Chalybäus, Robert
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Robert Heinrich Chalybäus (* 1. März 1827 in Meißen; † 18 August 1896 in Lübeck), war Professor an der Meldorfer Gelehrtenschule in Meldorf und Verfasser des Buches Geschichte Dithmarschens bis zur Eroberung des Landes im Jahre 1559, erschienen Kiel 1888. Er stammt aus der bekannten Chalybäus Familie, die in der Zeit der schleswig-holsteinischen Erhebung gegen Dänemark eine Rolle spielte.
Chalybäus ist einer der Söhne des Professors für Philosophie Heinrich Moritz Chalybäus (* 3. Juli 1796 in Pfaffroda (Sachsen); † 22. September 1862 in Dresden) der selbst aus einer alten sächsischen Pastorenfamilie stammt und Verfasser wichtiger Werke zur Philosophie ist.
Robert Chalybäus kam bereits als Kind nach Schleswig-Holstein, als sein Vater 1839 als Professor an die Universität Kiel berufen wurde. Doch bereits 1852 wurde er von der dänischen Regierung mit neun weiteren Kollegen wegen ‚deutschnationaler’ Gesinnung des Amtes enthoben. Heinrich Moritz Chalybäus und seine Kinder werden spätestens zu dieser Zeit zu überzeugten Holsteinern.
Robert Chalybäus nimmt am Schleswig-Holsteinischen Krieg 1848 bis 1851 gegen Dänemark teil (Kriegsparteien waren einerseits die deutsche nationalliberale Bewegung in den Herzogtümern Schleswig und Holstein im Bündnis mit den meisten Staaten des Deutschen Bundes, andererseits das Königreich Dänemark) und wird in der Schlacht bei Idstedt 1850 schwer verwundet; er soll hieran zeitlebens durch ein steifes Bein erinnert werden. Er heiratet Elisabeth von Maltzan und hat mit ihr eine Tochter, Clara.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit - unter anderem lieferte Chalybäus Beiträge für die Allgemeine Deutsche Biographie insbesondere mit Bezug auf Dithmarschen - war er Professor am Meldorfer Gymnasium.













