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Dührssen, Alfred

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--Ditschie (Diskussion) 07:15, 19. Jul. 2017 (CEST)

Alfred Dührssen

Alfred Jacobus Dührssen war ein deutscher Gynäkologe.

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Angaben

  • Geburtsdaten: 23.03.1862 in Heide;
  • Sterbedaten: 11.10.1933 in Berlin;
  • Großvater: Friedrich August Dührssen (1802 - 1853); war Badearzt auf Helgoland und Chirurg in Tellingstedt;
  • Vater: Dr. med. Jacob Dührssen (Arzt in Heide);
  • Mutter: Adele Dührssen
  • Ehefrau: verheiratet seit 04.08.1888 mit Gertrud Paßmann;
  • Enkelin: Annemarie Dührssen (eine bekannte Ärztin, Psychiaterin, Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin).

Werdegang

  • Alfred Dührssen studierte erst 4 Semester an der Universität Marburg, wo er Mitglied des Corps Guestphalia wurde, sowie v. 01.04.1882 - 15.02.1884 an der "Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen" in Berlin, wo er Mitglied des Corps Suevo-Borussia wurde und am 09.02.1884 promovierte (Ueber chronische Parotitis mit consecutiver Speichelgeschwulst nebst einer Zusammenstellung der bisher veröffentlichten Fälle von Sialodochitis Stenoniana und Whartoniana).
  • Anschließend war er Militärarzt in Berlin und Assistent seines Onkels Dohrn, Rudolf an der Frauenklinik in Königsberg.
  • 1886 wurde er Assistent von Adolf Gusserow an der Berliner Geburtshilflichen Poliklinik.
  • 1888 wurde er Hebammenlehrer und habilitierte sich an der Universität in Berlin.
  • 1895 wurde er zum Professor ernannt.
  • Er gründete 1892 eine private Klinik für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe.
  • 1913 verließ er den Lehrkörper der Universität.

Verdienste

  • Alfred Dührssen gilt als einer der Begründer der modernen operativen Gynäkologie. Er wurde bekannt durch seine vaginalen Operationsmethoden, darunter den vaginalen Kaiserschnitt.
  • 1919 schlug Dührssen vor, geburtshilfliche Ambulatorien einzurichten. Unter dem Gesichtspunkt der Hygiene forderte er, Anstaltsgeburten idealerweise für jede schwangere Frau anzubieten. Er schlug außerdem vor, dass sich jede schwangere Frau vier Wochen vor dem Geburtstermin in der Anstalt vorstellt, um mögliche Geburtsstörungen oder Abnormalitäten bereits vor der Geburt festzustellen. Hier sah er auch Vorteile für die Ausbildung von Studenten.

Veröffentlichungen

  • "Die Anwendung der Jodoformgaze in der Geburtshilfe" (1888)
  • "Geburtshülfliches Vademecum für Studierende und Ärzte" (1890)
  • "Der vaginale Kaiserschnitt – nebst Bericht über eine erfolgreiche vaginale Exstirpation des rupturierten Uterus unmittelbar post partum" (1896)
  • "Über Heilung und Verhütung von Frauenkrankheiten" (1900)
  • "Die neue Geburtshilfe" (1923)

Zeitschriftenbeiträge (Auswahl )


Ehrungen

In Heide gibt es die "Alfred-Dührssen-Strasse".


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