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Kategorie: Amt Burg-Sankt Michaelisdonn
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Burg

Aus Dithmarschen Wiki

Burger Geschichte - Burger Geschichten Band 3 von Inge Hurtienne 450 Jahre Burger Schulgeschichte 1998, 230 Seiten 135/200mm s/w Abbildungen erhältlich beim Gemeindeamt Burg


Aus der sehr umfangreichen Schulgeschichte eine Leseprobe, die ich mit viel Vergnügen abgeschrieben habe. Als es noch genügend Arbeit gab. 1814 wurde in Schleswig Holstein die obligatorische Schulpflicht sowohl im Winter wie auch im Sommer und für alle Kinder eingeführt. Es dauerte jedoch 100 Jahre, bis die allgemeine Schulpflicht voll durchgesetzt werden konnte. Wie es für Kinder während der Sommermonate aus einer Familie „notorisch sehr armer Leute“ aussah, berichtet Johann Friedrich Stegemann, geb. 1871 in Bucholz, gest. 1949 in Burg. .....dispenseert ut de Sommersschool ..... „Nu harr ick 5 Johr no School gahn; ick wer 11 Johr, dor keem we mit 4 Jungs röver no de 1. Klass.. und glieks dorno wor ick dispenseert ut de Sommersschool und keem na’n Buern, jacob Wehtje in brickeln… De ersteTrennung keem vun mien leev Moder, vun Ader, dat gung eher; over vun Moder, dat weer al beten schwörer, denn ich weer dat lüdde Nestküken, ich weer de Jüngste vun mien Geschwister. Wie weern 9 Stück, 5 Jungs, 3 Dierns und een lüdde Diern Anne dood. Na, dat erste weer denn ook, dat ick düchdi Heimweh kreeg. Leet sick over nie hölpen, ick muß utholn, und wenn ick sünndags nie recht wedder rutschen wull und Moder strakel mie över de Backen, denn keek mien Oln rop no’n Balken ünnern Dösenböhn, dor harr he seien Handstock ophungen und denn kneep ick all von sölben ut. Middeweekens und sünobend mussen wie Deensjungs na School bi Bennewoldt, de harr een Arm und schlog sien Kinner mit’n Streng wo Knüttnens inschlagen weern. He weer nie de Düchtigste… Vörmiddags muß ich Köh höden und nachmiddags Steen sammeln oder Holt schlogen, dat heet in’ne lose Tied. Wenn ick morgens Klock 5 mit de Köh losgung na’t Bröningsholt, denn kreeg ick mien Bodderbrot mit und denn sä Antje: “ So mien Jung, wenn du 3 Tred deist to dien Schatten vun dien Körpergröte, denn its dien Bodderbrod und wenn dien Schatten blots 2 Tred lang is, dann kummst mit de Köh no Huus. Na dat gung los. As ick mit mien Köh no Koppel weer und mi düch, ick weer dor all’n rechte Tied ween, pedd ick mien Schatten mal af. Ja, dat weer Tied, jüst 3 Tred. Ick eet mien Fröstück op. As dat nu recht so’n Tied her wer vun Fröhstücktied, pedd ich mien Schatten mal wedder af. Junge, wat harr ick dat fein dropen, wern jüs 2 Tred. Nu gung dat mit de Köh no Hus, denn de ole Wittbunt muß to Meddag molken warn, As ick in’t Dörp rinkeem, ganz vergnögt, keek Antje ut de Dör und sä “Wat wullt du?“ick sä “Dat is ja Meddag“. Dor fung se to lachen und ok to schimpen. Ick keek ganz verdutzt. Se sä “Weet’s wat de Klock hett, de Klock hett ½ 9,halvi neegen“. Ja so harrn de Schatten vun mien Körper und de Tied sick versehn, mien Tred de harrn na’n Meddag sprungen, na’n Mehlbüdel…. In Loop vun de Sommertied wor dat ümmer beeter gohn. Ick muß fix Törf ringeln und bearbeiden und in’t Foder arbeiten, Kantüffeln opkriegen, bet we den 9 Oktober harrn. Dat wer een Freudendag, dor hol mien Moder mi und uk mien groten Lohn. 6 preußschiche Daler harr ick denn ganzen Sommer kreggen. Ich harr nie over mol ördentlich dörcheten, wenn’ ck uck man ½ Hering kreegen harr, to Hus geef’t noch weniger, dor geef dat gor nichts to de Puhlkantüffeln und den Semp“.“

Burger Geschichte - Burger Geschichten Band 3 von Inge Hurtienne 450 Jahre Burger Schulgeschichte 1998, 230 Seiten 135/200mm s/w Abbildungen erhältlich im Gemeindeamt Burg

Aus der sehr umfangreichen Schulgeschichte eine Leseprobe, die ich mit viel Vergnügen abgeschrieben habe. Als es noch genügend Arbeit gab. 1814 wurde in Schleswig Holstein die obligatorische Schulpflicht sowohl im Winter wie auch im Sommer und für alle Kinder eingeführt. Es dauerte jedoch 100 Jahre, bis die allgemeine Schulpflicht voll durchgesetzt werden konnte. Wie es für Kinder während der Sommermonate aus einer Familie „notorisch sehr armer Leute“ aussah, berichtet Johann Friedrich Stegemann, geb. 1871 in Bucholz, gest. 1949 in Burg. .....dispenseert ut de Sommersschool ..... „Nu harr ick 5 Johr no School gahn; ick wer 11 Johr, dor keem we mit 4 Jungs röver no de 1. Klass.. und glieks dorno wor ick dispenseert ut de Sommersschool und keem na’n Buern, jacob Wehtje in brickeln… De ersteTrennung keem vun mien leev Moder, vun Ader, dat gung eher; over vun Moder, dat weer al beten schwörer, denn ich weer dat lüdde Nestküken, ich weer de Jüngste vun mien Geschwister. Wie weern 9 Stück, 5 Jungs, 3 Dierns und een lüdde Diern Anne dood. Na, dat erste weer denn ook, dat ick düchdi Heimweh kreeg. Leet sick over nie hölpen, ick muß utholn, und wenn ick sünndags nie recht wedder rutschen wull und Moder strakel mie över de Backen, denn keek mien Oln rop no’n Balken ünnern Dösenböhn, dor harr he seien Handstock ophungen und denn kneep ick all von sölben ut. Middeweekens und sünobend mussen wie Deensjungs na School bi Bennewoldt, de harr een Arm und schlog sien Kinner mit’n Streng wo Knüttnens inschlagen weern. He weer nie de Düchtigste… Vörmiddags muß ich Köh höden und nachmiddags Steen sammeln oder Holt schlogen, dat heet in’ne lose Tied. Wenn ick morgens Klock 5 mit de Köh losgung na’t Bröningsholt, denn kreeg ick mien Bodderbrot mit und denn sä Antje: “ So mien Jung, wenn du 3 Tred deist to dien Schatten vun dien Körpergröte, denn its dien Bodderbrod und wenn dien Schatten blots 2 Tred lang is, dann kummst mit de Köh no Huus. Na dat gung los. As ick mit mien Köh no Koppel weer und mi düch, ick weer dor all’n rechte Tied ween, pedd ick mien Schatten mal af. Ja, dat weer Tied, jüst 3 Tred. Ick eet mien Fröstück op. As dat nu recht so’n Tied her wer vun Fröhstücktied, pedd ich mien Schatten mal wedder af. Junge, wat harr ick dat fein dropen, wern jüs 2 Tred. Nu gung dat mit de Köh no Hus, denn de ole Wittbunt muß to Meddag molken warn, As ick in’t Dörp rinkeem, ganz vergnögt, keek Antje ut de Dör und sä “Wat wullt du?“ick sä “Dat is ja Meddag“. Dor fung se to lachen und ok to schimpen. Ick keek ganz verdutzt. Se sä “Weet’s wat de Klock hett, de Klock hett ½ 9,halvi neegen“. Ja so harrn de Schatten vun mien Körper und de Tied sick versehn, mien Tred de harrn na’n Meddag sprungen, na’n Mehlbüdel…. In Loop vun de Sommertied wor dat ümmer beeter gohn. Ick muß fix Törf ringeln und bearbeiden und in’t Foder arbeiten, Kantüffeln opkriegen, bet we den 9 Oktober harrn. Dat wer een Freudendag, dor hol mien Moder mi und uk mien groten Lohn. 6 preußschiche Daler harr ick denn ganzen Sommer kreggen. Ich harr nie over mol ördentlich dörcheten, wenn’ ck uck man ½ Hering kreegen harr, to Hus geef’t noch weniger, dor geef dat gor nichts to de Puhlkantüffeln und den Semp“.“

Inhaltsverzeichnis

Töchter & Söhne

Karl Hansen

Vor 41 Jahren, im Sommer 1965 beendete der ehemalige Lehrer und Familienforscher, Karl Hansen aus Burg, seine mühevolle Kleinarbeit und hinterließ uns sein wertvollen Lebenswerk. Auf mehr als 900 Seiten A4 maschinbeschrieben,schön eng, aber durch strukturiert hat Hansen alle Einwohner des Kirchspiels, die zwischen 1660 und 1874 in Burg in Dithmarschen geboren oder gestorben sind und/oder geheiratet haben aus den verfügbaren Quellen abgeschrieben . Keine Namenslisten haben wir vor uns, nein Hansen hat die Familien zusammen geführt und jede Zusammenhänge zwischen den Familien aufgezeigt. Seine Arbeit liegt als Manuskript vor, das Original befindet sich im Meldofer Museum. Nicht erst seit heute beschäftige ich mich mit der Digitalisierung diese Daten, zur Zeit schreibe ich schwerpunktmäßig die großen Familien in ein Genealogieprogramm. Da tun sich natürlich Welten auf, acht und mehr Generationen Stammbäume und Verquickungen das es eine Freude ist . Toll das wir aus diesem Fundus schöpfen können und schade das Hansen das PC Zeitalter nicht mehr erlebt hat, er würde sich wundern welche Querverbindungen er durch seine Arbeit geschaffen hat. Die totale Venetzung der beiden Familien Wiese und Lucht über die Jahrhunderte Sein Vorwort und die handgetippten Seiten (auf einer alten Schreibmaschine oft mit geschlossenen o und e, und ganz selten überxxxx) zeugen davon das Hansens Arbeit ernst zu nehmen ist , was man bei gelegentlichen Einsichten in die OriginalsKirchenbücher in Burg schnell nachprüfen kann. Hansen schreibt: „Als Quellen habe ich u.a. benutzt die Kornregister ab etwa 1660 (Archiv Meldorf) , die Schuld und Pfandprotokolle ab 1698 (Sch.& Pf. im Landesarchiv Schleswig) Testamente, Brücheregister …... Natürlich haben die Aufzeichnungen keinen urkundlichen Charakter….. Eintragungen der Kirchenbücher sind auf mündliche Angaben erfolgt , das hat zu Unrichtigkeiten geführt, auf solche offensichtlichern Fehler habe ich hingewiesen. Es sind mehr als 30000 Namen zusammengekommen und doppelt so viele Daten, denn in den meisten Fällen sind Todes und Geburtsdaten angeführt oder Hinweise auf Lebensdauer.(auch auf Beruf und Stand) Etwas mehr als 6000 Familien hat Hansen mühevoll zusammengetragen. "Für Gotteslohn", - von mir meine Hochachtung und meinen Dank.

Ortsansässige Betriebe

Daten, Produktherstellung, Mitarbeiterzahlen


Rundgang

Virtueller Rundgang per Mausklick durch Burg (Dithm.)

Kulturelle Einrichtungen

Von „http://www.dithmarschen-wiki.de/Burg

Diese Seite wurde bisher 2.181-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 27. Mai 2009 um 19:05 Uhr geändert.


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