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Dithmarscher Mühlen

Aus Dithmarschen-Wiki

Edda2.jpgDie Holländermühle "Edda" in Hopen, fotografiert von Jochen Sass.


Inhaltsverzeichnis

Friedrichskoog

Hochzeitsmühle "Vergißmeinicht" Friedrichskoog. Foto: M. Jung

Hochzeitsmühle "Vergißmeinicht"














Barlt

1. Windmühle Ursula Standort: Mühlenstr. 5, 25719 Barlt

Beschreibung: Zweistöckiger Galerieholländer (1875) mit Jalousieflügeln und Windrose,2 Mahlgänge, zusätzlich 1 Motorgang, komplette Walzenmühle vorhanden. Gelegentlich in Betrieb zur Futtervermahlung.

Meldorf

Windmühle Fortuna, Nordermühle Standort: Messner Straße, 25704 Meldorf Kontaktperson: Horst von Bassewitz, Karl-Jacobstr. 40, 22609 Hamburg, Tel. (040) 82 93 67 Email: v.bassewitz@t-online.de Beschreibung: Kellerholländer (1863)

Die Mühle Magaretha in Westerdeichstrich.
Foto: Heiko Reuter
== Westerdeichstrich ==

Hemingstedt

Windmühle Margaretha Standort: Bahnhofstraße 7, 25770 Hemmingstedt Kontaktperson: Bgm Anke Marohn Tel. (0481) 62960. Email: ankemarohn@atcor.de Beschreibung: Kellerholländer (1858) mit Segelflügeln und Windrose, windgängig. Komplette Einrichtung mit 2 Gängen und Rohölmotor von 1922.

Dellstedt

Windmühle Fortuna Standort: Süderort 18, 25786 Dellstedt Kontaktperson: Jürgen Erwin, Tel.: (04802) 966 Email: Schwabe.Erwin@t-online.de Beschreibung: Vierkantiger Galerieholländer (1926) auf achtkantigem 2-stöckigen Unterbau mit Steert und Segelflügeln. Komplette Einrichtung mit 2 Gängen und Haferquetsche.

Albersdorf

Wöhrden

Die Germania in Wöhrden. Foto: Dr. Ingo Franke

Weddingstedt

Mühle Aurora in Weddingstedt Foto: Heiko Reuter

Windmühle Aurora

Standort: An der B 5 Nr. 9, 25795 Weddingstedt

Kontaktperson: Horst Peters B5 Nr.7 25795 Weddingstedt Tel.u. Fax (0481) 5343 Email: muehlenverein.aurora@gmx.de

Beschreibung:
Zweistöckiger Galerieholländer (1832/1880) mit Segelflügeln und Windrose, komplette Einrichtung, 1 Mahlgang betriebsfähig, 2 weitere Gänge vorhanden.







Modell-Ausstellung in der Aurora in Weddingstedt

fotografiert von Heiko Reuter


Kleve

Die alte Klever Mühle Kleve . Foto: T. Pfahler

Die alte Klever Mühle

Hopen

Hochdonn

Windmühle Aurora Standort: Südseite 8 25712 Hochdonn Kontaktperson: Wolfgang Miram Tel. (04827) 9236, Fax. 9237 Email: miram@hochzeitsmuehle-aurora.de Beschreibung: Galerieholländer (1883) mit Windrose u. Segelflügeln, nicht windgängig, Einrichtung ausgebaut. Umnutzung zur Hochzeitsmühle. Raum für Tagungen und Familienfeiern.

Eddelak

Eddelak "Gott mit uns" Foto: J. Rusch
Mühle "Gott mit uns"
In Eddelak steht noch der aus dem Jahr 1865 stammende Zwickstellholländer Gott mit uns, der Vorbild für das Wappenmotiv war. Die Mühle wurde teilweise aus Resten einer älteren Mühle gebaut, die Christian Harms, der Bruder des Theologen Claus Harms, 1802 aus Meldorf nach Eddelak versetzte und von einer Stampf- in eine Kornmühle umbauen ließ. 1976 beschädigte ein Sturm die Mühle, woraufhin Müller Albert Haalck den Mühlbetrieb einstellte. Die 1986 denkmalgeschützte und 1990 erstmals renovierte Mühle ist theoretisch noch heute voll funktionsfähig, dreht aber nur noch, malt jedoch nicht mehr. Heute betreut sie der örtliche Mühlenverein, zudem können hier standesamtliche Trauungen durchgeführt werden. Das Standesamt Sankt Michaelisdonn zählt jährlich etwa 25 bis 30 solcher Hochzeiten. Quelle: Wikipedia

Neufeld

Heide

Abgerissene Mühlen

Heide war einst die Stadt der Mühlen

1958 wurde die letzte demontiert
Heide (bb)
Hübsche, aber auch eigenartige Namen trugen einst die Windmühlen in und um Heide, von denen es 1841 noch neun gab. Dazu kamen drei Rossmühlen, also solche, bei denen Pferde für den Antrieb sorgten, weiter eine Reihe kleiner Grützmühlen.

Im Jahr 1895 bestimmten zehn Windmühlen das Bild der Stadt Heide mit. Der Ort hatte sogar einen Windmüller als Bürgermeister: August Blaas. Seine Mühle stand in der Mühlenstraße.

Sie wurde 1904 abgebrochen. Im Westen Heides waren die Keltersche und die Holmsche Mühle zu finden. Beide brannten ab, die Keltersche nach einem Blitzschlag im Jahr 1896, die Holmsche traf das gleiche Schicksal einige Jahre später.

Müllermeister Blauroth betrieb eine der schönsten Mühlen im Ort an der Alten Weddingstedter Landstraße. Wer die Paustiansche Mühle suchte, fand sie an der Ecke Brahms- und Heistedter Straße. Sie war eine der ältesten in Heide. Auch die Österweide hatte eine Mühle aufzuweisen. Sie war 1780 erbaut worden, wurde 1834 repariert und 1869 abgerissen. Die dort im nächsten Jahr errichtete Nachfolgerin stand nur bis 1909, hatte also kein langes Leben.

Einen falschen Standort wählte Christian Claussen für seine Mühle an der Rüsdorfer Straße. Sie lag so tief, dass ihr die umliegenden Häuser den Wind wegnahmen. Ende 1945 verfiel sie dem Abbruch. Zur langen Reihe der Besitzer der „Katharina“ an der Ecke Feldstraße/Grüner Weg gehörten auch der Vater des Dichters Klaus Groth und sein Bruder Christian. Die Leute von Lüttenheid nannten diese Mühle, die abgebrochen und nach Ostpreußen verkauft wurde, „Stieglitz“.

Die Mühle an der Rüsdorfer Straße erhielt von ihnen den Namen „Oole Hockdrossel“. Da klang doch „Henriette“ viel besser. Sie stand an der Meldorfer Straße dort etwa, wo heute das HSV-Stadion zu finden ist. Bei ihr wurden 1958 Beil und Spitzhacke zum Abbruch des Gebäudes angesetzt.

http://www.sh-nordsee.de/ Quelle: Dithmarscher Landeszeitung


Chr168.jpg

Die Blaurothsche Mühle stand in der Verlängerung der Kirchhofstraße (2001 Alte Weddingstedter Landstraße). - Von Interesse ist das vordere der beiden Giebelhäuser, an dem ein Mädchen an einer offenen Pforte steht: Hier wurde 1877 Rudolph Dirks geboren, der im Alter von 7 Jahren mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten auswanderte und dort als Schöpfer des ersten Comic-Strips "Katzenjammer Kids" berühmt wurde. Quelle: Dr. Arnold / Museum Albersdorf

Mühlenarchiv

  • Mühlenarchiv Verein für Dithmarscher Landeskunde
  • Das Mühlenarchiv Petersen wird betreut von Herrn Archivar Karsten Schrum. Der Archivar ist wie folgt zu erreichen:
Karsten Schrum

p.A. Dithmarscher Landesmuseum 25704 Meldorf, Bütjestr. 2-4 Telefon-Nr.: 04832/60006-14

Über Mühlen

Mit sturem Beharrungsvermögen haben sich die Dithmarscher schon immer für ihre Windriesen stark gemacht, auch, als deren Zeit eigentlich schon vorbei war: Der Wunsch, eine eigene Mühle zu besitzen, beflügelte in den 20er Jahren ungeahnte Fähigkeiten bei Bauer Peter Hinrich Pewe aus Dellstedt. Wenn die Bäuerin an Winterabenden in der warmen Stube die Stricknadeln klappern ließ, griff der Bauer zu Stockzirkel, Lochwinkel, Breitbeil und Stangenbohrer. Er riß Kammräder und Bogenstücke an, bohrte und stemmte – bis 1926 ein zierlicher Galerieholländer vorm Haus die Flügel drehte.

Knapp 60 Jahre später war die kleine schöne Mühle vom Zahn der Zeit fast weggenagt. Nur dem zähen Ringen Dellstedter Bürger ist es zu verdanken, daß sie wieder voll funktionsfähig ist. Mit sehr viel Eigenleistung, öffentlichen Fördermitteln und Spendenbereitschaft haben die Dellstedter die kleine Bauernwindmühle wiederbelebt.

Von Rudolf Lindemann im Dorf Barlt wird gesagt, er sei der letzte hauptberufliche Windmüller Norddeutschlands. Der Mittachtziger schmunzelt: Er und seine 123jährige Holländermühle "Ursula" seien wohl beide Kulturdenkmäler. Für Nachbarn schrotet "Ursula" noch Viehfutter. Irgendwann, hofft der alte Müller, wird er die stattliche Mühle in verantwortungsbewußte junge Hände geben, an einen "Sonntagsmüller", der bereit ist, sich dieses kostspielige Hobby aufzuhalsen. Bis dahin hält Lindemann zäh an seiner alten Dame fest.

Ein Dithmarscher war es, der 1960 die Notbremse zog: Der Obermeister der Dithmarscher Müllerinnung, Karl Seupke, stemmt sich mit der Gründung des "Vereins zur Erhaltung der Wind- und Wassermühlen in Schleswig-Holstein und Hamburg" gegen das große Mühlensterben. Es war fünf vor zwölf. Eben noch lebenswichtig für das tägliche Brot, waren die alten Riesen nun nur noch altmodisch, teuer, überflüssig. Viele wurden abgerissen, gingen in Flammen auf oder vergammelten schlichtweg. An ihre Stelle traten moderne, hochtechnisierte Fabriken.

Dem Häuflein Kulturbewußter rund um Müllermeister Seupke und ihren Nachfolgern gelang es mit Mühe, einige wenige Mühlen zu erhalten. Sie können allenfalls als Wohnungen, Museen, Gaststätten, Galerien überleben – oftmals nur attraktive Hohlkörper. Nicht nur ihr ständig Wind und Wetter ausgesetztes Äußeres, auch ihr kompliziertes Innenleben kann nur mit viel Geld erhalten werden – und Geld ist knapp.

Den letzten großen Kraftmaschinen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts droht nun ein erneutes, vielleicht unaufhaltsames "Mühlensterben" – es steht mal wieder fünf vor zwölf. In Zeiten allgemeiner Finanzknappheit sind öffentliche Geldquellen nahezu vollständig versiegt. Kaum ein Mühlenbesitzer ist jedoch imstande, die aufwendigen Erhaltungsarbeiten selbst zu bezahlen. Mehr denn je sind daher die alten Mühlen in Dithmarschen auf Hilfe durch Spenden und Sponsoring angewiesen. Quelle: Kreis Dithmarschen


Links

Sonnenhimmel Homepage von Heiko Reuter

Bestellmöglichkeiten

Mühlengeschichte Dithmarschens von Hans Peter Petersen und Sandra Scherreiks


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