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Bump, Anna

Aus Dithmarschen-Wiki

--Ditschie (Diskussion) 13:12, 30. Aug. 2016 (CEST)

Anna Bump webte einen Teppich für die Hennstedter St.-Secundus-Kirche zum 150. Jahrestag der Reformation.

Persönliche Angaben

  • Geburtsdatum: 1644 in Hennstedt und lebte in Kleve
  • Todesdatum: unbekannt

Leben

Im Alter von 23 Jahren webte Anna Bump einen Teppich, den sie der Kirche von Hennstedt, St.-Secundus-Kirche, schenkte.

Der Teppich entstand anlässlich des 150jährigen Reformationsjubiläums und war vermutlich als Lehne für eine Kirchenbank vorgesehen gewesen. Er ist 3,50 lang und 56 Zentimeter in der Breite.

Dieser Teppich besteht aus 5 Bildfeldern, die das Leben Jesu und seine Wiederkehr als Weltenrichter darstellen. An den Seiten der Felder sind dazu passende Bibelworte eingewirkt worden. Darunter befinden sich Zitate aus der Bibel mit Angaben zum Kapitel und Vers. Die Darstellungen wirken sehr lebendig und sind kreativ gestaltet. Aus dem Werk ist die hohe Handwerkskunst der Wirkerin erkennbar.

Der Teppich besteht aus verschiedenfarbiger Wolle, Seide und ungebleichtes Leinen.


Geschichte des Teppich

Der Teppich wurde der Hennstedter Kirche geschenkt und war zwischenzeitig lange Zeit verschollen.

Vermutlich kam er in den Besitz jüdischer Kaufleute aus Hamburg oder Friedrichstadt, denn er gelangte in das Israel-Museum in Jerusalem. Auf einer Museumstagung in Berlin zeigten Mitarbeiter des Museums Abbildungen dieses Teppichs dem Direktor des Museums für Deutsche Volkskunst, um etwas über die Herkunft des Teppichs zu erfahren. Dieser war von dem Stück so begeistert, dass er 1971 den Teppich für sein Museum gegen verschiedene jüdische Kultgeräte eintauschte. Nach einer aufwendigen Restauration in einer Nürnberger Werkstatt fand das Kunstwerk dann im Museum für Europäische Kulturen in Berlin eine neue Heimat.

Dort wurde der Teppich noch während seiner Studienzeit von dem Hennstedter Mediziner Dr. Hans Karl Wrede entdeckt. Diesem und Arnold, Volker ist es zu verdanken, dass die Secunduskirche in Hennstedt seit kurzem eine Nachbildung des Teppichs in Originalgröße unter der Nordempore hängen hat.

2017 soll der Teppich dann in das 500jährige Reformationsjubiläum mit einbezogen werden.


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