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Carstens, Heinrich

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 07:34, 11. Jul. 2017 (CEST)

Klaus Heinrich Wilhelm Carstens war ein deutscher Lehrer, Volkskundler und Publizist.

Persönliche Angaben

  • Geburtsdatum: 22.08.1849 in Neuenkirchen-Heuwisch;
  • Sterbedatum: 05.01.1910 in Lehe-Dahrenwurth)
  • Vater: Claus Carstens (geb. 1811, gest. 26.03.1849); Arbeiter
  • Mutter: Katharina Margaretha (geb. 1817, gest. 01.11.1850)
  • weil seine Eltern bereits sehr früh verstarben, wuchs Heinrich Carstens als Vollwaise auf.
  • Ehefrau: Antje Hinrichs (geb. 1856, gest. 1892
  • Kinder: Carstens, Heinrich (geb. 1879, gest. 1961), ein bekannter Mundartdichter

Werdegang

  • Im Alter von 18 Jahren verhalf ihm der Pastor von Neuenkirchen zu einer Stelle als Lehramtskandidat in Erfde. Danach unterrichtete er als Aushilfslehrer in Föhrden und Hohn.
  • 1870 erhielt er eine feste Stelle in Hütten und hatte gleichzeitig Lehrstellen in Eckernförde und Schwienhusen.
  • Von 1874 bis zu seinem Lebensende unterrichtete er in Lehe-Dahrenwurth.
  • 1877 bestand er als Autodidakt nach der seinerzeit geltenden preußischen Schulordnung das Lehramtsexamen in Tondern.

Wirken

  • Als Lehrer und Volkskundler beschäftigte sich Carstens lebenslang mit der Geschichte von Volk und Kultur im Kreis Norderdithmarschen und die Gegend um Stapelholm, zu der er umfangreich Quellen sammelte und publizierte. Seine Beiträge sind vor allem in den ersten 20 Jahrgängen der Heimat, in den „Niedersächsischen Korrenspondenzblättern“, in den „Jahrbüchern für deutsche Sprachforschung“ und den „Pommerschen Blättern“ zu finden.
  • Gemeinsam mit seinem Lehrerkollegen Höft gründete 1881 Heinrich Carstens die Zeitschrift „Am Urdsbrunnen“ (Mitteilungen für Freunde volkstümlich-wissenschaftlicher Kunde), die beim Timm-Verlag in Lunden erschien. Es handelte sich um die erste deutsche Zeitschrift für Volkskunde, die Lehrer in Schleswig-Holstein dazu anregte, die führende Rolle im Bereich der „neueren volkskundlichen Bestrebungen“ einzunehmen. Nachdem er sich in der Zeitschrift zu sozialistisch geäußert hatte, erhielt Carstens eine dienstliche Verwarnung. Er übergab daher die Schriftleitung 1889 an seinen Mitarbeiter Fr. Kraus in Wien. Die Monatsschrift trug danach den Titel „Am Urquell“ und wurde auch außerhalb der Provinz gelesen. Beide Partner zerstritten sich nach kurzer Zeit, was zur Einstellung des Blattes führte.
  • Aus dem Jahr 1903 stammen Heinrich Carstens „Wanderungen durch Dithmarschen“, die im Timm-Verlag erschienen. Der Autor gab darin Erklärungen zur Geschichte und Volkskunde der Region. Carstens begann auch das „Dithmarscher Wörterbuch“ und die „Stapelholmer Sagen und Märchen“, die er jedoch nicht mehr vollendete und zahlreiche unveröffentlichte Kinderlieder.

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