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Claußen, Bruno

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 07:32, 23. Mai 2017 (CEST)

Hans Hermann Bruno Claußen war ein deutscher Bibliothekar.

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Angaben

  • Geburtsdatum: 26.01.1880 in Heide;
  • Sterbedatum: 25.09.1958 in Rostock.

Werdegang

  • Abitur an der Meldorfer Gelehrtenschule;
  • Studium der Rechtswissenschaft an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen;
  • 1902 wurde er in der Studentenverbindung "Corps Franconia Tübingen" (pflichtschlagend) aktiv. Als Inaktiver wechselte er an die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
  • Januar 1907 Volontär an der Stadtbibliothek Bremen bei Henry Seedorf.
  • Es folgten Stationen als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Württembergischen Landesbibliothek und der Universitätsbibliothek Freiburg.
  • 01.10.1912 wurde er Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Rostock
  • 1934 erster hauptamtlicher Direktor der Universitätsbibliothek Rostock. Unter seiner Leitung wurde der Neubau der Universitätsbibliothek geplant, von dem bis zum Kriegsausbruch 1939 das Magazingebäude fertiggestellt werden konnte.
  • Nach 1945 konnte er unter der Sowjetischen Militäradministration sein Amt zunächst weiter ausüben; er wurde jedoch 1949 im Zuge der Umgestaltung der Universität abgelöst.
  • 1950 erhielt er einen Arbeitsvertrag zur Erschließung der Handschriften der Bibliothek.
  • 1952 Entlassung auf Betreiben seines Nachfolgers.

Wirken

Bruno Claußens besonderes Interesse galt der Erforschung des Altbestands. Dabei gelangen ihm teilweise Aufsehen erregende Funde wie das Rostocker Liederbuch, die Rekonstruktion eines mittelniederdeutschen Liederbuchs von um 1478, dessen Blätter im 16. Jahrhundert als Makulatur in Einbänden verwendet worden waren. Er untersuchte die Rostocker Frühdrucker wie Ludwig Dietz und die Druckerei der Brüder vom gemeinsamen Leben im Rostocker Michaeliskloster. Über vier Jahrzehnte arbeitete er, zunächst gemeinsam mit Conrad Borchling, an der Gesamtbibliographie des niederdeutschen Schrifttums bis 1800 mit dem Nachweis von 5.580 Titeln (Borchling-Claussen,BC).


Mitgliedschaften

  • Claußen war nie Mitglied der NSDAP.
  • Von 1933 bis zu ihrer Auflösung 1946 war er Mitglied und ab 1935 Geschäftsführer der Historischen Kommission für Mecklenburg.

Werke

  • Die Beendigung des mittelbaren Eigenbesitzes nach Bürgerlichem Gesetzbuch mit Rückblick auf römischrechtliche Grundsätze. Heidelberg, Jur.Fak., Diss. 1906
  • Rostocker Niederdeutsches Liederbuch vom Jahre 1478. Rostock: Hinstorff 1919
  • Niederdeutsche Bibliographie (bis 1800). (mit Conrad Borchling) Neumünster 1931–1957

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