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Dithmarschen-Traktate 07

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Inhaltsverzeichnis

Dithmarschen-Traktate

Die Serie Dithmarschen-Traktate steht allen Autoren von Abhandlungen, Dissertationen oder Artikeln zu dithmarscher Themen zur Veröffentlichung offen. Wir weisen darauf hin, daß das Copyright bei den jeweiligen Autoren liegt. Sind Zitate oder ganze Beiträge gewünscht, setzen Sie sich bitte mit den Autoren in Verbindung. In der Regel wird Ihnen eine private Nutzung dann honorarfrei gestattet werden, eine Veröffentlichung ohne Genehmigung und Autorennennung verstößt gegen deutsches Urheberrecht.


Dithmarschen-Traktate

Trost und Rat

Das wattpsychologische Institut zur Lage der Region

Kommentiert von Dr. h.c. wattpsych Momme Mannüberbord Ende 2008



Kürzlich schrieb mir eine Frau aus dem Mühlenweg: "Sehr geehrter Herr Mannüberbord, ich hätte gern gewusst, ob das Ausstattungshaus Reese in der Vorweihnachtszeit auch Schneeschuhe im Angebot hat und ob es Sinn machen würde, auf die herabgesetzten Preise im Januar zu warten?" Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch mit einer weit zwingenderen Frage in Bezug auf die nächtliche Geräuschbelästigung eines Anwohners aus dem Trischenring beschäftigt. Die Vermutung, diese wären auf die verzweifelten Versuche des Bürgermeisters zurückzuführen, die großen Schleusentore in einem unbeobachteten Moment zu manipulieren um dem vielzitierten Schlachtruf "Brunsbüttel ist das Tor zur Welt - wir bekommen es bloß nicht auf" Schlagkraft zu nehmen und seinen eigenen Visionen tänzerische Anmut zu verleihen.

Das einfache Brunsbütteler Volk: "Ja, aber was ist nun mit den Schneeschuhen?"

Hier könnte man antworten, dass grosse Ideen in dieser Stadt grundsätzlich schmelzpunktabhängig seien. Ausserdem hätten die genannten Geräusche sogar unmittelbar hiermit zu schaffen. Stattdessen dieses hier: Spruch an einer Kneipenwand auf der Südseite:

"Wir haben uns mit unserer Bank geeinigt. Sie verkauft keine Getränke und wir lösen keine Schecks ein."

Das einfache Brunsbütteler Volk: "Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, uns allen ein frohes neues Jahr zu wünschen !"

Eine Dame, die neulich eine meiner Vorlesungen über die plattdeutsche Sprache unterbrach, wies auf eine Tasache hin (ich selbst hatte sie bereits Wochen zuvor erwähnt) daß, während der durchschnittliche Hochdeutschsprecher mit lediglich 400 Worten auskäme, der arme plattdeutschsprechende Tagelöhner gut 4000 verwendet.

Bedenkt man, was die die meisten Hochdeutschsprecher mit ihrem winzigen Geräusche-Fundus erreichen können, dann ist es eine hübsche Spekulation, zu welchen Extremen man sich reduzieren lassen könnte, wenn man mit einem plattdeutschsprechenden Langweiler eingesperrt wäre und aller Mittel zum Mord oder Selbstmord beraubt.

In der nächsten Folge stelle ich Ihnen weitere Langweiler vor, darunter den Mann, der "im Großhandel einkauft!" (Tut mir leid, aber als Historiker muß ich das der Vollständigkeit halber so machen. Ich darf nicht selektiv sein, um von Fachkollegen ernstgenommen zu werden.) Ausserdem erfahren Sie Wissenswertes über die Abschussfolge der hier als "Leuchttürme" angesehenen Raketen auf den Schleuseninseln. Die Reihenfolge beginnt mit einer "3".

Das einfache Brunsbütteler Volk: "Oh, das werde ich mir abschreiben". Legen Sie also Papier und Bleistift bereit.


Die Tagesbilanz

Tagesbilanz heute: Wenn die Sonne tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten. So- und keinesfalls anders- bin ich zum semiprofessionellen Evolutionsgewinnler geworden.

So aehnlich wie Kalkofes kleiner Hund Horst, dem die ausgestochenen Augen zugenäht werden mussten. Sein Besitzer, ein sehr alter und entsprechend kurzsichtiger Herr, der versuchte, sein sozialverträgliches Hinscheiden hinauszuzögern, hatte einfach das Honorar für den Tierarzt sparen wollen, was man ja verstehen kann.

Horst, nunmehr ohne Sichtweise, geriet zunächst mehrfach unter die Räder, war zeitweise durchschnittgelähmt und wurde dann auch noch von zwei Ohrentumoren (da bieten sich Legionen von Alliterationen an) quasi heimgesucht. Und das, obwohl er gar kein Heim hatte.

Das erhielt er erst durch Oliver, aber der hatte schon einen Hund und der war grösser als Horst. Deshalb zerbiss dieser ihm erst einmal den Hintern, wovon heute noch dicke Narben zeugen. Immerhin hatte Horst nun ein Quartier und konnte sich in aller Ruhe noch einen Darmtumor und ein Kreislaufversagen zulegen, was aber wenig aufregend war, denn das steckte er locker weg. So war er nun zigmal der Hundeentsorgungstonne entgangen, hatte sein Verfallsdatum um das vierfache überschritten und ist heute der lächelndste und lebensfreudigste Hund der Welt.

Nach Aussage von Oliver Kalkofe braucht er sich beim Anblick der Flut hirnamputierter Konfrontationskursleiter immer nur wieder vor die Augen zu halten: "So schlimm wie Horst geht es mir noch lange nicht". Würde er in Brunsbüttel leben, würde er sich einen dritten Hund zulegen.


Der Bonus-Brief

Werter Kollege Dr. h.c. wattpsych Rainer Werner Wattbinder


zunächst ist es mir abermals ein Bedürfnis, Ihnen im Namen des wattpsychologischen Institutes Lob und Anerkennung für Ihre Arbeit am ersten Film der Dokumentationsreihe "Die Küste lebt" mit dem Titel "Meerkampf. Watt?" auszudrücken.


Unser Fachkomitee Wattlinguistik (Wattdeutsch) hat in einer Klausurtagung in der "Stöpe" einen kleinen Anregungskatalog zusammengestellt, da man zweihellig die Auffassung kundtun möchte, dass in diesem Dokumentarfilm dem wattpsychologischen Bildungsauftrag nur bedingt Rechnung getragen wird.


Eines der Grundpheromone (>basisfänomene) der Wattlinguistik ist nämlich, daß diese Sprache, so sie denn gesprochen daherkommt, vom Angelsächsischen kaum zu unterscheiden ist und ihre zusätzlichen Wahrheitsbotschaften ausschließlich im geschriebenen Wort entfaltet.

Der tiefe etymologische Sinn der wattdeutschen Sprache liegt ja in u.a. in einer bislang unübertroffenen Syntax von Phonetischer Anmut und enzyklopädischem Erkenntniswert.

Nun könnte man der Präambel unserer Gründungsväter

"Das eine nicht tun und das andere lassen- so kann man das Unangenehme mit dem Unnützen verbinden" zwar durchaus entsprechen indem man alles so lässt, wie es halt daherkommt. Der Wattrat bittet Sie jedoch, noch einmal in sich (oder jemand anders) zu gehen und über eine dezente Untertitelung mit wattdeutscher Sinnstiftung nachzudenken.

Bitte stellen Sie sich beispielsweise die Szene mit der bundesweiten Rückrufaktion der Kilo-Watt-Dosen vor und unter dem Dosenbild würde lediglich das Wort Mörtschengdeisingeingeblendet.

Weiterhin stellen Sie sich bitte die ansich wenigsagende Szene des überkochenden TV-Kochs Thies Möller vor und unter dem Bild würde der Titel Urschlammpfanne oder PaAalja eingeblendet.

Das Wort Wuhdu-Aal entfaltet seinen Reiz lediglich ausgesprochen nur gering.

Schafpsychologie und der Arbeitstitel der Sternenstaubtheorie "Sie kommen gar nicht von oben - sie sind UNTER uns" nun ja, das erklärt sich ja eigentlich von selbst.

Auch eine Einblendung der wattpsychologischen Namen - vielleicht begrenzt auf den Tag der eigentlichen Wattolümpiade - dürfte den Wahrheitsgehalt verdreifachen.

Beim eigentlichen Wattkampf in der Wattkampf-Arena spielt fernerhin die Puhlposischn bekannterweise eine wichtige Rolle.

Die Hauptdisziplinen Fischtennis, Euterball und Aalstaffellauf würden als Untertitel einen grösseren Stellenwert erhalten, als nur dahergesagt.

Auch die esthnische NationAalmanschaft und die Aalmanufaktur Geltorf kämen vielfach plausibler daher.

  • So würde sich die Wattpsychologie - eingebettet in das sehr ernste Krebsthema - als eigenständiger Kosmos zu erkennen geben.
  • Und genau so sehen

es eigentlich alle Mitglieder das Wattrats auch.

In der Hoffnung, Ihnen hierdurch weniger Kritik und meer Anregung übermittelt zu haben, verbleibe ich mit kollegialen Grüssen und den besten Wünschen für das Premierenjahr 2009

Dr. h.c. wattpsych Momme Mannüberbord Wattikan

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