Geisler, Emil
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Biographie
Geb. am 11. April 1828 als drittes Kind des aus Schleswig stammenden Matthias Johann Geisler und seiner Ehefrau Anna Catharina, geb. Wilster in Lunden / Dithmarschen. Der Vater war vermutlich Privatlehrer und Hausbesitzer im nördlichen Lunden. Emil Geisler erhielt nach seiner Schulentlassung weiter Privatunterricht, besuchte das Lehrerseminar in Tondern und war als Hauslehrer tätig.
Die Erhebung gegen Dänemark
Zwischen 1848 und 1851 erhob sich Schleswig-Holstein gegen das Königreich Dänemark. Kurz nach der Erhebung meldete sich Emil geisler freiwillig zum Militär und wurde als Unteroffizier eingestellt. Bis zur Niederwerfung nahm er an zahlreichen Gefechten teil und wurde 1851 - mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet - ehrenvoll aus der "Schleswig-Holsteinischen Armee" entlassen. In dem wieder von den Dänen regierten land sah er aber keine Zukunft mehr für sich und suchte sein Glück in den Vereinigten Staaten.
Auswanderung
1852 wanderte er aus. Über New Orleans und weiter den Mississippi hoch fuhr er nach Davenport, im Bundesstaat Iowa. Davenport war damals eine Hochburg dithmarscher Auswanderer. Dort heiratete er die in Meldorf geborene Sophia D. Halkens.
Neue Existenz
Emil Geisler arbeitete zunächst als Farmarbeiter, wie so viele Auswanderer, dann als Lehrer. dann machte er sich erfolgreich als Kaufmann selbstständig. 1864 verkaufte er sein geschäft, erwarb einen Weinberg und errichtete eine Ziegelei. Er baute und verkaufte Häuser handelte mit Eisenbahnländereien und wurde ein wohlhabender und angesehener Bürger Davenports. Im US Census 1880 wird der Haushalt von Emil in Davenport,Scott,Iowa wie folgt erfasst: Emil(52)ist Retired Merchant seine Frau Sophie (44) und seine beiden Töchter Adele(21) und Sophie(14) leben im Hause.
Marne in Iowa
Emil Geisler gründete auch neue Siedlungen. darunter einen kleinen Ort, den er in Erinnerung an seine alte Heimat Marne nannte. Marne in Iowa ist ein kleiner, idyllischer Flecken geblieben. Dort leben heute knapp 150 Einwohner.
Marne-Schild, 3 Meilen neben der Interstate 80 in Iowa.
Anfang des 20. Jahrhunderts kehrte Geisler noch zweimal in seine alte Heimat zurück. Zuletzt traf er 81 jährig am 3.10.1909 von Hamburg kommend auf der Cleveland in Ellis Island im Hafen von New York ein. Er starb 1910 in Coronado bei San Diego in Kalifornien.
Links
Fairmount Cemetery Hier wurde Geisler begraben. Belegungsliste mit vielen Auswanderern. Biographie in englischer Sprache












