ereignet“, sagte ich, „ich habe ein Auto hoch durch die Luft fliegen sehen und meine Fensterscheibe hat „geklötert“, ich kann mir vorstellen, daß das Krankenhaus gefordert wird“!
Zu dem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, was passiert war.

Weitere Einzelheiten bitte den Zeitungsartikeln und Fotos entnehmen.

Die folgenden Fotos und Zeitungsartikel wurden von Günter Krabbe zur Verfügung gestellt.

Fotos vom Unglück

Artikel aus der Brunsbütteler Rundschau

Artikel aus der Brunsbütteler Zeitung

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