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Erbe, Walter

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 07:18, 26. Jul. 2017 (CEST)

Walter Erbe war ein deutscher Jurist, Politiker und Landrat.

Biographische Daten

  • Geburtsdaten: 26.06.1890 in Landeck;
  • Sterbedaten: 05.07.1963 in Hamburg;
  • wurde als Sohn eines Landrentmeisters (oberster Finanzbeamter und Verwalter der Landesfinanzen) geboren.

Werdegang

  • Walter Erbe besuchte das Johannesgymnasium in Breslau und das Gymnasium in Meseritz;
  • er studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Breslau und Greifswald;
  • während seines Studiums wurde er 1912 Mitglied der Burschenschaft Arminia Breslau, der späteren Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks;
  • nach seinem Examen 1917 machte er sein Referendariat, in dem er an der Gründung des Preußischen Referendarbundes beteiligt war;
  • 1920/21 trat er der Deutschen Volkspartei (DVP) bei und wurde Mitglied der "Organisation Escherich" (= Einwohnerwehr);
  • 1921 wurde er in Greifswald zum Dr. jur. promoviert und legte 1922 die Große Staatsprüfung ab;
  • nach mehreren Stationswechseln wurde er 1926 Regierungsrat beim Landesfinanzamt in Kiel;
  • 1931 trat er in die NSDAP ein und wurde Gaufachleiter für Staatsbeamte im Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen (BNSDJ) in Schleswig-Holstein;
  • ab 1932 war er Mitglied im Reichsbund deutscher Beamter;
  • 1933 arbeitete er als Staatskommissar beim Oberpräsidenten der Regierung Schleswig-Holsteins und wurde in Heide Landrat im Kreis Norderdithmarschen;
  • 1934 ging er im Dienst der Reichsverwaltung zum Landesfinanzamt Schleswig-Holstein, kurz darauf jedoch nach Berlin zum Reichsfinanzministerium;
  • er war Aufsichtsratsvorsitzender der Basaltwerke in Schleswig-Holstein und Richter beim Kreisparteigericht Berlin;
  • 1936 wurde er in Berlin Bezirksbürgermeister des Bezirks Mitte, jedoch schon 1939 in den Ruhestand versetzt, nachdem es ein Dienststrafverfahren wegen angeblicher Verunglimpfung gegen ihn gegeben hatte;
  • danach arbeitete er als Wirtschafts- und Steuerberater und war Geschäftsführer der Fachgruppe Pelzindustrie in Leipzig;
  • 1945 ging er nach Hamburg, dort erhielt er 1946 Berufsverbot und seine Beamtenrechte wurden ihm aberkannt. Er wurde erst 1966 rehabilitiert.

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